Viele Pflanzen in der freien Natur müssen sich nicht hinter gezüchteten Ziergewächsen verstecken. Auch sie schenken faszinierende Eindrücke für die Sinne. Wildblumen strahlen eine idyllische Harmonie aus. Naturnahen Gärten verleihen sie ein stimmiges Ambiente und bieten Bienen und Schmetterlingen Nahrung sowie artgerechte Lebensräume.
Zauberhafte Blumenwiesen
Farbintensive Blüten, die sich an grazilen Stängeln im Wind wiegen, sind der Inbegriff für Leichtigkeit und Lebensfreude. Dazwischen sorgen schmale Grashalme für Stabilität und Auflockerung. Gut durchlässige und nicht gedüngte Böden bilden die Voraussetzung für Magerwiesen. Im Juli und Oktober mähen genügt. Das Mähgut sollte nicht auf der Wiese verbleiben, damit das Erdreich keine zusätzlichen Nährstoffe aufnimmt. Ein- und zweijährige Pflanzen säen sich immer wieder selbst aus. Zum Anlegen einer Blumenwiese eignen sich folgende Wildblumen:
- Acker-Witwenblume (ausdauernd)
- Akelei (mehrjährig)
- Arnika (ausdauernd)
- Johanniskraut (ausdauernd)
- Klatschmohn (zweijährig)
- Königskerze (zweijährig)
- Kornblume (einjährig)
- Leinkraut (ausdauernd)
- Lichtnelke (zweijährig)
- Margerite (ausdauernd)
- Natternkopf (zweijährig)
- Odermennig (ausdauernd)
- Schafgarbe (mehrjährig)
- Scharfer Hahnenfuß (ausdauernd)
- Wegwarte (ausdauernd)
- Wiesenglockenblume (zwei- bis mehrjährig)
- Wiesensalbei (ausdauernd)
- Wilde Möhre (zweijährig)
Der Fachhandel bietet Saatgut für Blumenwiesen mit oder ohne Gräser an. Samen auf einer Wiese in der Umgebung sammeln, trocknen und im Garten aussäen verspricht langfristigen Erfolg, denn diese Gewächse passen sich den regionalen Bedingungen besser an.
Wildstauden für den Garten

Statt Blumenwiese besteht die Möglichkeit zur Planung eines Staudengartens mit Spezies aus Feld und Flur. Damit später hohe Pflanzen nicht die Sicht auf niedrige Arten versperren, lohnt sich vorab ein Blick auf die Wuchshöhe. Von Interesse dürften zudem die Farben und die Blühzeiten sein, um einen ausgeglichenen Mix zu erreichen.
Blutweiderich
Wuchshöhe bis 120 cm, aufrechte Ähren mit purpurroten Blüten von Juni bis September.
Ideal für feuchte Lagen wie Bachlauf und Teichrand.
Bärlauch
Ca. 30 cm, weiße Blüten an kugeligen Dolden im April und Mai.
Beliebtes Gewürzkraut, das den Halbschatten favorisiert.
Dost / Wilder Majoran
Bis 80 cm hoch, rosa-violette Blüten von Juli bis September.
Gold-Felberich
Etwa 70 cm, gelbe Blütenstängel von Juni bis August.
Färberkamille
60-80 cm, gelbe Korbblüten von Juni bis September.
Goldrute
Die Echte Goldrute (heimische Art) wächst bis zu 1 m hoch und bringt von Juli bis Oktober an langen Stängeln gelbe Blüten hervor.
Heilziest / Echte Betonie
Ungefähr 60 cm hoch, violette Blütenkerzen von Juni bis September.
Fühlt sich im lichten Schatten wohl. Findet in der Phytotherapie (Tee, Tinktur) Verwendung.
Mädesüß
50-150 cm, weiße Blütenstände mit süßlichem Duft von Juni bis August.
Quendel / Feld-Thymian
Maximal 10 cm hoch (Bodendecker), rosa bis violette Blüten von Mai bis August.
Rainfarn
80-120 cm, gelbe Knopfblüten von Juli bis September.
Seifenkraut
30-80 cm, hellrosa Blüten von Juni bis Oktober.
Expertentipp
Felberich, Rainfarn und Seifenkraut neigen zum Wuchern, denn sie breiten sich mittels unterirdischer Ausläufer aus. Der Entfaltungsdrang lässt sich mit regelmäßiger Teilung der Staude eindämmen. Oder alle zur Seite wachsenden Rhizome im Herbst mit einem Spaten abstechen und entfernen. Ansonsten hält eine beim Pflanzen eingebrachte Wurzelsperre die Wuchsfreudigkeit in Schach.
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