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Exotische Pflanzen

Bananenpflanze Ableger

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Bananenpflanze Ableger

Bananenpflanzen erfreuen ihre Besitzer oftmals mit Ablegern als Nachkommen. Mit der richtigen Vorgehensweise und Pflege lassen sich die Tochterpflanzen, auch Kindel genannt, zu herrlichen, großen Zierbananen hochziehen.

Trennung des Ablegers: der ideale Zeitpunkt

Die Ableger einer Bananenpflanze wachsen direkt an der Mutterpflanze, und zwar in Form von Seitensprossen, die sich am unteren Ende der Sprossachse befinden. Hierbei handelt es sich um natürliche Klone der Mutterpflanze, die jedoch keinesfalls zu früh abgetrennt werden dürfen.

Der beste Zeitpunkt für die Trennung ist gekommen, wenn:

  • Der Ableger über mindestens zwei, besser vier, große Blätter verfügt.
  • Das Kindel ungefähr wenigstens ein Drittel der Wuchshöhe der Mutterpflanze erreicht hat.
  • Sich am unteren Ende des Ablegers bereits einige Wurzeln bilden.
  • Ein neuer Vegetationszeitraum in Kürze beginnt.

Es ist oft nicht leicht zu erkennen, ob ein Kindel bereits Wurzeln besitzt. Deshalb bietet es sich an, vorsichtig mit einem Finger das Substrat am Ableger beiseitezuschieben und nachzusehen. Sind keine Wurzeln vorhanden, sollte die Trennung von der Mutterpflanze auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Das gilt auch dann, wenn die weiteren Kriterien bereits erfüllt sind.

Ableger abtrennen

Ableger abtrennen
Der schwierigste Teil ist, Mutter- und Tochterpflanze voneinander zu trennen. Ist die Bananenpflanze eingetopft, befindet sich die beste Schnittstelle zur Trennung im Substrat verborgen. Dementsprechend ist die Gefahr hier recht groß, dass bei einem Schnitt nach Gutdünken versehentlich die von der Pflanze benötigten Wurzelstränge abgetrennt werden.

Aus diesem Grund geht man am besten wie folgt vor:

  • Mutterpflanze mitsamt Kindel austopfen.
  • Substrat gut abschütteln.
  • Verbindungsstelle der Pflanzen vorsichtig freilegen.
  • Ableger mit seinen Wurzeln mithilfe eines scharfen, desinfizierten Messers entfernen.
  • Schnittstellen jeweils mit klarem Wasser abspülen.
  • Schnittstellen mit Holzkohlepulver bestäuben.

Anschließend wird die Mutterpflanze wieder in ihren Topf gesetzt.

Kindel eintopfen

Kindel eintopfen
Wie bei der Mutterpflanze muss ebenfalls beim Eintopfen des Ablegers auf eine gute Topfdrainage geachtet werden, um Staunässe zu vermeiden. Somit wird am besten ein Topf mit einem Abflussloch ausgewählt, das man mithilfe einer Tonscherbe verschließt.

Anschließend werden etwa zwei bis drei Zentimeter Blähton in das Pflanzgefäß hinein gefüllt, gefolgt von Substrat, bis ungefähr zwei Drittel des Topfes ausgefüllt sind. Jetzt kann das Kindel, mit den Wurzeln nach unten, mittig in den Topf gesetzt und die Seiten mit Substrat aufgefüllt werden. Zum Schluss ist es nur noch notwendig, das Substrat leicht anzudrücken und die Tochterpflanze gut zu gießen.

Als Standort wird für die Jungpflanze am besten ein heller und warmer Platz ausgewählt, der sich jedoch nicht direkt in der Sonne befindet.

Pflege der Jungpflanze

Für ein gesundes, kräftiges Wachstum benötigt die junge Bananenpflanze ausreichend Pflege. Nach der Trennung von der Mutterpflanze ist der Ableger noch sehr empfindlich und es müssen sich erst kräftige Wurzeln bilden. Die wenigen Blätter, die bereits vorhanden sind, genügen zumeist noch nicht, um eine ausreichende Versorgung mit Feuchtigkeit sicherzustellen. Um den sogenannten Trockenstress für die kleine Pflanze zu vermeiden, stülpt man eine durchsichtige Haube über die Banane. Wichtig ist, dass die Abdeckung täglich gelüftet und das Substrat stets leicht feucht gehalten wird. Sobald der Anzuchttopf gut durchwurzelt ist oder die Pflanze neu austreibt, wird die Abdeckung entfernt. Sind an der Bodenöffnung erste Wurzelspitzen zu sehen, ist es Zeit für ein größeres Pflanzgefäß, das mit leicht saurer Kübelpflanzenerde befüllt wird. Danach kann der Ableger wie eine adulte Bananenpflanze gepflegt werden.

Expertentipp

Bananenpflanzen mögen keinen Kalk. Aufgrund dessen sollten die eindrucksvollen Pflanzen entweder mit gut abgestandenem Leitungswasser oder gefiltertem Regenwasser gegossen werden.

Alternativ zu einer Abdeckung ist es auch möglich, die Blätter in regelmäßigen Abständen mit kalkfreiem Wasser zu besprühen. Bananenpflanzen bevorzugen generell eine hohe Luftfeuchtigkeit.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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