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Pflanzenvermehrung

Chrysanthemen vermehren – die besten Methoden

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Chrysanthemen vermehren - die besten Methoden

Chrysanthemen gehören zu der Familie der Korbblütler und mit ihren vielen verschiedenen Sorten zählt sie zu den beliebtesten Zierpflanzen. Da ist es kein Wunder, dass so viele Menschen diese Blume in ihrem Garten und ihrem zuhause halten möchten. Wer auf der Suche nach den besten Methoden ist, die Chrysantheme zu vermehren, der wird hier fündig.

Verschiedene Möglichkeiten

Zunächst muss entschieden werden, ob die Mutterpflanze beibehalten werden soll oder nicht. Wenn die Mutterpflanze ihren Platz komplett verlassen soll, empfiehlt sich die Teilung des Busches. Wenn die Mutterpflanze nicht umgesiedelt werden soll, eignet sich die Vermehrung durch Kopfstecklinge am meisten. Beim Vermehren einer Mutterpflanze muss immer darauf geachtet werden, dass nur gesunde Pflanzen verwendet werden, da ansonsten keine Wurzeln geschlagen werden. Sollte es im Garten noch keine Chrysanthemen geben, können natürlich auf Samen verwendet werden.

Chrysanthemenbusch teilen

Chrysanthemenbusch teilen

Wenn der Busch umgesiedelt werden soll, beispielsweise weil ein neues Gartenhäuschen gebaut wird, spielt zunächst die Jahreszeit eine große Rolle. Dieser Prozess funktioniert am besten im Frühling. Der Busch wird ausgegraben und in mehrere Stücke geteilt. Diese Stücke sollten sofort an ihrem neuen Standort eingepflanzt. Wie viele Stücke abgeschlagen werden und wie groß sie sein sollen, hängt davon ab, wie viele Ableger benötigt werden. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die neuen Büsche sehr groß werden können. Wenn die Pflanze im Frühsommer dann noch etwas zurückgeschnitten wird, wächst sie noch kompakter und buschiger. Wer eindrucksvolle Chrysanthemen Büsche möchte, sollte sich für diese Methode entscheiden.

Kopfstecklinge

Kopfstecklinge
Bei dieser Methode bleibt die Mutterpflanze an ihrem Standort erhalten. Auch für diesen Weg liegt der optimale Zeitpunkt im Frühjahr, da hier die Blume noch nicht ihre Blütenknospen ausgebildet hat. Es ist aber auch möglich die Pflanze im Herbst vor dem ersten Frost zu schneiden. Hier sollten aber mehr Stecklinge verwendet werden, da von den bereits verblühten Teilen nicht alle bewurzeln. Die Vorgehensweise sieht folgendermaßen aus:

  • Zuerst werden circa zehn Zentimeter lange Blütentriebe abgeschnitten. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sie noch keine Blütenknospen tragen. Eventuelle Blätter werden einfach abgeschnitten.
  • Beim Abschneiden sollte darauf geachtet werden, dass die Schnittstelle schräg verläuft, damit die Pflanze besser Wasser aufnehmen kann.
  • Die Stecklinge werden direkt in einen Topf mit Blumenerde gesteckt. Dieser Topf wird an einen warmen und hellen Platz gestellt. Die perfekte Temperatur liegt bei ca. 20 Grad. In der nächsten Zeit sollte darauf geachtet werden, dass die Erde zwar feucht, aber nicht nass ist.
  • Das Wachstum kann dadurch unterstützt werden, dass ein Plastikbeutel über die Pflanze gestülpt wird. Allerdings sollte man den Beutel einmal täglich zum Lüften abnehmen, um so die Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Eine weitere Möglichkeit wäre die Stecklinge in einem Glas Wasser zu bewurzeln. Hierbei sollte das Wasser täglich gewechselt werden. Das weitere Vorgehen bleibt bei dieser Variante genau gleich.
  • Nach 3 bis 4 Wochen zeigen sich schon die ersten Wurzeln. Dann sollten die Pflanzen in größere Gefäße umgepflanzt werden mit einer Mischung aus Blumenerde und Kompost.

Vermehren mit Samen

Vermehren mit Samen
Auch ohne Mutterpflanze können Chrysanthemen vermehrt werden. Da diese Blumen Kaltkeimer sind, muss zunächst der Winter simuliert werden. Die Samen werden in feuchtem Sand in einen Gefrierbeutel gelegt, der im Kühlschrank gelagert wird. Danach werden die Samen ca. zwölf Stunden in warmen Wasser eingeweicht, bevor sie in die Erde ausgesät werden. Das Aussäen erfolgt im März oder August/ September. Die Samen werden dafür ein bis zwei Zentimeter in die Erde gesetzt. Das Vorziehen der Samen ist auch möglich und würde genauso funktionieren, wie bei den Stecklingen.

Expertentipp

Die Chrysanthemen dürfen nicht zu eng gepflanzt werden, da sie ansonsten vom sogenannten Chrysanthemenrost befallen werden können. Diesen erkennt man an grünlich-weißen oder gelben Flecken auf der Blattoberseite. Dieser mehlartige Flaum muss dann mit speziellem Pilzvernichtungsmittel behandelt werden.

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Bildquellen:

© pixabay.com/_Alicja_

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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