Von April bis Mai ist Bärlauchzeit. Das Lauchgewächs ist ein klassisches Wildkraut des Frühjahrs und erfreut sich vor allem als Gewürzkraut in der Küche großer Beliebtheit. Bärlauch kann vor allem in feucht-schattigen Waldgebieten gesammelt werden. Meist findet man ihn in der Nähe von Wasser.
Wissenswertes
Die mehrjährige Pflanze zeichnet sich durch lanzettförmige, langstielige Blätter aus. Aus den Ansätzen der Blätter bildet sich im Erdreich eine längliche etwa 2 bis 4 Zentimeter lange Zwiebel. Bärlauch erreicht in der Regel eine Wuchshöhe von 20 bis 30 Zentimetern und bildet eine Blütendolde, die aus 10 bis 25 Einzelblüten bestehen kann.
Verwendung von Bärlauch

Verwendung findet Bärlauch vor allem in der Küche. Das stark an Knoblauch erinnernde Aroma macht die würzige Pflanze in der Frühjahrsküche sehr beliebt. Auch die Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Klassischerweise werden die Blätter des Bärlauchs zu einem Pesto verarbeitet. Geschätzt wird das Lauchgewächs aber zum Beispiel auch als Würzmittel für Butter, Quark oder Salz. Besonders zur Geltung kommt das Aroma, wenn man Bärlauch roh verwendet.
Vergiftung durch Bärlauch
Immer wieder kommt es vor, dass Menschen nach dem Verzehr von Gerichten mit Bärlauch an Vergiftungserscheinungen leiden, die im schlimmsten Fall sogar einen tödlichen Ausgang haben können. Dazu gehören:
- Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
- Sehstörungen (Gelbsehen)
- Kreislaufstörungen
- Herzrhythmusstörungen
- Bewusstlosigkeit bis hin zum Herzstillstand
Allerdings ist Bärlauch selbst nicht giftig. Häufig passiert es, dass beim Sammeln giftige Doppelgänger mit der Delikatesse verwechselt werden. Zu diesen Doppelgängern gehören das Maiglöckchen, die Herbstzeitlose und der Aronstab. Vor allem als Laie sollte man sehr vorsichtig beim Sammeln dieses Gewächses sein.
Expertentipp
Um Bärlauch sicher erkennen zu können und um eine Vergiftung zu vermeiden, müssen Sie beim Sammeln sehr aufmerksam sein. Bärlauch besitzt pro Blattstiel nur ein Blatt, was bei Maiglöckchen und Aronstab nicht der Fall ist; die Blätter der Herbstzeitlosen sind sogar gar nicht gestielt. Das wohl sicherste Unterscheidungsmerkmal ist der unverkennbare Geruch des Bärlauchs. Reibt man dessen Blätter zwischen den Fingern, kann man das lauch- bzw. knoblauchartige Aroma sehr gut wahrnehmen.
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