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Zierpflanzen

Johanniskraut anbauen – Tipps zur Pflege im Garten

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Johanniskraut anbauen - Tipps zur Pflege im Garten

Das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) kommt in der Natur Europas, aber auch im westlichen Asien und in Afrika vor. Seine wohltuende Wirkung auf Körper und Seele ist lange bekannt. Von jeher galt das Kraut als Schutz vor Krankheiten und Depressionen.

Merkmale des Johanniskrauts

Die verzweigten Stauden können bis zu einer Höhe von einem Meter heranwachsen. Charakteristisch sind die ölhaltigen Blätter: Hält man sie gegen das Licht, wirken sie wegen der eingeschlossenen kleinen Ölkapseln wie durchlöchert. Blüten und Blattwerk enthalten die Wirkstoffe Hypericin und Hyperforin, die für die antidepressive Wirkung des Johanniskrauts verantwortlich sind. Inhaltsstoffe sind zudem hochwertiges ätherisches Öl, antioxidative Flavonoide und Gerbstoffe.

Verwandte Arten

Verwandte Arten


Zu den verwandten Arten zählt das sogenannte Mannsblut (Hypericum androsaemum), das medizinisch ähnlich wirken kann. Es zeigt eine attraktive rote Herbstfärbung. Das Großblütige Johanniskraut (Hypericum patulum) ist ein reichlich blühender Bodendecker.

Bester Standort des Johanniskraut

Bester Standort des Johanniskraut
Ein warmer, sonniger Standort ist Voraussetzung zur Bildung der wertvollen Inhaltsstoffe. Dazu sollte der Boden gut durchlässig, aber eher trocken als allzu feucht sein. Infolge eines zu hohen Kalkgehalts vergilben die Blätter.

Die Kultur

Die Kultur
Kalt keimende Samen werden über die Winterzeit im Haus ausgesät, am besten gleich in kleine Töpfe. Denn damit erspart man sich das Vereinzeln. Im späteren Frühjahr kommen sie dann in Pflanzabständen von etwa 25 x 25 cm an Ort und Stelle. Dann wird auch organischer Dünger bzw. Kompost zugegeben.

Die Anzucht großzügiger Mengen der mehrjährigen Pflanzen ist ratsam, die somit von Jahr zu Jahr abwechselnd beerntet werden können. Zudem lassen sich ältere Pflanzen teilen und eine Vermehrung mit Kopfstecklingen gelingt gut.

Die Ernte des Johanniskrauts

Die Ernte des Johanniskrauts
Die Triebe werden während der vollen Blüte geschnitten. Dann werden sie in Bündeln zum Trocknen aufgehängt. Blätter und Blüten lassen sich in Öl eingelegt konservieren.

Der Zierwert im Garten

Im Sommer ist das Johanniskraut mit seinen leuchtend gelben Blüten eine wahre Pracht. Allerdings sind die Zierformen unter den zahlreichen Arten der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae) medizinisch unwirksam.

Wirkungen des Echten Johanniskrauts

Eine Johanniskraut-Tinktur stärkt Psyche und Leistungskraft. Als Tee-Aufguss aus getrockneten Blüten und Blättern hilft das Kraut nervösen Beschwerden und depressiven Verstimmungen entgegen. Zudem stärkt Johanniskraut den Kreislauf, es regt die Verdauung an und lindert Verstauchungen und Blutergüsse. Verschiedene Anwendungen können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen.

Wegen seiner antiseptischen Eigenschaften wird Johanniskraut gern als Bade- oder Waschzusatz genommen. Es wirkt unreiner Haut entgegen und macht die Haut geschmeidig.

Häufig gestellte Fragen

Wie lässt sich Johanniskrautpflanze vermehren?

Johanniskraut wird aus Samen gewonnen. Die Vermehrung gelingt auch über Stecklinge oder den Anbau vorgezogener Jungpflanzen.

Wie wird Johanniskraut angebaut?

Im Garten erfolgt eine Kultur auf gut durchlässigen und kalkarmen Böden.

Welchen Nutzen hat Johanniskraut?

Echtes Johanniskraut ist ein Antidepressivum. Es stärkt die Kreislauffunktionen und die Verdauung. Äußerlich wird es gegen unreine Haut, Blutergüsse und Verstauchungen angewendet. Einige Anwendungen können die Empfindlichkeit der Haut gegen direkte Sonneneinstrahlung erhöhen. In Gartenanlagen wirken bestimmte Arten unter den Johanniskrautgewächsen besonders dekorativ.

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