Der Viburnum tinus – bekannt als Mittelmeer-Schneeball – gehört zu den immergrünen Sträuchern. Die besondere Pflanze versüßt selbst die tristen Wintermonate, denn die Blütezeit des Viburnum tinus liegt in den Monaten von November bis April. Der üppige Strauch erreicht eine Wuchshöhe von von rund 3,5 Metern und wird in der Regel rund einen Meter breit.
Viburnum tinus – der attraktive Winterblüher
Auch wenn der pflegeleichte Mittelmeer-Schneeball – je nach Sorte – schon im November seine ersten Blüten öffnet, folgt die Hauptzeit seiner Blüte erst einige Monate später. Erst im Frühjahr, zwischen März und April, öffnet der Strauch seine duftenden, weißen und rosaroten Blüten. Zudem finden sich metallisch glänzende, tiefblaue bis schwarze Beeren am Viburnum tinus.
Ist der Viburnum tinus kälte- und frostbeständig?

Auf den Winter kommt es an: Ob der Mittelmeer-Schneeball den Winter übersteht, hängt von den Temperaturen ab. Wie ihr Name besagt, ist die Heimat der Pflanze im Mittelmeerraum zu finden. Zu starker Frost setzt dem Strauch zu, seine Triebe können erfrieren und die sonst immergrünen Blätter fallen ab.
Der Viburnum tinus ist nur bedingt winterhart.
Besser ist es daher, den Mittelmeer-Schneeball in unseren Breiten in einem Kübel zu halten. Auf Balkon oder Terrasse steht die Pflanze geschützt und kann – falls erforderlich – zum Überwintern ins Haus gebracht werden.
Alles in allem ist der Mittelmeer-Schneeball ein echter Blickfang und eine Bereicherung für jeden Grünanlage. Besonders dann, wenn Sie einen mediterranen Garten oder eine Terrasse im mediterranen Stil anlegen möchten, sollte der Viburnum tinus nicht fehlen. Ganz gleich, ob Kübel oder Beet, in den Sommermonaten sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Ihr Viburnum tinus nicht austrocknet. Halten Sie Ihren Schneeball feucht und vermeiden Sie Staunässe.
Vorsicht: Hübsch und giftig!

Die Steinfrüchte des Viburnum tinus, die für lange Zeit am Strauch verbleiben, sind für Menschen und Tiere giftig. Neben den Früchten, weisen auch Blätter und Rinde des Schneeballs eine nicht zu unterschätzende Giftkonzentration auf. Der Verzehr von Pflanzenteilen führt zu Vergiftungserscheinungen wie beispielsweise Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. In sehr seltenen und schweren Fällen kommt es zu Atemnot und Herzrhythmusstörungen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt.
Da Hautkontakt zu allergischen Reaktionen führen kann, sollten Sie sich beim Schnitt der Pflanze schützen. Tragen Sie – neben Handschuhen – geeignete Kleidung, die Ihren Körper vollständig bedeckt.
Expertentipp
Wenn Sie möchten, können Sie den Mittelmeer-Schneeball durch Stecklinge vermehren. Vorausgesetzt, es handelt sich bei Ihrem Exemplar um eine nicht veredelte Sorte. Sie müssen dazu lediglich rund 15 Zentimeter lange Kopfstecklinge abschneiden. Bevor Sie die Triebe in feuchte Anzuchterde stecken, sollten Sie die unteren Blätter entfernen. Stellen Sie die Töpfe anschließend an einen halbschattigen und warmen Ort. Gießen Sie die Stecklinge regelmäßig. Die beste Zeit, um Stecklinge zu schneiden, ist der Sommer.
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