Kartoffeln kennen die meisten als Beetpflanze, die zwischen Erbsen und Bohnen besonders gut heranwächst. Doch wussten Sie, dass sich die beliebte Knolle ohne größere Probleme im Kübel anpflanzen lässt? Damit sparen Sie nicht nur Platz, sondern auch die Ernte wird durch ein simples Herausziehen vereinfacht. Tipps und Ratschläge zu Anbau und Pflege erhalten Sie im nachfolgenden Artikel.
Allgemeine Pflegehinweise für Kartoffeln
Im Kübel gedeihen Erdäpfel am besten an einem sonnigen, aber geschützten Standort. Sie können die Pflanze sowohl im Balkon als auch auf der Terrasse oder im Garten anbauen. Wichtig ist in jedem Fall ein lockerer, durchlüfteter Boden, der Wärme speichert. In einem Topf sind dafür beste Voraussetzungen gegeben. Das Substrat sollte humos und leicht lehmig sein.
Schwere Tonböden sollten Sie zunächst auflockern und mit Sand strecken. Kartoffeln benötigen im Pflanzgefäß etwa alle zwei bis drei Tage eine Wassergabe per Gießkanne. Wässern Sie die Erde ausreichend, aber vermeiden Sie Staunässe. Als Starkzehrer freut sich das Gewächs über organischen Dünger in Form von Hornspänen, Kompost oder auch Brennnesseljauche. Letztere können Sie den Kartoffeln im Abstand von mehreren Wochen verabreichen, Erstere jeweils beim Anhäufeln und direkt zu Beginn mit der Erde vermischen.
Methode 1: Kartoffeln anhäufeln
Aus Erzählungen der Großeltern kennen viele von uns sicherlich noch das Anhäufeln. Gerade bei älteren Sorten liefert diese Methode zufriedenstellende Ergebnisse und eine große Ernte. Geben Sie zuerst eine Drainageschicht und dann eine etwa 15 cm dicke Schicht aus Kompost und Gemüseerde in den Kübel. Nun können Sie im Abstand von mehreren Zentimetern je nach Kübelgröße zwischen drei bis vier gekeimte Pflanzkartoffeln in die Erde drücken und mit einer Handvoll Erde anhäufeln.
Im Anschluss gießen Sie die Knollen jeden zweiten Tag (bei heißem Wetter auch täglich) und warten. Warten Sie dann, bis die Kartoffeltriebe einige Zentimeter gewachsen sind und mehrere Blätter gebildet haben. Nun geben Sie erneut eine Schicht Erde auf die Pflanzen bis zum obersten Blattpaar. Diesen Vorgang wiederholen Sie dann, bis der Kübel sich komplett mit Erde gefüllt hat.
Methode 2: Kartoffeln nach oben setzen

Neben der klassischen Vorgehensweise können Sie Ernteerfolge im Pflanzkübel auch ohne das Anhäufeln von Kartoffeln erzielen. Insbesondere bei modernen Sorten ist das Knollenwachstum so gezüchtet worden, dass es von Vorteil sein kann, die Knollen direkt in die oberste Erdschicht zu geben. In diesem Fall füllen Sie das Gefäß zunächst mit einer Drainageschicht, dann mit nährstoffreichem Substrat bis an den oberen Rand voll.
Nun stecken Sie die Kartoffelknollen mit Keimen einige Zentimeter unter die Erde und gießen den Kübel an. Nach kurzer Zeit sollten sich bereits erste Triebe und grüne Blätter zeigen. Nun müssen Sie lediglich die allgemeinen Pflegehinweise beachten. Je nach Sorte sollten sich dann nach 110 bis 160 Tagen ausreichend Knollen zur Ernte gebildet haben. Frühkartoffeln sind oft bereits nach 100 Tagen reif, späte Sorten wie Vitelotte benötigen mehr Zeit.
Expertentipp
Kartoffeln lassen sich hervorragend mit Pfefferminze und (bei ausreichend Platz) mit Meerrettich pflanzen. Letzterer hat sich vor allem als Abwehr gegen lästige Erkrankungen bewährt.
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