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Heckenpflanzen

Thuja im Topf halten

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Thuja im Topf halten

Die Thuja ist auch als Lebensbaum bekannt. Besonders häufig werden die Gewächse als Solitärpflanzen sowie als Sichtschutz und Windfang in Form von Hecken verwendet. Worauf bei der Kultur im Kübel zu achten ist, erklärt der folgende Ratgeber.

Standort

Einen Standort für Thuja zu wählen ist einfach, denn das Gewächs benötigt lediglich viel Sonne und einen geschützten Platz. Die Südseite und die Nähe zu einer Wand sind daher ideal. Starker Regen und Zugluft sind ebenfalls zu vermeiden.

Pflanzgefäß

Pflanzgefäß


Töpfe beziehungsweise Kübel für die Thuja sollten die folgenden Kriterien erfüllen:

  • hohes Maß an Standsicherheit
  • doppelte Breite und Tiefe des Wurzelballens aufweisen
  • mit Wasserablauf ausgestattet sein

Optimal sind beispielsweise Tontöpfe, die am Boden mit einer Drainageschicht versehen werden können.

Substrat

Substrat
Ideal ist ein sandiger, kalkhaltiger und lehmiger Boden. Vor allem in der Kübelkultur muss das Substrat auch im Sommer durchgängig leicht feucht bleiben. Eine gute Speicherfähigkeit ist daher eine wichtige Eigenschaft. Diese sorgt zugleich dafür, dass der Pflegeaufwand geringer ausfällt.

Gießen

Gießen
Regelmäßiges Gießen ist bei der Kübelkultur von entscheidender Bedeutung. Die Erde sollte weder im Sommer noch im Winter vollständig durchtrocknen. Da die Thuja gut kalkverträglich ist, kann normales Leitungswasser verwendet werden.

Ebenso möglich sind jedoch:

  • Regenwasser
  • gefiltertes oder abgestandenes Leitungswasser
  • unbehandeltes Aquarien- oder Teichwasser

Der Vorteil hieran ist, dass das Wasser nicht zum Kalkgehalt der Erde beiträgt. Dadurch kann die Häufigkeit des Umtopfens reduziert werden. Zudem wird die Nährstoffaufnahme durch die Wurzeln verbessert. Ein weiterer Vorzug des weicheren Wassers aus Teich und Aquarium ist, dass es bereits Nährstoffe enthält. Hierdurch lässt sich der Aufwand für die Düngung ebenfalls verringern.

Düngen

Den Lebensbaum zu düngen, ist ausgesprochen einfach. Empfehlenswert ist eine einmalige Gabe von Langzeitdünger zwischen März und Juli. Spezieller Lebensbaum- und Zypressendünger ist eine gute Wahl. Koniferen Langzeitdünger kann ebenfalls zum Einsatz kommen.

Verschnitt

Gerade in der Kübelkultur sollte das Wachstum der Thuja eingeschränkt werden. Der passende Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr vor dem ersten Austrieb. Geschnitten wird von oben nach unten und seitlich in der gewünschten Form. Darüber hinaus sollte ein Verschnitt immer dann erfolgen, wenn:

  • Zweige abgeknickt sind
  • sich vertrocknete Pflanzenteile finden
  • ein Schädlingsbefall vorliegt
  • verfärbte oder erkrankte Abschnitte auftreten

Umtopfen

Das Umtopfen beziehungsweise ein Erdwechsel sollte immer dann durchgeführt werden, wenn das Pflanzgefäß zu klein wird oder die Erde verbraucht ist. In der Regel ist das aller zwei bis drei Jahre der Fall. Falls Wurzeln bereits aus den Ablauflöchern wachsen, ist ebenfalls ein neues Pflanzgefäß dringend angeraten. Der Vorgang gestaltet sich wie folgt:

Reinigung

Das alte Substrat sollte gründlich von der Wurzel entfernt werden. Hierzu bietet es sich an, den Wurzelballen zunächst trocken zu reinigen und im Anschluss abzuspülen. Hierdurch wird das Risiko für Krankheiten und einen Befall mit Parasiten verringert.

Topfwahl

Standsicherheit, Größe und Wasserablauf sind die entscheidenden Kriterien bei der Wahl des Kübels. Die zweifache Größe des Wurzelballens ist ideal.

Drainage

Zwar sollte der Lebensbaum regelmäßig gegossen werden, Staunässe bekommt der Pflanze aber ebenfalls nicht. Eine Drainage am Boden des Pflanzgefäßes wirkt vorbeugend. Empfehlenswert ist eine Kombination aus Kies, Sand und Tonscherben. Hierdurch kann das Wasser nicht nur ablaufen, sondern wird auch effektiv von den Wurzeln ferngehalten.

Zeitpunkt

Das Umtopfen sollte im Frühjahr erfolgen. Am besten ist es, die Maßnahme vor dem Auftreten der ersten neuen Triebe durchzuführen. Hierdurch erhält die Pflanze einen neuen Schub an Nährstoffen und das Wachstum wird gefördert.

Nährstoffe

Wenn frische, nährstoffreiche Erde verwendet wird, ist zusätzlicher Dünger nicht erforderlich. Allerdings kann auch Kompost untergemischt oder ein Langzeitdünger eingegeben werden.

Überwinterung

Wie die Überwinterung von Thujen in der Kübelkultur erfolgen muss, hängt von drei Faktoren ab:

  • Zuchtform des Lebensbaums
  • Standort
  • Größe des Pflanzgefäßes

Je mehr Erde dem Gewächs zur Verfügung steht, desto geringer muss der Schutz ausfallen. Zudem finden sich Zuchtformen, die eine hohe Winterhärte aufweisen. Diese sind ideal für Regionen mit langen und sehr kalten Wintern geeignet.

An exponierten Standorten ist ein Schutz dennoch wichtig. Dieser sollte aus verschiedenen Elementen bestehen.

Darunter:

    • letzte Düngung spätestens im Juli durchführen
    • Topf von unten isolieren, beispielsweise durch Styropor oder eine Europalette
    • Pflanzgefäß mit isolierendem Material umwickeln, geeignet sind Jute, Gartenvlies und Folie

Falls der Standort sehr windig ist, kann eine Überwinterung im Haus angeraten sein. Sie sollte im Hellen erfolgen und frostfrei sein. Das Substrat darf auch während der kalten Jahreszeit nicht austrocknen.

Mögliche Pflegefehler

Bei dem Lebensbaum handelt es sich grundlegend um ein pflegeleichtes Gewächs. Die Kultur im Kübel ist zwar aufwendiger als im Freiland, erfordert aber dennoch vergleichsweise wenig Aufwand. Pflegefehler können allerdings auftreten. Bei diesen handelt es sich unter anderem häufig um:

Falsches Substrat

Erde, die zur Verdichtung neigt oder schnell austrocknet, ist ungeeignet. Sie erhöht den Aufwand für die Pflege, da häufiger gegossen werden muss. Zudem kann es vor allem im Sommer sehr einfach zum vollständigen Austrocknen kommen und Pflanzenteile können Schäden erleiden.

Fehlende Flüssigkeit

Ins Freiland gepflanzt ist der Lebensbaum meist in der Lage, kurze Trockenzeiten zu überstehen. Das gilt zumindest dann, wenn die Pflanze gut angewachsen ist und ausreichend Zeit zur Ausbildung eines umfassenden Wurzelballens hatte. In einem Topf steht die Thuja hingegen deutlich weniger Substrat und damit auch eine geringere Reserve an Flüssigkeit. Vor allem im Hochsommer sollte daher am besten täglich überprüft werden, ob die Erde noch ausreichend feucht ist.

Nährstoffmangel

Verbrauchte Erde durch eine zu seltene Düngung oder fehlendes Umtopfen führt zu einer Unterversorgung. Das Resultat ist ein verringertes Wachstum, eine erhöhte Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten.

Radikaler Verschnitt:

Wenn die Größe des Lebensbaums begrenzt werden soll, muss ein regelmäßiger und häufiger Verschnitt erfolgen. Das Kürzen der Triebe kann auch mehrfach jährlich durchgeführt werden, um besonders schonend zu sein. Denn hierdurch geht jeweils nur eine geringe Menge an Grün verloren. Reserven lassen sich hierdurch schonen und die Thuja wird nicht zu stark geschwächt.

Expertentipp

Ein radikaler Verschnitt kann zum Eingehen der Pflanze führen. Es ist weiterhin möglich, dass sie an einigen Stellen kahl bleiben. Wichtig ist es daher, bei einer angestrebten Form und Größe häufig kleinere Verschnitte durchzuführen und das Gewächs im Anschluss mit Dünger zu versorgen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Thujen eignen sich besonders gut für die Kübelkultur?

Die Varianten Brabant und Smaragd sind ideal. Generell sollten Zuchtformen gewählt werden, die klein bleiben und gut winterhart sind.

Wie oft sollte der Lebensbaum verschnitten werden?

Möglichst jedes Jahr ist ein Verschnitt angeraten, damit die Pflanze kompakt bleibt und dicht wächst. Bei einem zu seltenen Verschnitt neigt das Gewächs zum Verkahlen.

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