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Stauden & Ziergräser

Ballonblumen – wie winterhart sind diese Pflanzen?

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Ballonblumen - wie winterhart sind diese Pflanzen

Wenn alle anderen längst aufgeben, legt die winterfeste Ballonblume erst so richtig los: Sie ist eine sehr späte Sorte, blüht mitten in den Sommermonaten von Juli bis in den September hinein und verschönert Garten und Balkon über viele Jahre hinweg. Den Namen verdankt sie ihrer bogenförmigen geschlossenen Blüte, die sich erst mit der Sonne entfaltet und dann eine Sternform bildet.

Pflegebedürftig, aber dankbar – die Pflege der Ballonblume

Zugegeben, die unkomplizierteste Pflanze ist eine Ballonblume nicht. Sie verzeiht keine Staunässe, verlangt dennoch ein regelmäßiges Gießen und gedeiht am besten auf steinigem bis sandigem Boden, der in einem Garten oder auf einem Balkon erst einmal gegeben sein muss. Dieser sollte außerdem humus- und nährstoffreich sein und einen schwachen bis maximal schwach-sauren pH-Wert aufweisen. Sonnige bis halbschattige Lagen verträgt die Ballonblume problemlos.

Robust und winterhart – Langlebigkeit

Robust und winterhart - Langlebigkeit
Ebenso machen der Staude die kalten Wintermonate nichts aus. Selbst Temperaturen von -15°C können älteren Pflanzen nichts anhaben, teilweise überleben sie sogar -20°C. Jungpflanzen sind ein wenig empfindlicher und brauchen anfangs Frostschutz, um zu überleben. Hierzu eignet sich zum Beispiel Reisig. Kurz nach der Blüte empfiehlt sich ein radikales Kürzen der Ballonblume; bis hin zum Boden. Das fördert das Überwintern und im Sommer sprießt sie wieder in all ihrer Farbenpracht.

Groß und besitzergreifend – viel Platz ist gefragt

Groß und besitzergreifend - viel Platz ist gefragt
Die Glockenblumengewächse können – je nach Sorte – eine beachtliche Größe erlangen. Ihr Wachstum geht nicht nur bis zu 70 cm nach oben, sondern kann sich auch auf einer Fläche von 30 x 30 cm ausbreiten. Die Blüten selbst haben nicht selten einen Durchmesser von 7 cm und der Name Platycodon Grandiflorus alleine verrät schon, dass die Blüten besonders groß werden. Für den Balkon benötigen Sie also eine größere Fläche zur Anpflanzung. Manche Sorten bleiben aber auch bei etwa 15 cm Höhenwuchs stehen und breiten sich weniger stark aus.

Expertentipp – wie Sie die Ballonblume motivieren

Bei Staunässe oder auch einer Trockenperiode verwelken Blumen schnell. Doch damit ist noch keine Katastrophe geschehen – wenn Sie nämlich die welken Blätter und Blüten einfach abschneiden, steckt die Ballonblume all ihre Energie wieder in die Neubildung, was sie auch entsprechend fördert.

Für den Winter müssen Sie sich keine große Mühe machen: Sie überlebt problemlos, sollte aber nur gegossen werden, wenn es draußen nicht friert.

Häufig gestellte Fragen

Hat die Ballonblume auch andere Verwendungen als den der Dekopflanze?

Im mitteleuropäischen Raum ist keine bekannt, jedoch nutzt man sowohl die Blätter als auch die Wurzeln in vielen Gebieten Asiens gerne in der traditionellen Kulinarik. Hierzu erfordert es jedoch Wissen, denn den älteren Blättern sowie den Blüten wird eine leicht toxische Wirkung nachgesagt.

Woran kann es liegen, dass schlechter Geruch in der Nähe der Ballonblume wahrzunehmen ist?

Das kann mehrere Ursachen haben. Wenn der Boden zu feucht oder nass gehalten wird, kann dies zu einer Art Pilz und dadurch zur schlechten Geruchsbildung führen, es kann aber auch daran liegen, dass eine beigegebene Erde beispielsweise mit sehr viel Dünger versehen ist. Der Pilz führt in absehbarer Zeit zu einer Wurzelfäule und kann diese sogar komplett zersetzen. Ein zusätzliches Merkmal hierfür ist, dass die Blätter sich langsam leicht gelblich färben. Als einzige Gegenmaßnahme sollten Sie die Ballonblume schnellstmöglich in möglichst trockenes Substrat umsetzen; dies tötet den Pilz langsam ab, da ihm die Nässe fehlt, und kann bei zeitnahem Erkennen Ihre Ballonblume retten.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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