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Zimmerpflanzen

Amaryllis richtig schneiden

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Amaryllis richtig schneiden

Amaryllis oder Ritterstern stammt ursprünglich aus den Tropengebieten Südamerikas und gehört zur Familie der Amaryllisgewächse. Das Auffälligste an der beliebten Zimmerpflanze sind ihre prachtvollen, farbenfrohen Blüten, die sie in den Wintermonaten präsentiert. Durch aufwendige Züchtungen entstanden in den letzten Jahren unzählige attraktive Sorten und Arten. Meistens blüht der Ritterstern in Rot, doch inzwischen gibt es die Pflanze auch mit lachsfarbenen, weißen oder rosafarbenen Blüten sowie gefüllte Sorten. Auch als Schnittblume für weihnachtliche Blumensträuße ist die Amaryllis äußerst dekorativ und lange haltbar.

So schneiden Sie Ihre Amaryllis richtig

Nach der Blütezeit von Amaryllis werden die tropischen Schönheiten oftmals entsorgt. Doch die mehrjährige Zwiebelpflanze blüht bei guter Pflege erneut im nächsten Winter. Sobald die Amaryllis verblüht ist, beginnt die Pflanze Samenstände auszubilden und steckt all ihre Kraftreserven in diesen Prozess. Um dies zu verhindern, sollte Verblühtes immer unmittelbar abgeschnitten werden. Im Umgang mit der Amaryllis empfiehlt es sich stets Handschuhe zu tragen, da der Pflanzensaft giftig ist.

Verwenden Sie immer desinfiziertes, scharfes Werkzeug, um Quetschungen und Verletzungen des Gewächses zu vermeiden. Da nicht alle Blüten zur gleichen Zeit verwelken, schneiden Sie diese einzeln ab, sobald sie braun geworden sind. Trennen Sie hierfür die Blüten am jeweiligen Blütenstandstiel vom Hauptstiel ab. Wenn der Hauptschaft der Amaryllis vergilbt ist, können Sie diesen auf etwa fünf Zentimeter zurückschneiden.

Amaryllis wieder zum Blühen bringen

Amaryllis wieder zum Blühen bringen


Nachdem Sie die Amaryllis zurückgeschnitten haben, wird sie ab April regelmäßig gegossen und mit Dünger versorgt. Während der Wachstumsphase bildet die Pflanze neue Blätter, die für die lebenswichtige Fotosynthese sorgen. Diese dürfen keinesfalls abgeschnitten werden und verbleiben den ganzen Sommer über an der Pflanze. Verabreichen Sie der Amaryllis alle drei Wochen einen Flüssigdünger für subtropische Blühpflanzen, damit das Tropengewächs ausreichende Nährstoffe erhält. Als Standort eignet sich ab Mitte Mai ein warmer, halbschattiger Platz auf dem Balkon oder der Terrasse. Direkte Sonnenbestrahlung sollte vermieden werden, da die Blätter ansonsten verbrennen.

Die richtige Pflege im Herbst und Winter

Die richtige Pflege im Herbst und Winter
Ab Juli können Sie sowohl das Gießen als auch das Düngen allmählich reduzieren, damit die Pflanze im August trocken steht. Ab Anfang August wird die Amaryllis weder bewässert noch gedüngt. Wenn alle Pflanzenteile ausgetrocknet sind, können Sie diese unbesorgt abschneiden. Fallen die Temperaturen im Freien unter 15 Grad Celsius, eignet sich als Standort ein kühler, dunkler Raum bei Temperaturen zwischen fünf und neun Grad Celsius. Im November können Sie die Zwiebel in ein größeres Pflanzgefäß mit frischem Substrat umtopfen, bis die Amaryllis erneut austreibt und ein neuer Blütenstiel wächst. Erst wenn ein Blütenstand mit Knospe sichtbar ist, wird die Amaryllis bedarfsgerecht gegossen, damit das Substrat gleichmäßig feucht ist. Das Pflanzgefäß stellen Sie in dieser Jahreszeit an einen warmen, hellen Standort in der Wohnung.

Wie kann ich eine Amaryllis vermehren?

Am häufigsten werden die Tropenpflanzen durch kleine Brutzwiebeln vermehrt, welche sich an der Mutterpflanze während der Ruhephase bilden. Diese kleinen Tochterzwiebeln können Sie vorsichtig entfernen und in einen Topf einpflanzen. Der richtige Zeitpunkt hierfür ist der Spätsommer, bevor die Mutterzwiebel ausgepflanzt wird. Innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre entwickeln sich aus den Brutzwiebeln prächtige Amaryllis.

Expertentipp

Bei hoher Luftfeuchtigkeit und zu warmen Temperaturen kann gelegentlich Milbenbefall auftreten, der mit bloßem Auge kaum erkennbar ist. Diese schädigen nicht nur die Pflanze, sondern rufen in einigen Fällen auch Pilzerkrankungen hervor. Mit speziellen Pflanzenschutzmitteln aus dem Handel sollte der Schädlingsbefall umgehend bekämpft werden.

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Bildquellen:

© pixabay.com/haphamcamera

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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