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Pflanzenvermehrung

Bambus durch Stecklinge vermehren

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Bambus durch Stecklinge vermehren

Bambus ist vielen vor allem als dekorative Pflanze für japanische oder asiatisch angehauchte Gärten bekannt. Doch auch im modernen Stadtgarten findet der emsig wachsende Strauch einen Platz als Sichtschutz oder dekoratives Süßgras. Da die Art sich besonders schnell vermehrt, können Gärtner über eine künstliche Vermehrung durch Stecklinge bzw. Ableger nachdenken.

Eigenschaften von Bambus

Das natürliche Verbreitungsgebiet der verschiedenen Bambusarten erstreckt sich von Südostasien über Afrika bis nach Amerika. Damit weist die Pflanze entgegen vieler Annahmen eine Anpassung an differenzierte Areale auf. Die schnellwüchsigen Arten zeichnen sich durch ihr charakteristisches, rohrförmiges Wachstum in langen Halmen aus. Ferner gelten sie als besonders widerstandsfähig und langlebig. Nicht umsonst können Exemplare der Gattung über 100 Jahre alt werden.

Vermehrungsmöglichkeiten beim Bambus

Vermehrungsmöglichkeiten beim Bambus


Bambus produziert keine Stecklinge im eigentlichen Wortsinne. Vielmehr ist es bei der Pflanze üblich, durch eine Teilung des Wurzelstocks an Ableger der Pflanze zu gelangen. Die robuste Pflanze bildet ganzjährig neue Halme aus ihrem Rhizom. Diese wachsen schnell auf Höhen von bis zu mehreren Metern. Aufgrund seines schnellen Wachstums ist die Art eine geschätzte Zierpflanze, die Gärten einen asiatischen Touch verleiht. Sie schafft eine zügige natürliche Abgrenzung von Flächen. Gärtner können sich diesen Trick zu Nutze machen und die Pflanze durch ein frühzeitiges Teilen im Spätwinter vermehren.

Vorgehensweise beim Teilen

Vorgehensweise beim Teilen
Das richtige Schneidewerkzeug ist bei der Rhizomteilung besonders wichtig. Verwenden Sie hochwertige Gartenmesser mit scharfen Kanten. So lässt sich verhindern, dass die Rhizome Schaden durch Bruchstücke und beschädigte Wurzelkanäle nehmen. Heben Sie den Wurzelballen zunächst mit einem Spaten aus der Erde und legen mit den Händen das Wurzelwerk frei. Im Anschluss setzen Sie mit der Messerspitze oberhalb der Wurzeln an einem stabilen Halm an und durchtrennen diese mit einem sauberen Schnitt. Sie können entweder einzelne Halme oder auch größere Bambusteile durchtrennen. Wichtig ist, dass diese bereits einige Zentimeter gewachsen sind und nicht zu jung sind. Schneiden Sie zudem nur, wenn weder Regen noch Frost gemeldet wurden.

Weitere Pflege der Bambusableger

Die noch jungen, abgeschnittenen Triebe des Bambus sollten Sie möglichst rasch in frische Erde einpflanzen. Gut geeignet ist humoses, nährstoffreiches Substrat mit einem gewissen Sandanteil. Als Pflanzgefäße eignen sich gewöhnliche Töpfe und Kübel aller Art. Bedenken Sie ebenfalls das rasche Wachstum von Bambus. An einem kühlen, sonnigen Ort im Haus kann die Pflanze in den späten Winterwochen ausreichend Wurzeln bilden und im einsetzenden Frühling dann an einen passenden Standort gepflanzt werden. Befeuchten Sie das junge Gewächs täglich mit einem Zerstäuber und sorgen für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt.

Expertentipp

Mithilfe von speziellen Gartenwerkzeugen lassen sich die Wurzeln der Bambuspflanze noch leichter teilen. Verwenden Sie alternativ zu Messern eine Wiedehopfhacke, um saubere und gute Ergebnisse zu erzielen. Diese lässt sich im Gartenfachhandel in speziellen Geschäften erwerben.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/ThePassenger

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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