Schon seit Jahrhunderten weiß Minze uns zu begeistern. Erfahren Sie, wie sie zur Kulturpflanze wurde, ganz Europa eroberte und wozu sie am liebsten genutzt wird.
Von der Antike bis zur Gegenwart
In der griechischen Mythologie verwandelte Persephone die Nymphe Minthe aus Eifersucht in eine Pflanze – der Legende nach die Geburtsstunde der Minze. Bereits in der Antike wurde das wildgewachsene Kraut als sogenannte »Venuskrone« frischen Brautpaaren aufgesetzt. Im alten Griechenland hingegen wurde es zum Parfümieren verwendet, während es in Frankreich böse Geister abwehren sollte. Die Pfefferminze und Grüne Minze wie wir sie kennen, wurden allerdings erst Jahrhunderte später in England entdeckt. Vor etwa 300 Jahren begann das Land mit ihrer Kultivierung und verbreitete die Minze von da an europaweit und bis in Nordamerika.
Was ist Minze überhaupt?
Die Minze gehört zu den Lippenblütengewächsen, die sich vor allem durch ihre ätherischen Öle auszeichnen. Viele der uns bekannten Gewürz- und Heilpflanzen wie Lavendel, Thymian und Salbei gehören derselben Gattung an. Das ätherische Öl der Minze besteht hauptsächlich aus Menthol, das beim Verzehr für das erfrischende und kühlende Gefühl im Mund verantwortlich ist. Weltweit sind etwa 20 – 30 Minzsorten bekannt, wobei der Großteil in den gemäßigten Zonen wie Europa, Nordamerika und Nordafrika vorkommt. Alle haben ihren eigenen, aromatischen Geschmack gemein, der als brennend, aber trotzdem als würzig und frisch beschrieben werden kann.
Neben Pfefferminze sind vor allem folgende Minzsorten mit ihren verschiedenen Aromen weit verbreitet:
Grüne Minze
Grüne Minze, auch Spearmint genannt und geläufig vor allem als Geschmacksträger des nach ihr benannten Kaugummis.
Edelminze
Edelminze, auch Österreichische Minze genannt, mit einem mild parfümierten Aroma.
Krause Minze
Krause Minze, auch als Nanaminze oder Türkische Minze bekannt, die wegen ihres kümmelartigen Aromas beliebt ist.
Orangenminze
Orangenminze, Bestandteil der Teemischung »Earl Grey«.
Ananasminze
Ananasminze, die aufgrund ihrer süßlichen Aromatisierung gerne für Süßspeisen genutzt wird.
Verwendung im Essen oder als Medizin

Pfefferminztee ist der Klassiker schlechthin, aber auch viele Mahlzeiten lassen sich mit der Zubereitung von Minze verfeinern. Als pikante Minzsoßen beispielsweise, entweder in der englischen süß-sauren Variante oder nach der indischen, mit Ingwer gewürzten Zubereitungsart, besser bekannt als Mint Chutney. Als Gewürze für Erbsen, im Hackfleisch oder in Kombination mit Zitrone und Knoblauch lässt sie sich ebenfalls ideal verwenden. Und so lecker Minze ist, so gesund ist sie auch: Der hohe Mentholgehalt von Pfefferminzöl wirkt antiseptisch und schleimlösend. Beim Auftragen und Einreiben auf der Haut hat es zudem eine anästhesierende Wirkung und lindert so Schmerzen. Bei Kopfschmerzen kann der Griff zur Flasche Pfefferminzöl also manches Mal den Griff zur Schmerztablette ersetzen.
Expertentipp
Nicht wegschmeißen: Wenn Sie Pfefferminztee aus frischen Blättern zubereiten, können die Blätter noch zwei weitere Male ohne Geschmacksverlust aufgegossen werden.
Häufig gestellte Fragen
Ist Pfefferminze eine Kreuzung?
Pfefferminze ist ein Hybrid aus der Grünen- und der Wasserminze.
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