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Heckenpflanzen

Thuja schneiden – der richtige Zeitpunkt

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Thuja schneiden - der richtige Zeitpunkt

In vielen deutschen Gärten ist sie anzutreffen: die Thuja. Gartenbesitzer nutzen sie als Hecke, weil sie schnellwüchsig bzw. immergrün ist und hierdurch einen guten Sichtschutz bietet. Aufgrund ihres zügigen und starken Wachstums ist es jedoch notwendig Thujen regelmäßig zu beschneiden, da sie sonst unkontrolliert austreiben würden. Hierdurch werden umliegende Pflanzen in ihrem Wachstum behindert oder gar geschädigt. Zu welchem Zeitpunkt und vor allem wie Sie Ihre Thuja richtig schneiden, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wissenswertes

Wissenswertes


Die Thuja wird im Volksmund Lebensbaum genannt. Sie gehört zur Gattung der Zypressengewächse (Cupressacea) und ist der Kategorie der Kiefernartigen, Pinales, zugeordnet. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet ist Nordamerika sowie der Osten Asiens.

Thujen sind immergrüne Bäume bzw. Sträucher, wobei der bislang größte bekannte Baum der Gattung eine Höhe von 53 Metern erreicht hat. Sie besitzen schuppenförmige Blätter, die gegenständig in vier Reihen an den Zweigen angeordnet sind. Im agrikulturellen Bereich werden Thujen wegen ihres robusten Holzes angebaut und in der Holzindustrie zum Beispiel als Ersatz für Lärchenholz verwendet.

In Gärten werden Lebensbäume als Zierpflanzen genutzt, obwohl all ihre Pflanzenteile giftig sind. Das Holz, die Zapfen bzw. die Zweige und Zweigspitzen können im Falle von Hautkontakt zu Irritationen bzw. Ausschlag führen. Allergische Reaktionen sind zusätzlich möglich. Ein Verschlucken von Pflanzenteilen kann lebensbedrohliche Folgen haben, da es zu Krampfanfällen, Organschäden und Atemstillstand kommen kann. Beim Beschneiden der Thuja ist somit besondere Vorsicht geboten.

Optimaler Zeitpunkt zum Beschnitt

Optimaler Zeitpunkt zum Beschnitt
Thujen wachsen nicht weiter, sind sie bis auf das Holz zurückgeschnitten worden. Folglich sollten Sie beim Rückschnitt Ihres Lebensbaumes mit gutem Augenmaß arbeiten, um die Pflanze nicht zu schädigen.

Eine Thuja wächst mit bis zu 50 Zentimetern pro Jahr recht schnell, demnach ist ein mehrfaches Zurückschneiden sinnvoll. Experten empfehlen die Seiten des Lebensbaumes zwei- bis viermal im Jahr zu stutzen. In der Höhe sollte ein Schnitt erfolgen, wenn die Thuja ihre gewünschte Größe überschritten hat. Die ideale Zeit zum Einkürzen der Pflanze ist der Frühling von Mai bis Anfang Juni oder die frostfreie Zeit des Herbstes.

Worauf beim Beschneiden geachtet werden muss

Thujen können ohne einen Beschnitt viele Meter groß werden. Beim Schneiden hochgewachsener Exemplare ist die Arbeitssicherheit von besonderer Bedeutung. Eine Leiter sowie ein stabiles, scharfes Schneidwerkzeug sind unerlässlich.

Da bei einem radikalen Schnitt die Gefahr besteht, dass der Lebensbaum zu stark beschnitten wird, sollten Sie sich vorher genau überlegen, wie weit Sie Ihre Pflanze zurückschneiden möchten. Für Thujen empfiehlt es sich, sie an einem bewölkten bzw. leicht regnerischen Tag zu kürzen. Das Holz lässt sich hierdurch einfacher durchtrennen und die Pflanze ist im Fall von ungewollt zugefügten Schnittwunden vor dem Austrocknen geschützt.

Expertentipp

Um Ihre Thuja vor einem Fehlschnitt bzw. einem schädigenden Kurzschnitt zu bewahren, können Sie vor dem Beginn der Arbeiten eine Schnur als Leitfaden spannen. Befestigen Sie diese entlang des Bereiches, den Sie schneiden möchten und Sie erhalten einen regelmäßigen und geradlinigen Schnitt.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele unterschiedliche Thuja Arten gibt es?

Es existieren fünf verschiedene Arten von Thujen. Die Abendländische Thuja und die Riesen Thuja in Amerika, der Japanische Lebensbaum sowie die Koreanische und die Sichuanische Variante.

Woran lassen sich Thujen unterschiedlicher Art unterscheiden?

Eindeutiges Unterscheidungsmerkmal der einzelnen Formen ist der Duft ihrer Blätter. Werden diese zerrieben, treten je nach Gattung unterschiedliche Aromen aus, die charakteristisch für die jeweilige Art sind.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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