Schlangengurken werden auch als Salatgurken bezeichnet und sind eine beliebte Wahl für heimische Gemüsegärten. Das Kürbisgewächs gedeiht sowohl im Gewächshaus als auch im Beet und belohnt Hobbygärtner mit einer reichen Ernte, wenn die Gewächse richtig gepflegt werden.
Der richtige Standort für Schlangengurken
Schlangengurken lieben Wärme und gedeihen am besten an sonnigen Standorten. Aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegen Wind sollten Sie die Pflanzen entweder in ein Gewächshaus oder an einen windgeschützten Platz setzen, zum Beispiel hinter eine Mauer. Der optimale Boden für den Anbau von Schlangengurken ist locker, humusreich und in der Lage ausreichend Wasser zu speichern.
Schlangengurken sind Starkzehrer und sollten deshalb lediglich alle vier Jahre am gleichen Standort gepflanzt werden.
Vorzucht und Pflanzung von Schlangengurken

Junge Gurkenpflanzen wachsen sehr schnell. Möchten Sie sie im Beet oder im Gewächshaus vorziehen, sollten Sie das erst drei Wochen vor dem Auspflanzen tun. Setzen Sie dazu drei Samen in einen mindestens acht Zentimeter großen, zur Hälfte mit Anzuchterde gefüllten Topf. Die Samen sollten feucht gehalten werden und keimen am besten bei Temperaturen von 22 bis 24 Grad.
Haben sich die ersten Blätter gebildet, können Sie die Setzlinge vorsichtig auspflanzen. Die feinen Wurzeln dürfen dabei auf keinen Fall beschädigt werden. Der richtige Zeitpunkt für die Auspflanzung ist in einem beheizten Gewächshaus bereits Mitte April, ansonsten sollten Sie bis Anfang Mai warten. Zwischen den Pflanzreihen sollten etwa eineinhalb Meter Abstand liegen, innerhalb der einzelnen Reihen gilt ein Pflanzabstand von 40 Zentimetern.
Nutzung einer Rankhilfe

Schlangengurken bilden längliche Triebe, die sich über den Boden ausbreiten. Aus diesem Grund benötigen sie eine Rankhilfe, an der sie empor klettern können. Durch eine Stütze erleichtern Sie den Pflanzen das Abtrocknen nach Regengüssen und beugen zudem Fäulnis vor. In einem Gewächshaus können Sie Gurken mit Draht oder Schnüren hochbinden, für Beete im Freien eignet sich ein Rankgerüst. Neue Triebe sollten zweimal pro Woche um das Gerüst bzw. den Draht gewickelt werden.
Pflege von Schlangengurken

Eine Gurkenpflanze benötigt täglich etwa einen bis drei Liter Wasser. Erhalten Schlangengurken zu wenig Wasser, kann die Ernte bitter schmecken. Verwenden Sie abgestandenes Wasser und achten Sie darauf, dass es nicht an die Blätter gelangt. Auf diese Weise können Sie Pilzerkrankungen vermeiden. Während der Wachstumsphase freuen sich die Pflanzen zudem über regelmäßige Düngergaben in Form von Flüssigdünger.
Seitentriebe, die kürzer als 70 Zentimeter sind, sollten Sie regelmäßig auf maximal sechs Blätter einkürzen, um einen optimalen Fruchtansatz zu gewährleisten. Von den Früchten, die sich in den Blattachseln bilden, belassen Sie jeweils nur eine.
Expertentipp
Schlangengurken können nicht mit jeder beliebigen Gemüsepflanze als Nachbar gedeihen. Erbsen, Kohl und Sellerie sind beispielsweise sehr ungeeignet. Auch Tomaten sind aufgrund der sehr unterschiedlichen Ansprüche keine passenden Nachbarn. Salatpflanzen, Bohnen und Kohlrabi können hingegen ins gleiche Beet gepflanzt werden.
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