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Pflanzenvermehrung

Minze – Vermehrung über Stecklinge

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Minze - Vermehrung über Stecklinge

Minzen sind eine Pflanzengattung mit 20 bis 30 Unterarten, von denen viele nicht nur als schmackhafte Küchenkräuter Verwendung finden. Wer sie stets frisch griffbereit haben möchte, kultiviert sie im Kräutergarten oder in Kübeln auf dem Balkon. Manche Gartenliebhaber pflanzen sie zudem unter Obstbäumen, da sie Ameisen abschrecken. Die pflegeleichten Kräuter lassen sich leicht auf verschiedene Weisen vermehren. Damit Tochterpflanzen genau wie ihre Mutterpflanzen schmecken, sollte man die Vermehrung über Stecklinge bevorzugen.

Entnahme von Stecklingen

Entnahme von Stecklingen


Die Vermehrung von Minze über Stecklinge ist in Innenräumen das ganze Jahr über möglich. Als bester Zeitpunkt gilt jedoch der Frühsommer kurz vor dem Einsetzen der Blüte, da die Triebe zu dieser am kräftigsten sind. Wählen Sie für die Entnahme gesunde Triebe aus, an denen sich noch keine Blütenstände gebildet haben. Denn sie haben die besten Chancen anzuwurzeln.

Schneiden Sie 10 bis 20 Zentimeter lange Stücke von jeder der ausgewählten Spitzen ab und entfernen Sie die unteren Blätter bis zur Hälfte der gesamten Länge. Entnehmen Sie mehr Stecklinge als Tochterpflanzen benötigt werden. Wurzeln alle erfolgreich an, können Sie schwache Exemplare entsorgen oder verschenken.

Anwurzeln in Wasser

Anwurzeln in Wasser
Am besten wurzeln die Stecklinge an, wenn Sie in Wassergläser gestellt werden. Wählen Sie einen warmen Standort im Halbschatten und wechseln Sie das Wasser alle zwei bis drei Tage. Manche Kräuterliebhaber geben ein Stück Holzkohle in die Glasgefäße, um das Risiko von Fäulnis zu verringern. Meist gelingt das Anwurzeln in Wasser ohne diese Zusatzmaßnahme. Bereits nach wenigen Tagen sollten sich weiß-braune Wurzelansätze zeigen. Warten Sie, bis diese mindestens 3 bis 4 Zentimeter lang sind, bevor Sie die Stecklinge in Töpfe umsiedeln.

Eintopfen der Jungpflanzen

Eintopfen der Jungpflanzen
Wählen Sie Blumentöpfe mit einem Durchmesser von etwa 30 Zentimetern oder größere Kübel, in die Sie mehrere Jungpflanzen in Abständen von 50 Zentimetern setzen können. Legen Sie eine Drainageschicht aus Kies oder Tonkügelchen an und füllen Sie den Rest der Gefäße mit Substrat auf. Die optimale Zusammensetzung hängt von der Art der Minze ab.

Bohren Sie mit einem Stock oder dem Stiel eines Löffels Pflanzlöcher und setzen Sie die jungen Minzen vorsichtig hinein, sodass sie bis zum unteren Blattpaar bedeckt sind. Achten Sie darauf, die zarten Wurzeln dabei nicht zu verletzen. Füllen Sie die Löcher mit Erde auf und gießen Sie die Pflanzen gut an. Stellen Sie die Töpfe an helle Standorte und halten Sie das Substrat besonders in den ersten Tagen gut feucht, um den Jungpflanzen die Umstellung zu erleichtern.

Anwurzeln in Substrat

Ist Ihnen das Anwurzeln in Wassergläsern zu aufwändig oder haben Sie nicht genügend Platz im Haus, können Sie die Stecklinge sofort in Pflanzgefäße mit Anzuchtsubstrat setzen. Dabei ersparen Sie sich das regelmäßige Wechseln des Wassers und das spätere Eintopfen. Die Ausfallquote ist jedoch etwas höher.

Achten Sie darauf, den Stecklingen genügend Halt zu geben, damit sie nicht umfallen und gießen Sie zu Anfang sehr vorsichtig. Denn ein zu starker Strahl könnte sie aus der Erde waschen. Es kann bis zu zwei Wochen dauern, bis Stecklinge beginnen, Wurzeln zu bilden.

Expertentipp

Bei richtiger Haltung sind Minzen sehr wuchsfreudig und breiten sich rasch aus. Aus diesem Grund muss man viele Arten etwa alle drei Jahre teilen, was eine weitere Vermehrung durch Stecklinge überflüssig macht. Legen Sie eine Rhizomsperre an, wenn Sie die Pflanzen in den Garten setzen, um zu verhindern, dass sie sich durch ihren starken Wuchs zu sehr ausbreiten oder andere Gewächse verdrängen.

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