Zitronen-Thymian (Thymus citriodorus) gehört zur Familie der Lippenblütler und ist als mediterranes Würzkraut bekannt. Die immergrünen Pflanzen schmücken Gärten, Balkone und Fensterbretter ab dem späten Frühjahr bis in den Sommer hinein mit ihren weißen bis zartrosa gefärbten Blüten. Gleichzeitig ist Zitronen-Thymian ein vielseitig verwendbares Gewürz, das Gerichte aromatisch bereichert.
Damit die Freude an den Pflanzen lange währt und sie ihre Pracht entfalten können, sollte sie regelmäßig beschnitten werden. Richtig ausgeführt, liefert Zitronen-Thymian über Jahre einen Genuss für die Sinne. Wissenswerte Informationen zum Beschnitt erhalten Sie in diesem Beitrag.
Gründe für den Beschnitt
Mit der Zeit beginnt Zitronen-Thymian von innen heraus zu verholzen. Das heißt, dass Pflanzenteile ihre Flexibilität verlieren. Der innere Bereich entwickelt sich zu einer Art Stamm bzw. zu mehreren Stämmen. Zusätzlich verlieren die Stämmchen ihre Blätter und werden kahl. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern wirkt sich auf die Qualität der Pflanzen selbst aus.
Der Ertrag der Gewürzpflanzen vermindert sich spürbar. Auch die Blüten und das weitere Wachstum werden geschwächt. Langfristig sorgt eine Vernachlässigung des Beschnitts zu einer deutlich kürzeren Lebensdauer des ansonsten recht robusten und pflegeleichten Zitronen-Thymians.
Zeitpunkt für den Beschnitt

Je nach Art des Beschnitts variiert der ideale Zeitpunkt, saisonal und in der Tageszeit. Das Abtrennen einzelner Zweige für den Gebrauch in der Küche erfolgt idealerweise am Morgen, während der Blütezeit noch vor dem Öffnen der Blüten. Der regelmäßig durchzuführende Formschnitt sollte zur gleichen Zeit erfolgen.
Etwas radikal darf der Beschnitt im Frühjahr ausfallen. Dabei sollte der letzte Bodenfrost abgewartet werden, um ein Erfrieren der Würzkräuter nach dem Beschnitt zu vermeiden. Bereits erfrorene oder abgestorbene Pflanzenteile sollten zu diesem Zeitpunkt ebenfalls entfernt werden. Im Spätherbst wird Zitronen-Thymian erneut eingekürzt. Allerdings deutlich sparsamer als im Frühjahr.
Richtige Technik

Ernte, Formschnitt und Verjüngungsschnitt, bei allen Schnitten gilt es, unterschiedliche Punkte zu beachten. Gemein haben alle, dass sauberes, scharfes Schnittwerkzeug genutzt werden muss.
Für die Ernte werden Zweige nach Bedarf geschnitten. Allerdings sollten sie nicht vollständig entfernt werden, ein Stück der grünen Zweige sollte an den Pflanzen verbleiben. Bei einem Formschnitt wird ähnlich vorgegangen. Dieser sollte regelmäßig, jedoch unabhängig von der Ernte erfolgen. Dabei werden die Kräuter ringsum gleichmäßig eingekürzt, um einem Verholzen vorzubeugen. In bereits verholzte Bereiche sollte nicht geschnitten werden. Einzelne abgestorbene Zweige dürfen und müssen an der Basis entfernt werden, sodass sich neue Triebe mit voller Kraft bilden können.
Bei dem Verjüngungsschnitt im Frühjahr werden alle Zweige 10 Zentimeter über dem Boden gekappt. Im Spätherbst werden die Zweige maximal um die Hälfte gekürzt. Andernfalls sind die Gewächse zu anfällig für winterlichen Frost.
Expertentipp
Nicht immer wird so viel Zitronen-Thymian benötigt, wie die Pflanzen hergeben. Da die Beschnitte dennoch äußerst wichtig sind, sollten sie nicht ausgelassen werden. Entsorgen Sie den Überschuss nicht, sondern trocknen Sie die Zweige zusammengebunden als Sträußchen. Dabei verstärkt sich das Aroma und das Kraut steht bei Bedarf auch in den kalten Monaten stets zur Verfügung.
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