Der Feldahorn wird häufig in Form einer Hecke gepflegt. Aber auch als freistehender Baum in Naturgärten bildet er ein besonderes Highlight. Seine dekorativen Blätter erfreuen das Gärtnerherz gleichermaßen im Sommer wie auch im Herbst. Alles Wissenswerte über die Ahorn-Art finden Sie in diesem Beitrag.
Der Feldahorn – ein robustes Gehölz
Der Feldahorn (Acer campestre) hat von allen Ahornarten das größte Verbreitungsgebiet. Er ist sowohl in ganz Europa als auch in Teilen Kleinasiens und Nordafrikas zu finden. Der Laubbaum wächst in Gebirgen bis 1000 Meter und kann bis zu 150 Jahre alt werden. Im Winter zeigt er seinen robusten Charakter. Temperaturen bis -40 Grad Celsius übersteht er problemlos.
Die botanische Herkunft des Feldahorns
Der Feldahorn zählt zu den Ahornbäumen und ist anhand seiner dekorativen Blätter gut zu erkennen. Diese färben sich zum Herbst hin gelb und bilden damit einen wunderbaren Farbklecks im heimischen Garten.
- Botanische Bezeichnung: Acer campestre
- Name: Maßholder, Feldahorn
- Pflanzenfamilie: Seifenbaumgewächse, Ahorngewächse
- Wuchsform: Strauch oder mehrstämmiger Baum
Der Wuchs des Feldahorns

Mit einer Höhe von 5 bis 15 Metern ist der Feldahorn ein kleiner bis mittelgroßer Baum, welcher manchmal mehrstämmig wächst. Er bildet viele kleine Zweige und benötigt durch seine Wuchsbreite von bis zu 10 Metern ausreichend Platz. Jährlich legt die Pflanze 30 bis 50 Zentimeter zu und kann dabei einen Stamm von bis zu einem Meter Durchmesser bilden. Als junger Baum besitzt der Feldahorn eine eiförmige Krone, die im Laufe der Jahre rundlicher wird. Die Triebe des Laubbaums erscheinen hellgrau bis ockerbraun und den Stamm umhüllt eine längsrissige grau- bis schwarzbraune Rinde.
Die Blätter des Feldahorns

Der robuste Feldahorn trägt sommergrüne, gegenständige Blätter. Diese treiben saftig hellgrün aus und färben sich im Laufe der Zeit mittel- bis dunkelgrün. Die dekorativen Blätter werden bis zu 8 Zentimeter lang und 10 Zentimeter breit. Die drei bis fünf Lappen sind stumpfeckig und die Buchten zwischen den Lappen abgerundet. Blätter und Blattstiele enthalten Milchsaft. Ab Oktober färbt sich das Laub des Baums gelb bis orange und fällt anschließend ab.
Blüten am Feldahorn

Von April bis Juni blüht der pflegeleichte Feldahorn. Dabei besitzt der Baum eine Besonderheit. Im frühen Entwicklungsstadium der Blüte werden dort sowohl das weibliche Geschlecht, die Fruchtblätter, als auch das männliche Geschlecht, die Staubblätter, angelegt. Erst im Laufe der Zeit differenziert sich eines der beiden Geschlechter heraus. Ungewöhnlicherweise trägt der Baum so gleichzeitig männliche und weibliche Blüten. Diese stehen in aufrechten, rispenartigen Blütenständen zusammen.
Die Früchte des Feldahorns
Der Feldahorn bildet Spaltfrüchte, die aus zwei geflügelten Nüssen bestehen. Die charakteristischen Fruchtflügel enthalten ungiftige Samen, aus denen neue Pflanzen wachsen.
Der Standort des Feldahorns
Der optimale Standort des wärmeliebenden Feldahorns bietet ausreichend Sonne und wenig Schatten. Hitze, Trockenheit und Frost können dem robusten Laubbaum nichts anhaben, ebenso wie windige Plätze. Auch an den Boden stellt der Feldahorn keine großen Ansprüche. Er wächst und gedeiht in trockenen bis frischen und tiefgründigen Böden. Einzig und allein Staunässe verträgt der dekorative Baum nicht.
Verwendung des Feldahorns
Der robuste Feldahorn wird oft an Straßen und in Parks gepflanzt. Im Garten dient er als freiwachsende oder geschnittene Windschutzhecke. In Form eines Hausbaumes bietet er zahlreichen Vögeln und Insekten Unterschlupf und Nahrung. Auch den Menschen dienten die Blätter des Laubbaums lange Zeit als Gemüseersatz.
Pflege und Schnitt
Der noch junge Baum freut sich im Frühjahr über reifen Kompost und zusätzliche Wassergaben. Gut angewachsene Bäume benötigen das nicht mehr. Auch wenn der Feldahorn äußerst schnittverträglich und regenerationsfähig ist: Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht notwendig, damit er als Hausbaum schön wächst. In Form einer Hecke hingegen sind zwei Formschnitte pro Jahr sinnvoll.
Expertentipp
Der Feldahorn lässt sich weder als Tiefwurzler noch als Flachwurzler einordnen. Er bildet sowohl Pfahlwurzeln als auch viele flach unter der Oberfläche verlaufende Wurzeln. Dieses Herzwurzelsystem sorgt dafür, dass er sich den jeweiligen Bedingungen vor Ort optimal anpassen kann.
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