Die Pfefferminze (Mentha spicata) aus der Familie der Lamiaceae (Lippenblütler), ist eine beliebte Würz- und Heilpflanze für den Garten, lässt sich aber auch gut im Kübel halten.
Sie kann zum Beispiel getrocknet und dann als Tee verwendet werden, frisch als Dekoration oder leicht zerstoßen für einen Mojito.
Die Einsatzmöglichkeiten der Minze sind vielfältig. Die Minze benötigt einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort, gerne etwas feuchter. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Arten. Cola Minze, Apfelminze, Zitronenminze, Erdbeerminze, Schokoladenminze, allesamt werden meistens im Frühjahr zum Verkauf angeboten und sind unterschiedlich winterhart.
Vermehrung
Sie bildet unterirdische Wurzelausläufer (Rhizome), durch die sie sich vermehrt, kann aber auch ausgesät werden.
Ebenso ist die Vermehrung durch Teil- oder Kopfstecklinge möglich.
Bei der Vermehrung durch Rhizome wird die Minze einfach im Herbst mit einem Spaten durchgeteilt und umgepflanzt.
Für die Vermehrung durch Saat lässt man die Blütenstände ausreifen und nimmt dann Saat ab. Diese wird dann im Frühjahr in Töpfe oder Aussaatschalen mit magerer Aussaaterde gesät.
Für die Vermehrung durch Stecklinge werden entweder Kopfstecklinge geschnitten, zwei bis drei voll ausgebildete Blattpaare oder Teilstecklinge, also Triebstücke, die dann in mageres Stecklingssubstrat gesteckt werden.
Überwinterung im Kübel
Minze kann sehr gut im Kübel überwintert werden. Je nach Sorte friert der obere Teil der Pflanze entweder ab, zieht sich zurück oder bleibt sogar teilweise erhalten, so dass auch im Winter noch Pfefferminze geerntet werden kann.
Der Kübel muss hierzu gut eingepackt werden. Entweder mit Noppenfolie, Sackleinen oder Bastmatten. Außerdem sollte die Minze im Winter hin und wieder gegossen werden.
Alternativ kann der Kübel mit der Minze aber auch kühl, dunkel und frostfrei gelagert werden.
Überwinterung im Freiland

Die Überwinterung von Minze im Freiland stellt den Gärtner vor keine besonderen Herausforderungen. Die Pflanze ist eine Staude, durch ihre unterirdischen Rhizome so gut wie unverwüstlich.
Sie zieht sich im Winter in die Erde zurück, der obere Pflanzenteil kann abgeschnitten werden, im Frühling treibt sie dann ganz normal wieder durch. Bei sehr starken Frostperioden empfiehlt es sich das Beet mit Tannenzweigen oder Laub zu bedecken, so wird die Pflanze geschützt.
Die Minze als Teichpflanze

Eine Sonderform der Minze stellt die Wasserminze (Mentha aquatica) dar. Sie wächst auf sumpfigen Boden in der Uferzone von Gewässern und besticht durch ihre vergissmeinnichtblaue Blüte und einen sehr intensiven Duft. Auch Insekten lieben diese Pflanze.
Bei der Wasserminze gelingt die Überwinterung meistens ohne Probleme.
Expertentipp
Alle Minzearten sind durch ihre Rhizome ausgesprochen wanderfreudig. Die Minze bleibt im Garten wo sie ist, wenn sie beispielsweise mit einer Rhizomsperre versehen wird oder sie einfach in einen Kübel mit herausgesägtem Boden gepflanzt wird.
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