Eins ist klar: Jeder Garten braucht Bäume. Doch aller Anfang ist schwer, denn viele Bäume brauchen Jahre oder gar Jahrzehnte, bis sie eine annehmbare Größe erreicht haben. Wer sich möglichst schnell einen prächtigen Garten wünscht, sollte deshalb auf die folgenden fünf Laubbäume setzen – sie wachsen nämlich besonders schnell.
Eberesche: Ein Magnet für Vögel und Bienen
Die Eberesche (Sorbus aucuparia) wird auch als Vogelbeere bezeichnet, da ihre leuchtend roten Beeren, die für Menschen jedoch giftig sind, Vögel geradezu magnetisch anziehen. Weiterhin zeichnet sich der Baum durch seine Attraktivität für Bienen aus, sodass er perfekt in naturnahe Gärten passt. Im Mai und im Juni trägt die Eberesche weiße, rispenförmige Blüten, im Herbst glänzt sie durch orangerot verfärbte Laubblätter. Pro Jahr gewinnt sie ungefähr dreißig bis siebzig Zentimeter an Höhe, die maximale Größe ist bei sechs bis zwölf Metern erreicht.
Essigbaum: Starker Wuchs und schöne Blätter

Der Essigbaum (Rhus typhina) kommt ursprünglich aus Nordamerika und fällt vor allem im Herbst durch seine Blätter auf, die sich zuerst gelb, dann orange und schließlich karmesinrot verfärben. Im Sommer trägt er gelbgrüne Blüten, die jedoch – genau wie alle anderen Teile des Baumes – giftig sind. Durch seine geringe Wuchshöhe von vier bis sechs Metern eignet sich der Essigbaum perfekt für kleine Gärten. Er wächst dreißig bis fünfzig Zentimeter im Jahr und somit in einem überschaubaren Tempo, bildet jedoch extrem viele Ausläufer und kann somit leicht außer Kontrolle geraten.
Japanische Nelkenkirsche: Farbakzente für kleine Gärten

Die Japanische Nelkenkirsche (Prunus serrulata) blüht zwar nur wenige Tage lang, in diesen Tagen ist sie mit ihren rosafarbenen Blüten jedoch besonders schön. Und auch den Rest des Jahres über bleibt sie attraktiv: Zunächst treibt die Nelkenkirsche bronzefarben aus, im Sommer verfärben sich die Blätter grün und im Herbst schließlich gelb und orange. Durch ihre Wuchshöhe von fünf bis zehn Metern eignet sich die Japanische Nelkenkirsche bestens für kleinere Gärten. Im Jahr gewinnt sie etwa vierzig bis siebzig Zentimeter an Höhe.
Salweide: Frühlingshafte Dekoration

Die Salweide oder Kätzchenweide (Salix caprea) ist ein Kleinbaum, der vor allem für seine silberweiß blühenden „Kätzchen“ bekannt ist. Diese geben im Frühling nicht nur im Garten eine besonders schöne Dekoration ab, sondern können auch zweigweise abgeschnitten und in eine Vase gestellt werden. Die Salweide gilt als pflegeleicht und bienenfreundlich, im Alter hängen die Zweige ihrer runden Krone leicht über. Sie wächst pro Jahr etwa siebzig Zentimeter, bis sie eine Höhe von fünf bis acht Metern erreicht.
Trompetenbaum: Der perfekte Schattenspender

Der Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) stammt aus Nordamerika, erfreut sich aber mittlerweile auch in Europa größter Beliebtheit. Er bildet eine ausladende Krone aus herzförmigen Blättern, die ihn zu einem wundervollen Sonnenschutz an heißen Tagen machen. Von Juni bis Juli zeigt der Trompetenbaum weiße Blüten mit roten Flecken, die jedoch genau wie alle anderen Pflanzenteile leicht giftig sind. Er wächst im Jahr dreißig bis fünfzig Zentimeter und erreicht schließlich eine finale Höhe von zehn bis fünfzehn Metern.
Expertentipp: Vor dem Kauf gut abwägen
Schnell wachsende Bäume zu kaufen ist relativ einfach, sollte jedoch gut überlegt sein. Viele Menschen überschätzen das Wachstum ihrer Bäume: Anfangs ist es noch erfreulich, wie schnell sie in die Höhe schießen, doch wenn sie dann nicht mehr damit aufhören, wird es schwierig. Deshalb sollten sich Gärtner vor jedem Kauf gut über den Baum informieren und herausfinden, ob das Wachstum später nachlässt, wie groß oder breit die Pflanze insgesamt werden kann und wie viele Schösslinge sie bildet. So können Schäden an Gebäuden und Rohren und Streits mit den Nachbarn vermieden werden.
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