Veilchen erstrahlen im Frühling mit leuchtenden violetten Blüten, welche zudem einen angenehmen Duft ausstrahlen. Am geeigneten Standort vermehren sich die Knollenpflanzen meist ganz von selbst. Doch auch eine gezielte Vermehrung ist möglich.
Veilchen vermehren sich selbst
In freier Natur vermehren sich Veilchen in aller Regel von ganz alleine, wenn sie sich am gewählten Standort wohlfühlen. Innerhalb einiger Jahre können sie durch eigenständige Vermehrung ganze Flächen besiedeln und grüne und violett blühende Teppiche bilden. Die selbständige Vermehrung geschieht sowohl durch die Bildung von Ausläufern, als auch durch Selbstaussaat. Die mehrjährigen Veilchen bilden oberirdische Ausläufer, welche sich neben der Mutterpflanze ausbreiten. Die zweite Vermehrungsmethode ist die der Selbstaussaat. Hierbei sind vor allem Ameisen behilflich. Diese tragen die reifen Fruchtkörper umher und ernähren sich von diesen. Die Samen bleiben liegen und keimen an neuen Standorten zu jungen Veilchen heran.
Veilchen kontrolliert aussäen

Ist Ihnen die Selbstaussaat zu unkontrolliert, können Sie die Samen auch selbst gezielt aussäen. Reife Samen können Sie ab März von bereits vorhandenen Veilchen einsammeln. Alternativ können Sie diese auch fertig abgepackt im Gartenhandel erwerben.
Die selbst eingesammelten Samen müssen vor der Aussaat stratifiziert, also einem Kälteschock ausgesetzt, werden. Legen Sie die gesammelten Samen für einige Tage in den Kühlschrank. Danach sind sie keimfähig und bereit für die Aussaat. Säen Sie die Samen im Zeitraum zwischen August und März entweder direkt in den Garten oder in eine Saatschale mit nährstoffarmem Substrat. Die Samen sind nicht nur Kalt-, sondern auch Lichtkeimer. Bedecken Sie sie daher nur leicht mit etwas Erde. Bestenfalls drücken Sie die Samen nur leicht an. Bewahren Sie die Saatschalen an einem kühlen Standort auf. Innerhalb weniger Wochen zeigen sich die ersten Keimlinge. Dann ist es an der Zeit, die Schalen ins Warme zu stellen und die jungen Pflänzchen weiter zu kultivieren, bis sie groß genug sind, um in separate Töpfe umgesetzt zu werden.
Veilchen teilen

Eine weitere Vermehrungsmethode ist die Teilung der Wurzelballen. Der geeignete Zeitpunkt hierfür ist im Frühjahr direkt nach der Blüte. Alternativ ist eine Teilung aber auch noch im Herbst möglich. Graben Sie den Wurzelballen vollständig aus. Eine Grabegabel kann dabei behilflich sein. Teilen Sie den Ballen mit einer sauberen und scharfen Schere oder einem Messer in zwei oder mehrere Teile. Jedes Teilstück sollte dabei über mindestens einen Trieb verfügen.
Pflanzen Sie die so erhaltenen Tochterpflanzen an andere Stellen im Garten oder in einen separaten Topf. Beim Auspflanzen sollten Sie einen Abstand von etwa 20 Zentimetern zwischen den Exemplaren einhalten, damit sich die einzelnen Pflanzen nicht beim Wachstum stören. Reichern Sie die Gartenerde bereits beim Einpflanzen mit etwas Kompost an. So werden die Pflanzen gleich zu Beginn mit ausreichend Nährstoffen versorgt und wachsen am neuen Standort schneller an.
Expertentipp
Machen Sie sich vor dem Einpflanzen ausreichend Gedanken über die Wahl des richtigen Standortes. Dieser sollte halbschattig gelegen und möglichst luftfeucht sein. Dort fühlen sich die Veilchen am wohlsten und zeigen dies auch durch ein ausgeprägtes Wachstum. Innerhalb weniger Jahre können sie durch die Methoden der eigenständigen Vermehrung große Flächen einnehmen.
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