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Pflanzenvermehrung

Douglasie Vermehrung durch Samen

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Douglasie Vermehrung durch Samen

Die ursprünglich aus Nordamerika stammenden Douglasien sind wirklich imposante immergrüne Nadelbäume, die häufig in Wäldern, aber auch in Parkanlagen und Gärten anzutreffen sind. Ist genügend Platz vorhanden, wirken die Bäume besonders attraktiv, wenn gleich mehrere Douglasien angepflanzt werden. Wer dazu Douglasien durch Samen vermehren möchte, kann die Samen dazu zuvor ernten und zur direkten Vermehrung verwenden.

Samen ernten

Samen ernten
Douglasien verbergen ihre Samen bis zur Reifung in ihren vielen Zapfen. Die Samen der Douglasie sind nur etwa 5 mm lang und besitzen einen kleinen Flügel, mit dem sie sich nach der Reifung verbreiten. Ihre Reifung ist meist im August oder September abgeschlossen, sodass die Samen geerntet werden können. Die Zapfen mit den reifen Samen fallen dann vom Baum.

Ein sicheres Zeichen, dass die Samen tatsächlich reif zur Ernte sind, ist die braune Färbung der Zapfen und der Samen in ihrem Inneren. Sind auch die Samen braun, ist die Reifung beendet. Am besten lassen sich Douglasiensamen bei trockenem Wetter ernten. Dann lösen sich die geflügelten Samenkörner am einfachsten aus den Zapfen.

Die Vorbereitung der Samen

Die Vorbereitung der Samen
Vor dem Einbringen der Douglasien-Samen, muss das Saatgut entsprechend vorbereitet werden:

  • 2 Wochen Aufbewahrung der Samen im Kühlschrank
  • 1 Tag Aufbewahrung in Wasser bei Zimmertemperatur

Douglasien sind sogenannte Kaltkeimer. Die Samen keimen nicht, wenn sie sofort nach der Ernte ausgesät werden. Sie enthalten bestimmte Substanzen, die eine spontane Keimung verhindern.

Die Keimung wird erst aktiviert, wenn die Samen für eine bestimmte Zeit der Kälte ausgesetzt sind. Deshalb müssen die Samen nach der Ernte für etwa 2 Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Danach kommt das Saatgut für einen Tag lang in ein Glas mit Wasser. Dazu wird das Wasserglas bei Zimmertemperatur aufgestellt. Auf diese Weise werden die Samen vor der Aussaat ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt.

Die Aussaat

Am einfachsten gelingt die Aussaat, wenn die so vorbereiteten Samen in einem Pflanzgefäß mit Aussaaterde ausgebracht werden. Nach dem Aufbringen der Samen sollten diese dünn mit Erde bedeckt werden.

Ein perfektes Mikroklima zur Keimung entsteht, wenn das Pflanzgefäß eine Folienabdeckung erhält. Um einen Luftstau und eine damit verbundene Schimmelbildung zu verhindern, sollte die Abdeckung einmal am Tag entfernt werden, um Erde und Samen zu lüften.

Der Topf mit dem Saatgut benötigt einen hellen Standort bei Zimmertemperatur und sollte gleichmäßig feucht gehalten werden. Optimal dazu eignet sich ein Pflanzensprüher. So kann vermieden werden, dass die Erde ungleichmäßig und zu stark feucht gehalten wird.

Sind die Keimlinge gut sichtbar, kann die Folienabdeckung entfernt werden.

Die Anzucht der Jungpflanzen

Auch wenn die Douglasie ein äußerst stattlicher Baum, sind ihre Keimlinge und Jungpflanzen sehr empfindlich.

So sollten die Samen bereits bei der Aussaat in ausreichend großem Abstand in das Pflanzgefäß ausgebracht werden, sodass sich die Keimlinge, ohne sich dabei gegenseitig zu behindern, zu kräftigen Jungpflanzen entwickeln können.

Jedes Umpflanzen schwächt die kleinen Pflänzchen. Daher sollten die Jungpflanzen bis zur Pflanzung ins Freiland im Aussaattopf verbleiben können. Die Pflanzung ins Freiland erfolgt dann im Frühjahr.

Expertentipp

Douglasien können mit mehr als 50 m eine beachtliche Größe erreichen. Schon bei der Auspflanzung der jungen Douglasien ins Freiland sollte der spätere Platzbedarf berücksichtigt werden.

Als Faustregel sollte der Abstand zu anderen Pflanzen, Mauern, Gebäuden oder Straßen der späteren Endgröße des Baums entsprechen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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