Balkone bieten hervorragende Möglichkeiten zur Gestaltung mit verschiedenen Pflanzen. Dabei ist die Wahl der Blumenerde ein entscheidender Faktor für das Wachstum der gewählten Gewächse. Das Angebot im Fachhandel ist jedoch vielfältig. Von günstiger Blumenerde vom Discounter bis zu nährstoffreichen Produkten von namhaften Markenherstellern haben Hobbygärtner die Qual der Wahl. Um Ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern, werden die Unterschiede verschiedener Blumenerden in diesem Beitrag näher erläutert.
Mögliche Optionen
Die einfachste und günstigste Möglichkeit, Balkonpflanzen mit passendem Substrat zu versorgen, ist Erde aus dem eigenen Garten zu verwenden. Die Nutzung von Gartenerde hat leider einen Nachteil, denn sie ist, was die Struktur betrifft, relativ grob. Blumenerde ist feinkörniger und damit optimal auf die Bedürfnisse von Balkonpflanzen zugeschnitten und in ihrer Struktur wesentlich stabiler. Auf diese Weise haben Balkonpflanzen mehr Halt und an besonders windigen Tagen ist keine Gefahr des Entwurzelns gegeben. Weiterhin werden diesen Produkten Nährstoffe zugesetzt. Im Fachhandel sind unter anderem folgende Produkte erhältlich:
- Anzuchterde
- Universalerde
- Kübelerde
- Komposterde
- Kräutererde
- Spezialerde
Unterschiede angebotener Produkte

Anzuchterde eignet sich durch ihren geringen Nährstoffgehalt für die Anzucht von Sämlingen. Alternativ wird Universalerde angeboten. Sie eignet sich gut für Balkonpflanzen, wobei auf den Torfgehalt geachtet werden sollte. Kübelerde ist in der Regel strukturstabil und deshalb gut für Balkonpflanzen geeignet.
Ein sehr nährstoffreiches Produkt ist Komposterde. Mit einem pH-Wert von 7 bis 8,5 eignet sie sich jedoch nicht für Pflanzen, die saure Böden bevorzugen. Möchten Sie Kräuter in Balkonkästen kultivieren, empfiehlt sich eine spezielle Kräutererde.
Weiterhin erhältlich sind sogenannte Spezialerden. Bei diesen Produkten sind Nährstoffgehalt, Struktur und pH-Wert optimal auf die jeweilige Pflanzenart abgestimmt. Spezialerde ist jedoch kostspieliger als andere Produkte. Der Einsatz ist jedoch sinnvoll, da die ausgewählten Gewächse perfekte Bedingungen vorfinden, dadurch gesund bleiben und sich hervorragend entwickeln können.
Vorsicht vor Billigprodukten
Wie bei anderen Produkten kann man auch beim Kauf von Blumenerde am falschen Ende sparen. Sehr günstige Produkte werden oft mit Torf angereichert. Torf besitzt einen sehr niedrigen pH-Wert, weshalb die meisten Pflanzen aufgrund des sauren Milieus nicht gedeihen können. Ausgenommen sind Gewächse, wie Orchideen, Primeln, Schwertlilien oder Bergenien, die saure Böden bevorzugen. Ein weiteres Problem ist, dass stark torfhaltige Erde dazu neigt, zu verhärten. Als Folge kann Gieß- oder auch Regenwasser nicht mehr aufgenommen werden und zum Verkümmern von Balkonpflanzen führen.
Bei torfarmen oder torfreduzierten Produkten beträgt der Torfanteil meist rund 80 Prozent. Etwas kostspieliger sind Blumenerden, für die statt Torf Humus, Kokosfasern oder Holzfasern als Zusatz genutzt werden. Der Mehrpreis zahlt sich aus, da Hobbygärtner länger Freude an ihren Pflanzen haben werden.
Expertentipp
Verwenden Sie jedes Jahr frische Blumenerde. Nachteilig bei zu alter Blumenerde ist, dass die Gefahr für die Ansiedlung gesundheitsschädlicher Keime gegeben ist. Auch in Bezug auf die Nährstoffe ist es besser, Blumenerde jährlich zu erneuern. Verbrauchen Balkonpflanzen vorhandene Nährstoffe nicht gleichmäßig, kann das Substrat als Folge versalzen und den Wurzeln sowie dem Wachstum der Balkonpflanzen schaden.
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