Waldmeister ist wie es sein Name bereits verrät ursprünglich ein Waldbewohner. Er ist bekannt durch sein Aroma, mit dem er Süßspeisen wie Wackelpudding sowie Tee und Bowlen bereichert. Wer ihn in den eigenen Garten pflanzen will, sollte einige Aspekte beachten in Bezug auf den Standort. Und wie sieht es eigentlich mit dem Pflegeaufwand aus?
Ein sonnig warmer Standort? Fehlanzeige!
Würde man den Waldmeister an einen vollsonnigen Standort pflanzen, würde er sich wahrscheinlich quälen und nur eine kurze Lebensdauer haben. Ganz anders verhält es sich im Schatten. Das Kraut wächst gern in Laubwäldern und bevorzugt dabei Buchenwälder. Im Garten kommt ihm ein halbschattiger bis schattiger Standort zugute. Dort können Sie ihn im Herbst oder Frühjahr pflanzen. Gern wird er als Unterpflanzung von Gehölzen verwendet, da er sich im Schatten der Bäume beinahe wie Zuhause fühlt und andere Kräuter sich an einem solchen Standort schwertun.
Auch auf dem Balkon kann Waldmeister wachsen. Südbalkone eignen sich jedoch nicht. Hingegen sind Balkone, die in Richtung Osten und Norden ausgerichtet sind, ideal. Dort kann der Waldmeister im Schatten bzw. mit wenig direkter Sonneneinstrahlung gedeihen.
Das passende Substrat für den Waldmeister

Ebenso wie die Lage sollte der Boden auf die natürlichen Bedürfnisse des Waldmeisters ausgerichtet sein. Das Gewächs hat einen hohen Bedarf an Humus. Wählen Sie daher ein humoses Substrat. Es sollte nährstoffreich und durchlässig sein. Ideal wäre ein pH-Wert im sauren Bereich. In seiner gesamten Vegetationszeit sollte der Waldmeister eine feuchte, aber nicht nasse, Erde vorfinden können.
Muss Waldmeister gegossen werden?

Wenn Sie Ihren Waldmeister an einen sonnigen Standort gepflanzt haben, ist es überaus bedeutsam, ihn regelmäßig zu gießen. Er verträgt weder Hitze noch Trockenheit. Verwenden Sie im Idealfall zum Gießen kalkarmes Wasser wie Regenwasser. Ansonsten ist es nicht notwendig, dieses Kraut mit zusätzlichem Wasser zu versorgen. Lediglich in längeren Trockenzeiten sollte die Gießkanne geschwenkt werden, um den Waldmeister vorm Austrocknen zu bewahren. Zusätzlich kann es hilfreich sein, den Waldmeister mit einer Mulchschicht zu versehen.
Düngen – wirklich notwendig oder nicht?
Bereits beim Pflanzen ist es sinnvoll, eine Erde mit einem hohen Nährstoffgehalt zu wählen. Der Waldmeister mag keine mageren Böden, die womöglich noch einen beachtlichen Gehalt an Sand aufweisen. Sollte die Erde zu nährstoffarm sein, ist es ratsam, den Waldmeister im März zu düngen. Hierfür eignet sich Kompost am besten. Doch generell sollte Waldmeister nicht im ersten Standjahr gedüngt werden. Eine Düngergabe empfiehlt sich erst ab dem zweiten Standjahr.
Den Waldmeister schneiden
Diese Wildpflanze zeigt sich auch im Hinblick auf das Schneiden unkompliziert. Sie muss nicht geschnitten werden, sondern kann ungehindert wachsen und bleibt dennoch gesund. Zudem ist sie kleinwüchsig, was einen Schnitt nicht erforderlich macht. Grundsätzlich ist es nur dann empfehlenswert, den Waldmeister zu schneiden, wenn Sie ihn ernten wollen. Dazu werden die Stängel mitsamt den Blättern vor dem Einsetzen der Blüte abgeschnitten. Den Schnitt verkraftet die Pflanze ohne Probleme.
Expertentipp
Achtung: Waldmeister ist sehr dominant. Andere Kräuter verdrängt er gern aus seiner unmittelbaren Nachbarschaft. Halten Sie daher am besten zu anderen Gewächsen einen Abstand von mindestens 30 cm
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