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Pflanzenvermehrung

Weide Vermehrung über Stecklinge

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Weide Vermehrung über Steckling

Insbesondere im Frühjahr sind Weiden mit ihren flauschigen Kätzchen sehr attraktiv. Doch nicht nur optisch ist eine Weide im Garten ein Gewinn. Die Bäume sind ökologisch überaus wertvoll, denn sie bieten Nahrung für zahlreiche Insekten. Wer seine Weide vermehren und selbst heranziehen möchte, kann dies ganz einfach über Stecklinge tun.

Weiden treiben schnell aus und sind sehr anspruchslos. Sie gehören zu den sogenannten Pionierpflanzen, die sich schnell auf freien Flächen ausbreiten, die für andere Pflanzen schlechte Bedingungen bieten. Daher ist die Stecklingsvermehrung bei Weiden sehr einfach.

Weidenarten, die sich besonders einfach über Stecklinge vermehren lassen

Weidenarten, die sich besonders einfach über Stecklinge vermehren lassen
Grundsätzlich lassen sich alle Weidenarten problemlos über Stecklinge vermehren. Doch bei einigen Arten gelingt die Stecklingsvermehrung besonders gut. Diese Arten bilden schon nach kurzer Zeit Wurzeln und gedeihen in jedem Boden. Die folgenden Arten lassen sich besonders einfach über Stecklinge vermehren:

  • Salweide
  • Purpurweide
  • Silberweide
  • Bruchweide
  • Trauerweide
  • Harlekinweide
  • Seidenweide

Stecklinge vom männlichen oder weiblichen Baum

Stecklinge vom männlichen oder weiblichen Baum
Vor allem männliche Weiden bilden die so dekorativen und beliebten Weidenkätzchen aus. Soll das neue Bäumchen später ebenfalls viele Weidenkätzchen bilden, sollten die Stecklinge von männlichen Bäumen entnommen werden.

Der richtige Standort

Der richtige Standort
Der Standort der neuen Weiden sollte vorab festgelegt werden, denn Weidenstecklinge können direkt am späteren Standort in die Erde gesteckt werden. Eine vorübergehende Kultivierung der Bäumchen im Topf ist überflüssig, da die Stecklinge überaus robust und wuchsfreudig sind.

Die richtige Stecklingsgröße

Weiden eignen sich je nach Art für verschiedene Einsatzzwecke. Sie können als Hecke oder lebender Zaun, als Hangbefestigung, Hochstamm oder Solitär gepflanzt werden. Vom späteren Einsatz der Weiden hängt die Größe der Stecklinge ab.

Für Weiden, die als Hecke oder lebender Zaun gepflanzt werden, dürfen die Stecklinge bis zu 100 cm lang sein. Für Weiden, die als Hangbefestigung kultiviert werden, reicht eine Stecklingsgröße von 20 cm. Zum Heranziehen eines Hochstamms oder Solitärbaums sollte der Steckling zwischen 50 und 80 cm lang sein.

Die Dicke der Stecklingstriebe entspricht idealerweise mindestens dem Umfang eines Daumens. Als Stecklinge eignen sich nur verholzte Triebe.

Schnittzeitpunkt, Werkzeug und Schnittführung

Die Monate Juli und August sind ideal, um Stecklinge zu entnehmen. Geschnitten werden die Triebe mit einer scharfen und sauberen Ast- oder Gartenschere. Dabei erfolgt der Schnitt immer schräg nach unten.

Stecklinge bewurzeln

Frisch geschnittene Stecklinge werden mit der Schnittstelle nach unten in einem dunklen Wassergefäß an einem hellen und warmen Standort gestellt. Das Wasser sollte regelmäßig ausgetauscht werden. Schon nach wenigen Tagen bilden die Stecklinge die ersten Wurzeln.

Stecklinge einpflanzen

Sobald die Wurzeln eine Länge von 2 bis 3 cm erreicht haben, können die Stecklinge an ihrem späteren Standort eingepflanzt und anschließend gut angegossen werden. In den ersten drei Jahren müssen die jungen Bäumchen gut mit Wasser versorgt und regelmäßig gedüngt werden.

Expertentipp

Bei der Entnahme von Stecklingen von wild wachsenden Weiden dürfen keine Triebe der Salweide entfernt werden. Diese Art steht unter Naturschutz, denn ihre Blüten zählen zu den ersten und wichtigsten Nahrungsquellen von Bienen im Frühjahr.

Salweiden-Stecklinge dürfen deshalb nur von Bäumen im eigenen Garten entnommen werden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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