Der Eierbaum, Solanum melongena, ist eine Pflanze, die mit Früchten überrascht, die tatsächlich wie Eier aussehen. Zwischen August und September werden sie herausgebildet. Sie sehen witzig aus, dekorativ und sind voll ausgereift essbar. Es kann sich also lohnen, den Versuch zu wagen und Pflanzen aus Samen zu ziehen.
Die Aussaat
Auf der Fensterbank oder im Gewächshaus können die Samen ganzjährig oder besser noch von Februar bis Mai zum Keimen gebracht werden. Es ist ratsam, die Samen vorab für einen Tag in lauwarmem Wasser einzuweichen und so vorquellen zu lassen, denn dann keimen sie eher.
Danach kommen die Samen einen halben bis einen Zentimeter tief in kleine Töpfe mit Anzuchterde. Hier lässt sich auch Erde aus Kokosfasern verwenden. Sie ist luftdurchlässig und deshalb besonders gut geeignet. Es ist zudem möglich, nach den Eisheiligen direkt im Freiland auszusäen. Es kommt auf die Samensorte an.
Das Substrat muss bis zur Keimung gleichmäßig feucht bleiben. Zu viel Nässe schadet jedoch eher. Lichtdurchlässige Folie oder Gläser, die über die Töpfchen gestülpt werden, sorgen für optimale Luftfeuchte. Auch ein Mini-Gewächshaus kann Verwendung finden. Es ist wichtig, immer mal wieder den Deckel zu heben, um Schimmel zu vermeiden. Der Standort für die Aussaatgefäße sollte hell sein, aber ohne direkte Sonne.
Das Wachstum

Bei 20 bis 25 Grad dauert es zwei bis drei Tage, bis die Saat aufgeht. Nach fünf bis acht Wochen sind die Sämlinge ausreichend groß und können in größere Töpfe, Kübel oder wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind und es ausreichend warm ist, in den Garten gepflanzt werden. Beim Vereinzeln ist Vorsicht anzuraten, denn die Wurzeln sind sehr empfindlich. Bei Kultur im Beet ist ein Pflanzabstand von 40 Zentimetern einzuhalten. Auf dem Balkon oder der Terrasse fühlt sich der in Töpfe gepflanzte Eierbaum ebenfalls wohl. Er kann zudem Zimmerpflanze sein.
Die Pflege

Der Eierbaum steht am liebsten sonnig und muss deshalb regelmäßig begossen werden. Einerseits darf der Boden nicht austrocknen, andererseits darf keine Staunässe entstehen. Es lässt sich leicht feststellen, dass ein Wassermangel vorliegt. Die Pflanze lässt dann die Blätter hängen.
Als Dünger ist Tomatendünger zu empfehlen oder ein flüssiger Gemüsedünger. Wie dieser zu dosieren ist, steht auf der Verpackung.
Den Eierbaum überwintern
Der Eierbaum ist eine einjährige Pflanze. Eine Überwinterung ist also nicht nötig. Da Samen leicht zu gewinnen sind, kann im Folgejahr erneut ausgesät werden.
Bei optimalen Bedingungen und wenn die Ansprüche der Pflanze an Wärme und Licht erfüllt sind, ist eine mehrjährige Überwinterung gut möglich.
Expertentipp
Die Pflanze ist selbstbestäubend. Wenn allerdings keine Insekten zur Verfügung stehen, etwa bei Kultur im Zimmer oder Gewächshaus, kann es helfen, die Pflanze ab und an zu schütteln, um den Blütenstaub zu verteilen.
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