Das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum), auch „Tüpfel-Johanniskraut genannt, findet in vielen Gärten wieder. Vor allem im Natur- und Bauerngarten darf die hoch geschätzte Heilpflanze nicht fehlen. Die gelb blühende Pflanze fühlt sich an sonnigen Standorten sehr wohl. Man findet sie nicht nur in Gärten, sondern auch an Wegrändern und in lichten Wäldern. Sie ist eine der bekanntesten Heilkräuter in Mitteleuropa. Bereits in der Antike wurde sie in der Heilkunde verwendet. Heute wird das Johanniskraut zur Behandlung von Depressionen, nervöser Unruhe und Stress eingesetzt. In der äußeren Anwendung wird es zur Wundheilung und bei Hautproblemen eingesetzt.
Aussehen und Wirkung der Blätter
Die Blätter des Johanniskrauts erscheinen in einem satten Grün. Sie sind gegenständig am Stängel angeordnet, stehen sich also gegenüber. Sie haben eine längliche Form und sind im vorderen Bereich leicht zugespitzt. Die 3-4 cm langen Blätter besitzen kleine Punkte, die gegen das Licht betrachtet sehr gut sichtbar sind. Diese kleinen Öldrüsen enthalten die wertvollen ätherischen Öle und Harze der Pflanze. So finden sich beispielsweise die Stoffe Hypericin und Hyperforin in den Drüsen. Diese können auf das zentrale Nervensystem einwirken. Durch die Kombination mit weiteren Inhaltsstoffen wie Flavonoiden weist das Kraut zahlreiche Heilwirkungen auf. So kann es beispielsweise stressmindernde, antidepressive und entzündungshemmende Wirkungen aufweisen. Zusätzlich unterstützt es die Wundheilung und kann antibakteriell wirken. Im Bereich der Naturheilkunde wird Johanniskraut bei Stress, nervösen Unruhezuständen und in der Wundbehandlung eingesetzt.
Verwendung

Das Johanniskraut kann sehr vielseitig als Heilkraut verwendet werden. Die Blätter der Pflanze enthalten unzählige Wirkstoffe, von denen wir profitieren. Die Kraft der Pflanze wird meist in Tees, Ölauszügen und Tinkturen festgehalten. Diese können sowohl mit den Blüten, als auch mit den Blättern hergestellt werden. Das Johanniskrautöl ist ein geeignetes Hausmittel gegen Beschwerden in Muskeln oder Gelenken oder bei trockener Haut. Eine häufige Verwendung der Pflanze ist der Johanniskrauttee. Ihm wird eine positive Wirkung bei Unruhezuständen oder Depressionen zugesagt.
Bei Magenproblemen kann er ebenfalls Abhilfe schaffen. Für den Ansatz des Tees können ebenfalls Blüten und Blätter verwendet werden. Die Ernte kann von Mai bis Oktober erfolgen. Der Tee erhält durch die Blätter einen ansprechenden frischen Geschmack. Für die Anwendung im Tee ein bis zwei gehäufte Teelöffel Blätter pro Tasse verwenden. Der Tee muss nach dem Aufguss etwa drei bis vier Minuten ziehen und kann danach heiß oder als Kaltwasserauszug getrunken werden. An einem Tag sollten nicht mehr als zwei bis drei Tassen über den ganzen Tag hinweg verzehrt werden. Eine positive Wirkung gegen Unruhe kann erreicht werden, indem die Zubereitungen aus Johanniskraut über mehrere Woche hinweg benutzt werden.
Expertentipp
Für den Tee können auch die Blüten des Krauts verwendet werden. Diese verleihen dem Tee einen intensiveren Geschmack. Bei der Verwendung von Blüten kann der Tee mit zehn Minuten etwas länger kochen. Diese Zeit sollte aber nicht überschritten werden, um Wechselwirkungen zu entfernen.
Häufig gestellte Fragen
Wann nimmt man Johanniskraut am besten ein?
Bei Unruhezuständen können zwei Tassen des Johanniskrauttees eine morgens und eine abends getrunken werden.
Hat es starke Nebenwirkungen?
Die Anwendung von Johanniskraut hat kaum Nebenwirkungen. Es wirkt stimmungsaufhellend, aber nicht ermüdend. Jedoch sollte auf eine richtige Dosierung geachtet werden.
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