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Die Früchte der Felsenbirne – essbar oder nicht?

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Die Früchte der Felsenbirne - essbar oder nicht

Kaum jemand kennt sie. Dabei ist sie oftmals in Parkanlagen, an trockenen Böschungen und Felshängen sowie in Vorgärten anzutreffen – die Felsenbirne. Herrlich sieht sie fast das ganze Jahr über aus. Während sie im Frühling von schneeweißen Sternblüten und im Herbst von einem flammenden Herbstlaub gesäumt wird, schmücken sie im Sommer zahlreiche kleine Früchte. Doch sind diese Früchte überhaupt essbar?

Alles andere als giftig

Wer sie bereits einmal probiert hat, weiß, dass sie alles andere als giftig sind. Die Früchte der Felsenbirne sind essbar. Ihr Verzehr ist sogar zu empfehlen, da sie aufgrund ihres hohen Gehalts an Vitalstoffen überaus gesund sind. In ihnen stecken unter anderen jede Menge Polyphenole, Vitamin C, Eisen und Calcium. Da lohnt es sich zuzugreifen! Doch Achtung: Verzehren Sie nur reife Früchte! Werden unreife Früchte gegessen oder generell zu hohe Mengen kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Die winzigen Samen der Früchte enthalten Anthocyane, die dem Körper im Übermaß genossen, schaden können.

Wann reifen die Früchte aus?

Wann reifen die Früchte aus

Gegen Ende Juni sind in der Regel die ersten Früchte der Felsenbirne reif und warten auf die Ernte. Der Reifezeitpunkt ist von Region zu Region verschieden und außerdem vom Standort und der jeweiligen Sorte abhängig. Doch allgemein kann man davon ausgehen, dass die Früchte zwischen Ende Juni und Mitte Juli ausgereift sind. Jedoch reifen nicht alle Felsenbirnen gleichzeitig aus. Die Ernte erstreckt sich somit meist über zwei Wochen. Sie dürfen also immer wieder ans Werk gehen und die Früchte pflücken. Doch aufgepasst: Überreife Felsenbirnen fallen zu Boden und trocknen schnell ein.

Sie erinnern optisch an Heidelbeeren

Sie erinnern optisch an Heidelbeeren
Wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich tatsächlich um Felsenbirnen handelt, sind hier ihre optische Erscheinungsmerkmale:

  • erinnern an Heidelbeeren und Aroniabeeren
  • hängen in Trauben an langen Stielen herab
  • sind zunächst pink, dann lila und später blauschwarz gefärbt
  • je nach Sorte 1 bis 2 cm dick
  • besitzen eine rundliche Form
  • sind zum Teil bereift
  • ehemalige Kelchblätter haften noch an ihnen

Wie schmecken diese Früchte?

Wie schmecken diese Früchte
Wer einmal von diesen Früchten probiert hat, wird es immer wieder tun wollen. Sie sind saftig und süß. Je dunkler ihre Farbe ist, desto süßer schmecken sie. Ihr Aroma erinnert an eine Mischung aus Heidelbeere, Birne und Mandel. So manch einer vergleicht den Geschmack sogar mit Marzipan. Es sind die kleinen enthaltenen Samen, die ein Note von Bittermandel besitzen.

Verwendung der essbaren Früchte in der Küche

Die Felsenbirnen halten sich nicht sehr lange. Daher sollten sie rasch verzehrt und unbedingt gekühlt gelagert werden. Sie schmecken zwar schon im rohen, frisch gepflückten Zustand lecker. Doch auch verarbeitet sind sie ein Genuss. Da sie einen hohen Gehalt an Pektin aufweisen, eignen sie sich perfekt zum Einkochen zu Marmelade, Gelee und Co. Beliebt ist beispielsweise ein Gelee aus Felsenbirnen kombiniert mit Johannisbeeren, Himbeeren und Erdbeeren.

Des Weiteren sind die Felsenbirnen auch interessant für:

  • Likör
  • Smoothies und Säfte
  • Muffins und Kuchen
  • Eis
  • getrocknet für Müsli und Porridge

Expertentipp

Da auch viele Vögel wie Stare, Amseln und Meisen die Felsenbirnen gern verspeisen, sollten Sie ihnen entweder zuvorkommen oder – falls Sie einen eigenen Felsenbirnenstrauch besitzen – die Pflanze mit einem Vogelschutznetz überziehen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Felsenbirne bringt viele Früchte hervor?

Die Felsenbirne 'Ballerina' bringt besonders viele schmackhafte Früchte hervor.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/HeikeRau

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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