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Weidengewächse

Weide wurzeln lassen – so ziehen Sie selber Weide

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Weide wurzeln lassen - so ziehen Sie selber Weide

Weidenbäume können einfach durch Stecklinge vermehrt werden. Wir zeigen zwei verschiedene Methoden der Bewurzelung und geben Tipps zur Pflege der jungen Weidenbäumchen.

Geeignete Stecklinge schneiden

Geeignete Stecklinge schneiden


Der beste Zeitraum zum Schneiden von frischen Stecklingen ist in den Monaten von Ende Juni bis Anfang oder Mitte Juli. Schneiden Sie mit einer scharfen Gartenschere etwa 20 Zentimeter lange Triebe ab. Am besten eignen sich leicht verholzte Triebe. Grüne und sehr frische Zweige sind nur bedingt geeignet.

Stecklinge in Wasser anwurzeln lassen

Stecklinge in Wasser anwurzeln lassen
Geben Sie die Stecklinge mit der Schnittstelle nach unten in ein Glas mit lauwarmem Wasser. Bewahren Sie das Glas an einem hellen und warmen Standort. Wechseln Sie das Wasser alle zwei Tage. Nach etwa zwei Wochen zeigen sich bereits die ersten Wurzeln.

Bewurzelte Stecklinge umpflanzen

Bewurzelte Stecklinge umpflanzen
Nachdem sich die ersten Wurzeln zeigen, können die Stecklinge in normales Substrat umgesetzt werden. Sie können diese entweder direkt an den gewünschten Standort im Garten pflanzen, oder bis zum Erreichen einer gewünschten Größe in einen Topf als Zwischenstation setzen. Bei der Wahl des Substrates stellen die Stecklinge keine besonderen Ansprüche; handelsübliche Blumenerde ist ausreichend.

Unbewurzelte Stecklinge pflanzen

Alternativ können Sie die Stecklinge auch unbewurzelt, direkt nach dem Abschneiden vom Baum, in Substrat setzen. Achten Sie darauf, das untere Ende in die Erde zu stecken. Um Verwechslungen zu vermeiden, schneiden Sie die Unterseite gerade ab. Der unbewurzelte Steckling sollte etwa zwei Zentimeter aus der Erde ragen. Gießen Sie ihn gründlich an. Lassen Sie die Erde in den kommenden Wochen nie vollständig austrocknen. Sobald sich erste Wurzeln gebildet haben, werden auch Triebe und Blätter sprießen.

Jungpflanzen pflegen

Sorgen Sie dafür, dass die Erde in den ersten Wachstumswochen dauerhaft leicht feucht ist. Gießen Sie gelegentlich, aber vermeiden Sie Staunässe. Ein durchwegs zu feuchtes Milieu lässt die feinen Wurzeln schnell schimmeln. Sobald die Stecklinge gut angewachsen sind, versorgen sie sich selbständig mit Nährstoffen aus dem Boden. Düngen Sie einmal im Jahr mit einem organischen Dünger wie reifem Kompost oder Hornspänen. Die Weide wächst sehr schnell. Um eine kompakte und gepflegte Form zu erhalten, sind regelmäßige leichte Rückschnitte unumgänglich.

Expertentipp

Weiden können auf verschiedene Arten kultiviert werden. Für die Pflanzung einer Hecke eignen sich vor allem die Sorten Seiden- und Polarweiden. Setzen Sie die Stecklinge nebeneinander in die Erde. Halten Sie je nach Sorte einen Pflanzabstand von etwa 50 bis 100 cm ein. Innerhalb kurzer Zeit wächst so eine dichte Hecke aus Weidenpflanzen zusammen. Regelmäßige Rückschnitte sorgen für eine optisch ansprechende und gepflegte Hecke. Die Weide eignet sich auch als Solitärbaum im Garten. Auch hier sind regelmäßige Rückschnitte empfehlenswert, um die Ausmaße im Zaum zu halten. In kleineren Gärten oder zur Begrünung von Terrassen können Weiden auch in Kübeln kultiviert werden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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