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Zierpflanzen

Johanniskraut – Vorbereitung, Trocknung und Verwendung

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Johanniskraut - Vorbereitung, Trocknung und Verwendung

Allein in Deutschland gedeihen in freier Natur etwa zehn verschiedene Arten des Johanniskrauts, die man sich zu Nutze machen kann. Die häufigste Art ist das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum), das auch Tüpfel-Johanniskraut oder Tüpfel-Hartheu genannt wird. Die Heilpflanze, deren Wirkung medizinisch nachgewiesen ist, kann als natürliches Antidepressivum und Beruhigungsmittel verwendet werden. Wie man das Kraut trocknet und richtig verwendet, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Johanniskraut – eine altbekannte, einheimische Heilpflanze

Johanniskraut - eine altbekannte, einheimische Heilpflanze


Im Volksmund wurde Johanniskraut früher als Herrgottsblut bezeichnet. Diese Bezeichnung bezog sich zum einen auf das rötliche Öl, das die Drüsen der punktiert wirkenden, gelb gefärbten Blütenblätter absondern und zum anderen auf Johannes den Täufer und die Tatsache, dass es um den Johannistag am 24. Juni herum blüht.

Johanniskraut wurde bereits in der Antike als Heilmittel eingesetzt. Hochdosierte Präparate sind anerkannte medizinische Arzneimittel. Bei leichten depressiven Verstimmungen können sie eine gute Alternative zu synthetischen Antidepressiva sein und werden bei entsprechender Indikation vom Facharzt verschrieben.

Ernte und schonende Trocknung

Ernte und schonende Trocknung
Johanniskraut wird während der Blütezeit geerntet, da der Wirkstoffgehalt zu dieser Zeit am höchsten ist. Es wird zu Sträußen gebunden, an einem warmen und trockenen Ort, beispielsweise auf einem Dachboden, aufgehängt und schonend über mehrere Wochen hinweg getrocknet. Alternativ kommen zum schnelleren Trocknen auch Dörrgeräte oder der eigene Ofen infrage.

Für die Ernte verwendet man eine desinfizierte, scharfe Gartenschere und schneidet die Pflanzen über dem Boden ab. Die beim Trocknen über Kopf aufgehängten Bündel dürfen keiner Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Verschiedene Verwendungsmöglichkeiten

Verschiedene Verwendungsmöglichkeiten
Getrocknetes, zerkleinertes und in saubere Gläser gefülltes Johanniskraut wird traditionell als Tee verwendet. Es kann als Tee mit getrockneten Hopfenblüten, Melisse und Lavendel gemischt werden. Johanniskraut-Tee wirkt beruhigend und fördert einen gesunden Schlaf.

Johanniskraut kann getrocknet in Smoothies verarbeitet oder als Gewürz in Suppen, Eintöpfe oder Salate gestreut werden. Zudem eignet es sich sehr gut zum Räuchern. Bereits im Mittelalter wurde Johanniskraut verbrannt, um sich vor bösem Zauber und Dämonen zu schützen.

Johanniskraut wird auch als Basis für Salben, Tinkturen und Öle verwendet, die zur äußerlichen Anwendung genutzt werden. Aus Echtem Johanniskraut kann man zum Beispiel ein Öl gewinnen, das entzündungshemmende Eigenschaften besitzt und schuppige oder trockene Haut beruhigt.

Inhaltsstoffe

Johanniskraut enthält das als Antidepressiva wirksame Hypericin, das antibiotisch wirkende Hyperforin, Flavonoide, ätherische Öle und Spathulenol, das für den würzigen und aromatischen Geschmack verantwortlich ist.

Nebenwirkungen

Von den meisten Menschen wird Johanniskraut sehr gut vertragen. Es kann jedoch phototoxische Reaktionen der Haut hervorrufen. Wer lichtempfindlich ist, sollte Johanniskraut aus diesem Grund besser meiden. Wird Johanniskraut regelmäßig und in hoher Dosis eingenommen, sollte man sich gut vor praller Sonneneinstrahlung schützen.

Expertentipp

Für Johanniskrautöl, das auch Rotöl genannt wird, benötigt man Olivenöl, das über mit einem Wiegemesser zerhackte und getrocknete Pflanzenteile gegeben wird. Vor der Verwendung wird das Öl an einem trockenen, warmen Platz gelagert, sodass es vor Sonne geschützt ist. Es sollte regelmäßig geschüttelt und nach etwa sechs Wochen in ein dunkles Glas gefiltert werden.

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