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Beetpflanzen

Bienenfreund, Phacelia Pflege

Lisa Schneider

Veröffentlicht

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Bienenfreund, Phacelia Pflege

Die pflegeleichte Phacelia ist auch unter den Namen Büschelschön, Büchelblume oder Bienenweide bekannt und bei Hobbygärtnern aufgrund ihrer zahlreichen Funktionen, welche sie im Garten erfüllen kann, sehr beliebt. Sie gilt als echte Allzweckwaffe unter der Vielzahl an Gartenblumen und versorgt nicht nur Bienen und andere Insekten mit ihrem süßen Nektar, sondern eignet sich zudem auch vitalisierender Gründünger, beugt dem Wachstum von Unkraut vor und stellt mit ihrer buschigen, blau gefärbten Blüte eine wunderschöne Bereicherung im Blumenbeet oder kultiviert in Töpfen dar. Der Zeitpunkt der Aussaat richtet sich dabei nach dem Verwendungszweck, für den das Büschelschön eingesetzt werden soll. Im Allgemeinen liegt dieser jedoch zwischen den Monaten April und September. Soll die Phacelia als Nährstoffquelle für Bienen und Schmetterlinge dienen, so sollte man diese ab April aussäen. Möchte man die Büchelblume jedoch als Gründünger im Gemüsegarten verwenden, so beginnt man mit ihrer Aussaat gleich nach der Ernte des Gemüses. Da Phacelia mit keiner Nutzpflanze verwandt ist, stellt diese einen optimalen Gründünger dar.

Herkunft

Das Büschelschön gehört zur Gattung der Phacelia, welche etwa 200 unterschiedliche Arten umfasst. Diese wiederum zählt zur Familie der Raublattgewächse und stammt ursprünglich aus den trockenen Höhenlagen Kaliforniens, Arizonas und Mexikos. Dort wächst sie in bis zu 2000 Metern Höhe. Man findet sie in ihren Ursprungsländern an Wegrändern und auf Äckern, jedoch wird die Phacelia seit Anfang des 19. Jahrhunderts auch als Zierpflanze kultiviert.

Aussehen und Wuchs

Aussehen und Wuchs
Bei der Phacelia handelt es sich um eine einjährige Pflanze, welche krautig und aufrecht wächst. Die behaarten Stängel erreichen eine Höhe von etwa 70 Zentimetern, das dichte Wurzelwerk sorgt dafür, dass der Boden organisch angereichert und gelockert wird und belebt diesen so. Temperaturen unter minus sechs Grad Celsius verträgt die Phacelia nicht und sie stirbt unter solchen Umständen innerhalb kurzer Zeit ab. Während die Stängel behaart sind, zeigen sich die farnartig gefiederten Blätter jedoch völlig unbehaart. Diese sind wechselständig und befinden sich in einer spiraligen Anordnung rund um die Sprossachse. Ihre Blätter sind dafür bekannt, besonders bei empfindlichen Menschen Hautreizungen auszulösen. Von Juni bis zum ersten Frost erscheinen die filigranen blauen Blüten der Büchelblume. Da die Stempel und Staubblätter über die Kronblätter hinaus reichen, sind diese sehr leicht für Insekten zugänglich. Vor dem Abblühen kann man feststellen, dass sich die Blütenstände schneckenförmig nach außen rollen. Die Phacelia verfügt über zweispaltige Kapselfrüchte, welche bereits bei vorsichtiger Berührung aufspringen und die schrumpeligen Samen zum Vorschein kommen lassen.

Standort- und Bodenauswahl

Standort- und Bodenauswahl
Die Phacelia bevorzugt einen sonnigen bis vollsonnigen Standort. Die Pflanze zeigt sich sehr anspruchslos bezüglich der Bodenauswahl und gedeiht sowohl in trockenen Substraten als auch in feuchten Böden. Staunässe sollte jedoch grundsätzlich vermieden werden, da sie diese nicht verträgt. Für den Fall, dass es sich um einen nicht durchlässigen Boden handelt, lockert die Phacelia diesen mit Hilfe ihrer bis zu 40 Zentimeter langen Wurzeln selbst auf.

Pflanzung

Pflanzung
Die Phacelia kann man in milderen Regionen bereits im März, ansonsten ab Ende April direkt in das Beet aussäen. Die Samen werden etwa ein bis zwei Zentimeter tief in die Erde gegeben und keimen bei Temperaturen zwischen 12 und 18 Grad innerhalb von zwei Wochen. Es ist wichtig, dass man mit der Aussaat wartet, bis keine Bodenfröste mehr zu erwarten sind, da diese die Büchelblume beschädigen können.

Pflege

Die Phacelia ist eine robuste Pflanze und benötigt nur wenig Pflege. Bei normaler Witterung reichen ihr bereits die natürlichen Niederschläge zur Wasserversorgung aus. In langanhaltenden Trockenperioden hingegen, sollte man der Büchelblume am Morgen oder am Abend ausreichend Wasser zur Verfügung stellen. Wird die Phacelia in einem Topf kultiviert, so sollte man sie an einem sonnigen Standort alle ein bis zwei Tage wässern, da das Substrat unter diesen Gegebenheiten schnell austrocknen kann. Eine regelmäßige Düngung ist im Beet nicht erforderlich, allerdings kann man mit der Zugabe von Kompost eine besonders üppige Blüte herbeiführen. In einem Pflanzgefäß sollte die Phacelia von Mai bis zum Ende der Blütezeit alle drei bis vier Wochen mit einem Flüssigdünger versorgt werden. Sobald die Temperaturen unter minus acht Grad Celsius betragen, stirbt die Pflanze ab. Dann sollte man die Stängel und Blätter auf dem Boden belassen, da diese einen natürlichen Winterschutz für das Erdreich bilden. Im Frühjahr harkt man die Reste in die Erde ein und verbessert auf diese Weise die Bodenverhältnisse.

Schnitt

Die Büchelblume benötigt lediglich dann einen Schnitt, wenn man die Selbstaussaat vermeiden will. In dem Fall entfernt man sämtliche verblühte Blütenstände rechtzeitig vor der Samenreife. Ansonsten ist bis zum Ende ihrer Vegetationszeit kein Schnitt nötig, da die Phacelia beim ersten Frost von selbst verrottet.

Überwintern

Die Phacelia gilt allgemein als einjährige, nicht winterharte Pflanze und erfriert bereits bei den ersten Frösten im Herbst. Die abgestorbenen Pflanzenteile sollten dann auf dem Erdreich verbleiben, damit diese einen natürlichen Kälteschutz bieten können. Das Wurzelwerk hingegen verrottet im Boden und gibt automatisch die zuvor gesammelten Nährstoffe an die Folgepflanzen ab. Somit ist für die Überwinterung weder ein Rückschnitt noch ein besonderer Frostschutz nötig.

Krankheiten und Schädlinge

Die Phacelia zeigt sich unempfindlich sowohl gegen Schädlinge als auch gegen Pflanzenkrankheiten. Sie dient sogar als Schutz für andere Pflanzen vor Nematoden und der Kohlhernie.

Expertentipp

Die Phacelia gilt nicht nur als Nährstofflieferant für Insekten und hervorragender Gründünger, sondern kann auch hervorragend als Futtermittel für Kühe, Schweine und andere Nutztiere eingesetzt werden, wenn man die Pflanze vor der Blüte mäht.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Phacelia giftig?

Die Phacelia gilt als nicht giftig, jedoch enthalten die einzelnen Pflanzenteile Alkylchinone, welche insbesondere bei empfindlichen Menschen bei Kontakt mit der Haut unangenehme Reizungen verursachen können.

Wie wird die Phacelia vermehrt?

Die Vermehrung der Phacelia muss nicht aktiv unterstützt werden. Für gewöhnlich handelt es sich abhängig von der Sorte um eine ein-, zwei- oder mehrjährige Pflanze, welche sich mit Hilfe der angelockten Insekten von ganz allein vermehrt.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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