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Kompost

Hochbeet mit Kompost auffüllen

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Hochbeet mit Kompost auffüllen

Jedes Gartenbeet ist nach ein bis drei Jahren erschöpft. Das bedeutet, dass die Erde kaum noch Nährstoffe hat. Gerade in einem Hochbeet ist die Erde schnell ausgelaugt. Helfen können regelmäßige Düngungen. Doch diese müssen an den Zustand des Bodens, insbesondere an dessen pH-Wert, angepasst werden. Komposterde kann hier helfen und dem Gärtner unnötige Ausgaben ersparen, aber sie ist kein Allheilmittel und kann allein nicht jedes Problem beheben!

Komposterde selbst herstellen

Als Kompost gelten alle kompostierbaren Abfälle, die Sie in einem Komposthaufen sammeln, damit sie verrotten. Das Verrotten ist das Kompostieren, wodurch die Komposterde entsteht. Vor der Weiterverarbeitung im Garten muss ein Kompost ein Jahr ruhen und dann im Frühjahr gesiebt werden. Die dabei entstehende feine Komposterde ist voller guter Nährstoffe, die die bisherige Pflanzerde verbessern kann. Der auf dem Sieb verbleibende Rest wird als Kompost neu angesetzt.

Das Hochbeet mit Komposterde auffüllen und auffrischen

Das Hochbeet mit Komposterde auffüllen und auffrischen


Die Erde im Hochbeet sackt naturgemäß im Laufe eines Jahres etwas zusammen. Zudem ist sie durch die Bepflanzung ärmer an Nährstoffen geworden. Sie müssen Ihrem Hochbeet im Frühling, vor der Neubepflanzung und der neuen Aussaat eine Auffrischung gönnen.

Um das Hochbeet aufzufrischen, nehmen Sie zunächst alle Pflanzen, die noch im Hochbeet sind, heraus und stellen sie beiseite. Daraufhin lockern Sie mit der Gartenhacke die Erde gründlich auf und geben eine Schicht trockenes Laub hinzu. Vermischen Sie das Laub mit der gelockerten Erde und geben Sie noch eine Laubschicht darüber. Schließlich füllen Sie das Hochbeet mit der gesiebten Komposterde auf, ziehen die Oberfläche mit einem Holzbrett oder einem Besenstiel glatt und setzen die Pflanzen in die frische Erde. Danach werden die Pflanzen nur noch angegossen.

Das Hochbeet komplett neu mit Komposterde ansetzen

Das Hochbeet komplett neu mit Komposterde ansetzen
Nach zwei Gartenjahren sollte im nächsten Frühling die Erde im Hochbeet ersetzt werden. Dafür nehmen Sie die vorhandenen Pflanzen heraus und entfernen dann die Erde bis zu der Schicht der alten Zweige. Dort können Sie nun neuen Pflanzenschnitt hinzugeben und wenn vorhanden etwas Pferdemist, der viel Wärme und Stickstoff liefert. Anschließend füllen Sie das Hochbeet wieder großzügig mit trockenem Laub auf und ergänzen die frische Komposterde. Zum Schluss die Erde mit einem Brett glatt ziehen, die Pflanzen wieder einsetzen und wässern.

Expertentipp

Der Herbst ist die Zeit zur Vorbereitung fürs nächste Gartenjahr. Wichtig ist dabei auch der Kompost, der im Herbst mit Pferdemist angereichert werden sollte. Der Mist kann sowohl für den ruhenden als auch für den aktiven Komposthaufen genutzt werden. Zwei bis drei Mistgabeln voll reichen pro Komposthaufen bereits völlig aus. Der Mist liefert Wärme, die den Kompostiervorgang verbessert. Zudem liefert Pferdemist viel Stickstoff und weitere Nährstoffe. Ohne Hochbeet können Sie den Mist direkt in Ihr brachliegendes Gemüsebeet einarbeiten.

Häufig gestellte Fragen

Braucht man wirklich einen Komposthaufen?

Jeder Garten sollte zwei Komposthaufen haben, um den Garten aus eigener Kraft im Frühjahr regelmäßig mit frischer, nährstoffreicher Erde versorgen zu können. Gekaufte Komposterde ist gut, aber Sie wissen nie, welche Zusatzstoffe vielleicht darin sind. Komposterde vom Bauhof wird aus allen, auch ungeeigneten, Gartenabfällen hergestellt. In der Regel finden Sie darin auch feine gelbe oder blaue Reste von kompostierbaren Abfallsäcken.

Was tun, wenn die Komposterde nicht ausreicht?

Dann sollten Sie die verbrauchte Erde komplett herausnehmen, sie mit Laub, Pferdemist und Ihrer Komposterde vermengen und wieder einfüllen. So erhalten Sie mehr Erde fürs Hochbeet. Ist das nicht möglich, sollten Sie Bio-Pflanzerde aus dem Handel zukaufen und mit der vorhandenen Komposterde vermischen. Bedenken Sie, dass das Hochbeet nicht bis zum oberen Rand befüllt werden sollte, denn bleibt die Erdoberfläche unterhalb des Holzrandes, stehen die Pflanzen etwas geschützter.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/mtreasure

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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