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Exotische Pflanzen

Bananenpflanze vereinzeln

Lars Reibemann

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Da Bananenpflanzen recht empfindliche Pflanzen sind, ist deren Zucht besonders in unseren klimatischen Breiten äußerst aufwändig. Wer es jedoch richtig anstellt, der kann seine Bananenpflanzen problemlos vermehren. Bildet also eine Bananenpflanze Ableger, so ist es nur allzu verlockend, aus diesen eigene Bananenpflanzen zu gewinnen, anstatt teure Jungpflanzen zu erwerben.

Der richtige Zeitpunkt zum Vereinzeln

Im Laufe ihres Lebens bilden Bananenpflanzen kleine Ableger, die zarte Wurzeln aufweisen und teilweise noch mit dem Mutterstamm verbunden sind. Wer seine Bananen vereinzeln möchte, muss genau diese Ableger abtrennen. Achten Sie darauf, dass der Ableger in jedem Fall bereits kräftige Blätter gebildet hat und die Höhe des Kindels ungefähr ein Drittel der Mutterpflanze beträgt. Die Faustregel hierbei lautet, dass der Trieb mindestens zwei eigene echte Blätter benötigt, bevor er vom Mutterstamm getrennt werden kann.

  • Ableger hat mindestens zwei kräftige Blätter
  • Ableger hat ca. ein Drittel der Höhe der Mutterpflanze erreicht
  • Ableger hat eigene Wurzeln
  • Pflanze steht kurz vor neuer Vegetationsperiode

Den Ableger richtig abtrennen

Nun sollten Sie mit einem sterilen Messer den Ableger durch einen sauberen Schnitt von der Mutterpflanze trennen – und zwar genau an der Stelle, an der der Ableger mit dem Hauptstamm verbunden ist. Achten Sie darauf, dass wertvolle Wurzelstränge dabei nicht verletzt werden.

Die verbleibende Wunde am Mutterstamm lassen Sie erst austrocknen, bevor Sie sie versorgen. Auf diese Weise wird im Falle von Wasserversorgung eintretende Fäulnis vermieden. Spülen Sie die Schnittwunden an der Mutterpflanze und am Kindel mit klarem Wasser aus.

Triebe sollten übrigens in jedem Fall regelmäßig von der Mutterpflanze entfernt werden, da sie dieser Energie entziehen. Werden die Ableger nicht entfernt, hört die Bananenpflanze irgendwann einfach auf, Blätter zu bilden und zu wachsen.

So wird der Ableger richtig eingetopft

Sie tun gut daran, im Anzuchttopf vor der Erde eine ca. drei Zentimeter hohe Schicht Blähton-Kugeln einzulegen. Diese fungiert als Drainage und verhindert, dass sich Staunässe bildet. Anschließend legen Sie mit einem Löffel eine Mulde an.

Pflanzen Sie den abgetrennten Ableger in den Topf und drücken Sie das Substrat rund um die Schnittstelle vorsichtig mit dem Löffel fest. Jetzt gießen Sie das Pflänzchen vorsichtig mit weichem Wasser, wobei Sie einen Gießrand von ein bis zwei Zentimetern freilassen. Stellen Sie ihn anschließend an einem Ort auf, der genügend Luftfeuchtigkeit aufweist. Ist kein solcher Ort vorhanden, können Sie das Pflänzchen auch mit einer transparenten Plastiktüte umhüllen, in die Sie vorab Löcher geschnitten haben. So erhöht sich zwar die Luftfeuchtigkeit, Schimmel bildet sich jedoch keiner.

Gerade im Wachstum können kleine Bananenpflanzen relativ schnell eingehen, weshalb die Rahmenbedingungen penibel eingehalten werden müssen. Korrekte Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Sonneneinstrahlung müssen gerade bei den kleinen Ablegern unbedingt passen. Ebenso ist es wichtig, die Ableger konstant zu bewässern. Gedüngt werden muss in der Regel nicht.

Fazit

Wenn Sie beim Vereinzeln der Kindel alles richtig machen und sorgfältig arbeiten, können Sie von Ihrer Bananenpflanze unzählige eigene Pflanzen erhalten. Der schwierigste Teil ist das korrekte Trennen des Ablegers. Läuft dies gut über die Bühne, stehen kräftigen, selbst gezüchteten Bananenpflanzen nichts mehr im Wege.

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Lars Reibemann ist Redakteuer auf Weiterbildungsfibel.de. Er ist Experte im Bereich der Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen und veröffentlicht regelmäßig Inhalte zu verschiedenen bildungsrelevanten Themen.

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