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Kübel- / Balkonpflanzen

Einen Feigenbaum im Kübel halten

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Einen Feigenbaum im Kübel halten

Die Feige, die botanisch Ficus carica genannt wird, zählt in die Familie der Maulbeergewächse und ist eine Jahrtausende alte Pflanze mit historischer Bedeutung in zahlreichen Kulturkreisen:

Abbildungen des Garten Edens zeigen Adam und Eva, die sich mit einem Feigenblatt bedecken. Die Erleuchtung von Buddha geschah unter einem Pappelfeigenbaum, auch genannt Bodhibaum. Und laut der Legende sollen Romulus und Remus, die beiden Brüder, die später Rom gegründet haben, unter einem Feigenbaum gestrandet sein, nachdem sie in einem Korb im Tiber ausgesetzt worden sind.

Was mit Sicherheit gesagt werden kann, ist, dass der Feigenbaum auch hierzulande, eingepflanzt im Topf, Balkon und Terrasse verschönern und für einen mediterranen Flair sorgen kann.

Geeignete Feigenbaumsorten für die Haltung im Kübel

Am besten geeignet sind kleine Sorten, die nicht allzu schnell wachsen. Die kompakte Sorte „Dalmatie“ ist gut als Balkonpflanze geeignet, da sie eine relativ gute Toleranz gegenüber Wind hat. Die in Frankreich verbreitete Sorte „Dauphine“ trägt besonders süße Früchte. Sie sollte einen windgeschützten Standpunkt haben und ist bedingt winterhart. Auch der Baum der „Bananenfeige“ ist für die Topfhaltung hervorragend geeignet, da er nur langsam wächst und eine reiche Ernte hervorbringen kann. Außerdem ist der Bananenfeigenbaum für seine ausgezeichnete Winterhärte bekannt.

Den Feigenbaum pflanzen

Den Feigenbaum pflanzen


Für einen optimalen Start sollte der Feigenbaum in einen Kübel mit Abflussloch gepflanzt werden, um die Entstehung von Staunässe zu vermeiden. In etwa alle zwei Jahre müssen Feigenbäume umgetopft werden, gewählt werden sollte also einen Topf, der in etwa 4-6 cm größer ist als der Ursprüngliche.

Die Pflanze fühlt sich besonders wohl in Böden, die zugleich locker und luftdurchlässig sind, aber auch Wasser speichern können. Somit besteht das perfekte Substrat für den Feigenbaum aus zwei Dritteln einfacher Gartenerde und einem Drittel Sand.

Der Feigenbaum sollte beim Einpflanzen leicht in das Substrat angedrückt und gegossen werden.

Den Feigenbaum gießen

Den Feigenbaum gießen
Weil die Wurzeln der Feigenbäume im Topf lediglich das Wasser zur Verfügung haben, das im Kübel vorhanden ist, benötigen sie in diesem Punkt deutlich mehr Zuwendung als ausgepflanzte Feigen. Wichtig ist, dass die Erde immer feucht ist, Staunässe sollte allerdings vermieden werden. Besonders an heißen Tagen kann eine tägliche Bewässerung notwendig sein.

Düngung des Feigenbaums

Düngung des Feigenbaums
Im frühen Frühling erhält der Feigenbaum eine Grunddüngung, die auch beim Um- oder Eintopfen erfolgen kann. Geeignet sind biologische, lebensmittelsichere Langzeitdünger, Zitrusdünger oder Beerendünger. Ebenso verwendet werden kann Mist oder Kompost. Feigen im Topf benötigen etwas mehr Dünger und sollten ab April alle zwei Wochen eine Zugabe an Flüssigdünger in das Gießwasser erhalten.

Den Feigenbaum schneiden

Wie bei Feigenbäumen, die im Freiland wachsen, gilt auch hier: Im Februar oder März sollte der Feigenbaum geschnitten werden. Um mit der Gartenschere optimale Bedingungen zu schaffen, sollte die Krone des Feigenbaums ausgeglichen geschnitten sein und abgestorbene Pflanzenteile entfernt werden. Um das Größenwachstum zu begrenzen, werden die Triebe bis zum letzten Knotenpunkt zurückgeschnitten. Es ist auch möglich, die Triebe nur alle zwei Jahre zurückzuschneiden, da somit Triebe aus unterschiedlichen Altersstufen wachsen können. Die Früchte tragen nämlich sowohl die neuen Triebe als auch die aus dem Vorjahr.

Den Feigenbaum überwintern

Robuste, winterharte Sorten können im Freien überwintert werden. Dazu sollte der Topf mit dem Feigenbaum geschützt an der Hauswand stehen.

Wärmeliebende Feigen werden idealerweise in einem kühlen, frostfreien Raum überwintert.

Häufig gestellte Fragen

Die Blätter meines Feigenbaumes verfärben sich gelb - was kann ich tun?

Gelb verfärbte Feigenblätter weisen meist auf einen Nährstoffmangel hin. Ursache kann Staunässe, ein zu kleiner Kübel oder Bodenverdichtung sein. Die Pflanze sollte in frische Erde umgetopft werden, beim Gießen sollte überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer entfernt werden.

Woran liegt es, wenn der Feigenbaum keine Früchte trägt?

Die Ursachen können vielfältig sein. Durch starke Klimaveränderungen wie plötzliche Kälte- oder Wärmeeinbrüche kommt es manchmal zu Störungen im Hormonhaushalt der Pflanze. Überdüngung kann ein anderer Grund sein. In diesem Fall sollte die Düngung für einige Wochen ausgesetzt werden.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Mintra Kwthijak

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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