Die Clematis ist eine pflegeleichte Gartenpflanze, die auch in den Händen von Anfängern meist gut gedeiht. Manchmal kommt es jedoch vor, dass sich ihre Blätter plötzlich braun verfärben. Was ist die Ursache und wie können Sie Ihre prächtige Pflanze nun retten?
Ursachen von braunen Blättern bei der Clematis
Wenn eine Clematis braune Blätter bekommt, ist das ein Alarmsignal und erfordert rasche Maßnahmen. Um dabei richtig vorzugehen, muss jedoch zuerst die Ursache feststehen. Meist handelt es sich um eine von den folgenden drei Möglichkeiten:
- Gießfehler
- Phoma-Welke
- Fusarium-Welke
Gießfehler erkennen und behandeln
Gießfehler zeigen sich durch Erschlaffung und Verfärbung der Blätter, die zuerst gelb und dann braun werden. Prüfen Sie in diesem Fall die Erde unter der Pflanze. Ist sie zu trocken, handelt es sich um Wassermangel und Sie müssen lediglich mehr gießen.
Ist die Erde zu feucht, ist die Clematis wahrscheinlich von Wurzelfäule befallen. Bei rechtzeitigem Erkennen besteht aber eine kleine Chance die Pflanze hiervon zu retten. Schneiden Sie sie zurück, graben Sie sie aus und entfernen Sie die bereits verfaulten Teile der Wurzeln. Pflanzen Sie die Clematis dann an einer trockeneren Stelle wieder ein und gießen Sie in Zukunft sparsamer.
Phoma-Welke erkennen und behandeln

Die Phoma-Welke ist eine Pilzerkrankung, die sich zunächst durch kleine braune Flecken mit einem gelben Rand an den unteren Blättern der Clematis zeigt. Die Flecken breiten sich rasch aus und greifen auch auf die Stiele und Triebe der Pflanze über. Um Ihre Clematis zu retten, müssen Sie alle befallenen Pflanzenteile sofort abschneiden und die Pflanze mit einem Fungizid behandeln.
Fusarium-Welke erkennen und behandeln

Auch die Fusarium-Welke ist eine Pilzkrankheit. Sie tritt bei trockenem und heißem Wetter auf, weshalb sie häufig zunächst mit Wassermangel verwechselt wird. Symptome sind das plötzliche und rasche Absterben von Blättern und Trieben. Hier hilft nur ein vollständiger Rückschnitt bis zum Boden, da Fungizide wirkungslos sind. Mit etwas Glück wird die Pflanze im nächsten Jahr wieder neu austreiben.
Expertentipp
Kompostieren Sie Schnittgut von Pflanzen bei denen ein Verdacht auf eine Pilzerkrankung besteht auf keinen Fall. Dadurch würden Sie die Sporen in die Komposterde einbringen, über die die Krankheit auf andere Pflanzen übertragen werden kann. Wenn es in Ihrer Region erlaubt ist, sollten Sie die befallenen Pflanzenteile verbrennen. Andernfalls geben Sie diese in einem zugebundenen Plastiksack in den Hausmüll.
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