In heimischen Gärten ist der Bambus immer mehr zu sehen, denn neben seiner Eigenschaft als pflegearmer Sichtschutz ist er auch schön anzusehen und bringt etwas Außergewöhnliches in den Garten.
Der Bambus ist eine Unterfamilie der Familie der Süßgräser und besteht aus etwa 116 Gattungen. Nur in Europa tritt er nicht in der Natur auf. Jedoch ist er eine sehr beliebte Pflanze für heimische Gärten.
Wenn Sie einen Bambus züchten wollen, dann wird Ihnen der folgende Beitrag helfen.
Auswahl der Sorte
Die Auswahl der Sorte hängt vor allem davon ab, wie hoch er denn wachsen soll. Werden manche Sorten nicht geschnitten, sollten Sie sich über eine Höhe von 9 Metern nicht erschrecken. Zudem sollten Sie bedenken, dass die meisten Sorten sich durch Ihre Rhizome schnell ausbreiten können. Das kann je nach Wunsch positiv oder negativ aufgefasst werden.
Das Anpflanzen
Der Bambus lässt sich problemlos einpflanzen. Der ideale Zeitpunkt dafür ist der Frühling. Dazu heben Sie ein etwas größeres Loch aus, platzieren eine Wurzelsperre in die Erde und setzen den Bambus mit ein wenig Blumenerde ein. Ansonsten benötigt der Bambus einen weichen und feuchten Boden. Ideal ist daher eine Platzierung an einem Teich, dies ist aber nicht zwingend.
Die Pflege

Die Pflege eines Bambus ist recht anspruchslos, aber es sind ein paar Punkte zu beachten. Zum einen ist als Dünger salzarmen organischen Dünger geeignet. Jedoch treibt der Bambus in aller Regel so schnell, dass eine Düngergabe nicht erforderlich ist. Auch Gießen müssen Sie den Bambus nur selten. Er bevorzugt feuchte Erde. Steht er nicht nah an einem Teich sollte er somit bei längeren Trockenperioden gewässert werden, ansonsten wird es nicht erforderlich sein. Der Bambus ist dabei sehr schnittverträglich und kann ruhig mehrmals im Jahr gestutzt werden. Abgestorbene Triebe sollten jedoch sowieso entfernt werden.
Vermehrung
Der Bambus kann sehr einfach durch seine Rhizome vermehrt werden, sofern Ihre Sorte auch welche bildet. Dazu graben Sie einen Teil der Wurzeln aus und schneiden ein Stück, am besten eines mit aus welchem bereits ein Jungtrieb wächst, heraus. Dieses Stück können Sie nun nach Belieben verpflanzen. Alternativ ist natürlich auch eine Vermehrung durch Aussaat möglich.
Expertentipp
Der sicherlich wichtigste Tipp bezüglich des Einpflanzens eines Bambus ist, dass Sie sein Wachstum einschränken sollte. Uneingeschränkt kann der Bambus bis zu einem 100 Quadratmeter großen Feld heranwachsen. Das liegt daran, dass die Wurzeln Rhizome bilden und aus Ihnen weitere Triebe wachsen. Hat der Bambus erst einmal angefangen zu wuchern, ist er kaum noch aufzuhalten. Daher sollte Sie eine Wurzelsperre mit eingraben, denn das grenzt das Wachstum des Bambus auf den von Ihnen gewählten Bereich ein. So werden Sie den Anblick Ihres Bambus auch dauerhaft genießen können.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich den Bambus wieder entfernen?
Wurde keine Wurzelsperre mit eingegraben, ist der Bambus nur sehr schwer zu entfernen. Dazu müssen die Wurzeln komplett entfernt werden, da ansonsten neue Triebe aus den Rhizomen wachsen. Graben Sie mindestens 50 Zentimeter tief und gehen Sie das Bambusfeld Abschnitt für Abschnitt durch. Achten Sie dabei darauf, dass keine Einzelteile im Boden verbleiben.
Welche Bambusart bildet keine Rhizome?
Einige, wie beispielsweise der Schirmbambus.
Ist der Bambus winterhart?
Nein, nicht jede Sorte ist winterhart. Sorten, die den Winter auch ohne Ihre Hilfe problemlos überstehen, sind beispielsweise der Schirmbambus und der Flachrohrbambus.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare