Die Calla (Zantedeschia aethiopica), eine Zimmerpflanze aus der Familie der Aronstabgewächse, beinhaltet Calciumoxalat, Oxalsäure sowie weitere relativ unbekannte jedoch giftige Scharfstoffe. Es gibt unter den verschiedenen Zuchtformen variierende Wirkstoffe.
Auswirkungen des Giftes der Zimmercalla
Bei Kontakt des Pflanzensaftes mit der Haut entstehen bereits unangenehme Reizungen. Beim Verzehr von Pflanzenteilen kann es zu einer massiven Schädigung der Magenschleimhaut kommen. Der Verzehr von Blättern hat Würgen, Erbrechen, Heiserkeit, Husten, erhöhten Speichelfluss und Durchfall bis hin zu Fieber, Schüttelfrost, Atemlähmung und zuletzt den Tod zur Folge.
Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einer Vergiftung

In jedem Fall gilt es einen Arzt zur Behandlung der Schleimhäute aufzusuchen. Vorher ist eine hohe Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser oder Tee hilfreich, ggf. eine Behandlung der Symptome.
Vergiftung bei Haustieren
Während bei einer bedrohlichen Vergiftung das Gift häufig aus dem Körper entfernt werden sollte, ist dies bei der Zimmercalla kontraproduktiv, da durch das Gift eine Reizung der Schleimhäute auftreten und es zu Atemnot kommen kann.
Der Tierarzt wird bei einer Vergiftung durch eine Zimmercalla die Stellen, die gereizt sind, kühlen und behandeln, kalziumhaltige Getränke oder Nahrungsmittel verabreichen. Zusätzlich können Schmerzmittel verabreicht und die Herz- sowie die Nierenfunktion des Tieres überwacht werden.
Expertentipp
Aufgrund der Gefahr möglicher Hautreizungen sollten Pflegemaßnahmen an einer Zimmercalla stets mit Handschuhen erfolgen. Da die Pflanze zudem überschüssiges Wasser durch Absonderungen an den Blattspitzen ausscheidet, sollte sie an einem Ort platziert werden, an den weder Kinder noch Haustiere jeglicher Art mit ihr in Kontakt kommen können. Zudem sollten die Absonderungen sofort aufgewischt werden.
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