Connect with us

Zimmerpflanzen

Strelitzie überwintern

Veröffentlicht

auf

Strelitzie überwintern

Die Strelitzie ist Zimmerpflanze des Monats September 2020. In ihrer Heimat Südafrika wird sie von Vögeln bestäubt. Hierzulande ist sie eine äußerst beliebte Zierpflanze aufgrund ihres exotischen Aussehens und der prächtigen Blüte. Für den heimischen Pflanzenkübel wird meistens die pflegeleichte Strelitzia reginae bzw. Paradiesvogelblume oder Papageienblume verwendet.

Herkunft

Die Strelitzie gelangte erstmalig im Jahr 1773 nach Europa. Der Botaniker, Naturforscher und Leiter des Botanischen Gartens von London Joseph Banks benannte sie zu Ehren der Gemahlin von König Georg III., der Königin Sophie Charlotte, geborene Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz. Der Name Strelitzia reginae bedeutet Königs-Strelitzie. Das Herzogtum Neustrelitz wählte die Strelitzie zur Repräsentationsblume.

Eigenschaften

Eigenschaften

Die Strelitzie oder Strelitzia gehört zur Familie der Strelitziengewächse oder Strelitziaceae und zur Gattung der Ingwerartigen (Zingiberales). Strelitzia reginae erreicht eine Wuchshöhe von ca. 1,80 bis 2 m, im Topf höchstens 80 cm bis 1,5 m. Sie ist immergrün und krautig. Ihre prächtigen orangefarbenen Blüten entwickelt sie erst nach mehreren Jahren. Durch Verzweigung der Rhizome entstehen horstartige Bestände. Die Blätter sind groß und haben glattrandige und eilängliche Spreiten.

Standort

Standort
Die Strelitzie bevorzugt einen hellen Standort bei Temperaturen von 8 bis 18° C. Am leichtesten gelingt das Pflanzen in einem Kübel mit einer Drainageschicht aus Tonkügelchen oder Kieselsteinen. Sie gedeiht besonders gut in lehmhaltiger, nährstoffreicher, durchlässiger und feuchter Erde. Mit Kübelpflanzen- oder normaler Blumenerde kommt sie auch zurecht. Strelitzien können als Zimmerpflanze, im Wintergarten oder als Kübelpflanze im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon gepflanzt werden.

Gießen und Pflege

Gießen und Pflege
Vor der Überwinterung benötigt die Strelitzie viel Wasser. Je größer sie wird, umso mehr steigt ihr Wasserbedarf. Auch eine regelmäßige Beigabe von Flüssigdünger wirkt sich positiv aus. Sämlinge sollte man nicht düngen. Alte Blätter kann man hin und wieder entfernen. Von einem Schnitt ist abzuraten.

Winterruhe

Die Strelitzie ist nicht winterhart. Sie verträgt Dunkelheit und Kälte nicht und benötigt deswegen ab Herbst (spätestens, wenn sich die Temperaturen bei Nacht im einstelligen Bereich befinden) Winterruhe bis Ende Mai, nach der Zeit der Eisheiligen. Dies gilt insbesondere für Strelitzien, die draußen im Garten stehen. Während der Ruhephase bündelt die Pflanze ihre Energie, um im Frühjahr Blätter und Blüten bilden zu können. Zimmerpflanzen suchen sich den Zeitpunkt ihre Ruhepausen selbst aus. Diese sind meistens kürzer. Holt man die Pflanze aus dem Freien ins Haus, sollte sie zunächst auf Schädlinge und Krankheiten überprüft werden. Gegebenenfalls ist der Topf zu wechseln.

Winterquartier

Strelitzien, die über den Frühling und Sommer im Freien stehen, benötigen für ihr Winterquartier einen hellen Standort mit Temperaturen ab 10° C und mittlerer Feuchtigkeit. Reguläre Zimmertemperaturen um die 20° C sind ungeeignet. Ein Standort in der Nähe von Heizungen ist zu vermeiden, da die Luft dort zu trocken ist. Dasselbe gilt für die Nähe von zugigen Treppenhäusern und undichten Fenstern, sowie Fenstern an der Nordseite. Bei niedrigeren Temperaturen benötigen sie häufiges Gießen. Verfügt man über einen Wintergarten, kann man die Strelitzie ab Januar ihr Winterquartier dorthin verlegen. Stellt man sie zu früh dort auf, kann das zu Blühstress führen und entsprechend zu einer geringeren Chance auf Blüten. Auch während der Zeit im Winterquartier kann die Pflanze Opfer von Schädlingsbefall wie Schildläusen oder Krankheiten werden. Sie ist deswegen regelmäßig darauf zu kontrollieren.

Bewässerung

Eine ausreichende Bewässerung des Wurzelballens muss immer gewährleistet sein. Es gilt jedoch, Staunässe zu vermeiden. Die oberste Schicht der Erde darf abtrocknen.

Pflege

Im Winterquartier ist auf die Düngung zu verzichten.

Expertentipp

Nach Beendigung der Winterruhe ist der ideale Zeitpunkt, um die Strelitzie umzutopfen, falls der Topf zu klein ist, die Pflanze geteilt werden soll oder es im Winterquartier zu einem Schädlingsbefall gekommen ist. Ein neuer Topf sollte doppelt so groß sein wie der Wurzelballen der Strelitzie. Stellt man die Pflanze nach der Winterruhe wieder nach draußen, sollte sie in den ersten zwei Wochen am besten im Halbschatten stehen.

5/5 - (2 Bewertungen)

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Bildquellen:

© pixabay.com/Studio-Dee
© www.istockphoto.com/wjarek
© www.istockphoto.com/ffaber53
© www.istockphoto.com/VickyRu

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Die neusten Kommentare

Gerade populär