Connect with us

Bäume

Hartriegel – wie winterhart sind die Sträucher?

Veröffentlicht

auf

Hartriegel - wie winterhart sind die Sträucher

Die Gattung der Hartriegel (Cornus) gehört zur Ordnung der Hartriegelartigen (Cornales) und zur Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae). Die etwa 50 verschiedenen Arten sind überwiegend in den gemäßigten Zonen der nördlichen Halbkugel zu finden. Hartriegel wachsen als Sträucher oder als kleine Bäume und bilden hübsche, doldenförmige Blüten, aus denen sich im Herbst weiße, rote, blaue oder schwarze Steinfrüchte entwickeln. In diesem Beitrag erhalten Sie wissenswerte Informationen zur Winterhärte.

Sträucher mit attraktiven Blüten und markanten Früchten

Sträucher mit attraktiven Blüten und markanten Früchten


Hartriegel haben dank ihrer hübschen Blüten von April bis Mai, den farbigen Früchten und des attraktiv gelb oder orange gefärbten Laubs im Herbst allerhand zu bieten. Selbst die bei vielen Sorten farbig dekorative Rinde ist im Winter ein reizvoller Blickfang.

Hartriegel stammen ursprünglich aus Ostasien, Europa und Nordamerika. In Mitteleuropa sind Rote Hartriegel (Cornus sanguinea) und Kornelkirschen (Cornus mas) heimisch. Im Norden Deutschlands finden sich Schwedische Hartriegel (Cornus suecica) in freier Natur. Weiße Hartriegel (Cornus alba) haben sich in einigen Gebieten Mitteleuropas eingebürgert.

Dekorative, winterharte Sträucher

Dekorative, winterharte Sträucher
Hartriegel europäischer Herkunft kann man als Hecken oder als Solitär pflanzen. Sie sollten regelmäßig beschnitten werden, sodass sie kräftig austreiben und sich verzweigen. Die bedeutsamen Gehölze werden häufig für die Gestaltung von Gärten und Parks verwendet.

Aufgrund ihres Ursprungs gedeihen sie in unseren Breiten hervorragend und sind winter- sowie frosthart. Hartriegel bevorzugen nährstoffreiche, kalkhaltige, eher lehmige Böden. Rote Hartriegel sind äußerst anpassungsfähig. Kornelkirschen sind etwas empfindlicher. Sie bevorzugen sonnige, warme Standorte und weniger feuchte Böden.

Vielseitige Arten für die Gestaltung heimischer Gärten

Vielseitige Arten für die Gestaltung heimischer Gärten
Exotische Hartriegel und Hybriden kommen mit den Wintertemperaturen in unseren Breiten ebenfalls gut zurecht. Blumen-Hartriegel wie ‘Cornus florida’, ‘Cornus kousa’ und ‘Cornus nuttallii’ sind besonders dekorativ. Die Blüten sind unscheinbar, die Hochblätter, die die Blüten umgeben, sind bezaubernde Blickfänger in den Farben Weiß und Rosa. Aus den Blüten bilden sich Früchte, die optisch an Himbeeren erinnern.

Blumen-Hartriegel haben andere Ansprüche an den Boden. Der Untergrund sollte ebenfalls frisch, nährstoff- und humusreich sein, jedoch sandig und durchlässig. Blumen-Hartriegel bevorzugen schattige, eher feuchte und geschützte Standorte.

Die meisten Arten wachsen als mittelgroße Sträucher und als kleine Bäumchen. Teppich-Hartriegel (Cornus canadensis) können aufgrund ihrer geringen Wuchshöhe als Bodendecker eingesetzt werden. Die schönste Rinde besitzen Weiße Hartriegel. Von besonders intensiv roter Farbe sind die Züchtungen Cornus alba ‚Sibirica‘ und Cornus alba ‚Elegantissima‘.

Im Winter sind Sorten mit gelber Rinde sehr attraktiv, wie Cornus sericea ‚Flaviramea‘. Hartriegel mit schwarzem Holz wie Cornus alba ‚Kesselringii‘ begeistern ebenfalls.

Etagen- oder Pagoden-Hartriegel (Cornus controversa) sind eine besondere Sorte aufgrund ihres etagenförmigen Wuchses. Die zarten, zahlreich erscheinenden Blütendolden stellen hervorragende Bienenweiden dar. Wie fast alle Hartriegel bestechen auch Pagoden-Hartriegel im Herbst mit ihrer leuchtenden Laubfärbung und den blau-schwarzen Beerenfrüchten. Pagoden-Hartriegel sollten im Frühjahr gepflanzt werden. Im Winter schützt man den Wurzelbereich junger Exemplare mit einer Schicht aus Laub und Nadelzweigen.

Expertentipp

Insbesondere früh blühende Kornelkirschen, die auch Herlitzen, Dirlitzen oder Gelbe Hartriegel genannt werden, sind aufgrund ihrer kirschroten Früchte beliebt. In freier Natur sind Kornelkirschen selten zu finden. Sie sind trotz der ähnlich aussehenden Früchte weder mit den heimischen Sauerkirschen noch mit Süßkirschen verwandt. Kornelkirschen sprach man bereits in der Antike eine heilsame Wirkung zu. Die Steinfrüchte sind reich an Vitamin C und können zu Saft, Gelee und Marmelade verarbeitet werden.

Diesen Artikel bewerten

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gerade populär