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Pflanzenvermehrung

Weide – Vermehrungsmethoden

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Weide - Vermehrungsmethoden

Weiden (Salix) sind prächtige Laubbäume, die in heimischen Gärten ohne viel Aufwand gut gedeihen. Im Sommer spenden sie Schatten und erfreuen jeden Gartenbesitzer und Passanten mit ihrer imposanten Erscheinung. Welche Vermehrungsmethoden zur Auswahl stehen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Möglichkeiten der Vermehrung

Die meisten Arten kann man geschlechtlich über Samen oder ungeschlechtlich über Stecklinge vermehren. Die Vermehrung mit Hilfe von Stecklingen ist einfach und verspricht hohe Erfolgschancen. Die jungen Bäume entwickeln sich jedoch zu identischen Kopien der Mutterpflanze.

Die Vermehrung durch Samen ermöglicht eine größere genetische Vielfalt. Dazu wird jedoch mindestens eine weibliche und eine männliche Weide der gleichen Art benötigt. Kreuzungen unterschiedlicher Arten sind in den meisten Fällen nicht keimfähig.

Einige wenige Arten können ausschließlich über Veredelung vermehrt werden, was sich etwas aufwändig gestaltet. Mit etwas Glück und Geschick kann das aber auch Hobbygärtnern gelingen.

Vermehrung über Stecklinge

Vermehrung über Stecklinge


Schneiden Sie 20 bis 30 Zentimeter lange, bereits leicht verholzte Triebe von der Mutterpflanze ab. Die beste Zeit dafür ist im Sommer. Allerdings ist der Beschnitt von in der freien Natur wachsenden Exemplaren aufgrund des Vogelschutzes verboten.

Stecklinge können Sie entweder in einem mit Wasser gefüllten Glas anwurzeln lassen oder am ausgewählten Standort in den Boden stecken. In einem Wasserglas erfolgt die Bewurzelung etwas schneller. Für die Pflanzung im Freien müssen Stecklinge bis zur Hälfte ihrer Länge in den Boden gesetzt und das Substrat stets feucht gehalten werden. Das Vorziehen im Wohnbereich ist ebenfalls möglich, wenn man Stecklinge zu Beginn vor Kälte und Fressfeinden schützen möchte.

Vermehrung über Samen

Vermehrung über Samen
Die Samen einer Weide sind lediglich 1 bis 1,5 Zentimeter lang und etwa 0,2 Millimeter breit. Sie befinden sich in den Fruchtkapseln, die weibliche Bäume nach dem Verblühen an ihren Kätzchen bilden. Warten Sie, bis sie vollständig reif sind und beginnen sich von selbst zu lösen. Dann können Sie die Samen vorsichtig entnehmen und zur Anzucht in nährstoffreiches Substrat setzen.

Die besten Erfolgschancen haben Sie allerdings, wenn Sie Schösslinge, die sich von selbst unter Weiden bilden, ausgraben und an geeigneten Standorten einpflanzen.

Vermehrung durch Veredelung

Vermehrung durch Veredelung
Für diese Vermehrungsmethode benötigen Sie ein etwa 30 Zentimeter langes Edelreis einer gewünschten Art. Wählen Sie dafür einen einjährigen Trieb aus und achten Sie darauf, dass mindestens ein Knospenpaar am Ende des Zweigs vorhanden ist.

Als Unterlage schneiden Sie anschließend einen ebenfalls einjährigen Trieb von einer Korb- oder Silberweide ab. Entfernen Sie die Seitentriebe und kürzen Sie ihn auf etwa anderthalb Meter ein, was der Stammhöhe Ihrer neuen Weide entspricht.

Schneiden Sie danach das obere Ende der Unterlage und das untere Ende des Edelreises schräg an, sodass jeweils eine etwa 5 Zentimeter lange Schnittfläche entsteht. Legen Sie die beiden Schnittstellen aufeinander und umwickeln Sie die Fläche mit Veredelungsband.

Führen Sie im Anschluss einen Verwundungsschnitt am unteren Ende der Unterlage durch und graben Sie sie mit dem Edelreis nach oben am gewünschten Standort ein. Halten Sie den Boden gut feucht, bis die Weide sicher angewachsen ist.

Expertentipp

Weiden sind genügsame Bäume, die mit fast jedem Boden und auch an schattigen Plätzen gut zurechtkommen. Junge Exemplare benötigen jedoch viel Licht. Ziehen Sie sie deshalb in einem Kübel vor, wenn sich der geplante Standort vorwiegend im Schatten befindet.

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