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Gemüsepflanzen

Kartoffeln – wann sind sie giftig und wie schützt man sich?

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Kartoffeln - wann sind sie giftig und wie schützt man sich

Kartoffeln (Solanum tuberosum) zählen in Deutschland zu den beliebtesten Gemüsesorten und werden als Beilage zu Fleischgerichten serviert oder als Hauptzutat in Kartoffelsalat verwendet. Trotz ihres gesunden Rufes gibt es Risiken, die beim Verzehr von Kartoffeln beachtet werden sollten. In diesem Beitrag wird erläutert, wann Kartoffeln giftig sind und wie man sich schützen kann.

Giftige Stoffe in rohen Kartoffeln

Giftige Stoffe in rohen Kartoffeln


Rohe Kartoffeln können giftige Stoffe enthalten, die als Solanin und Chaconin bekannt sind. Diese Stoffe sollen die Pflanzen und die Knollen vor Fressfeinden schützen. Die höchsten Konzentrationen sind in der Schale und direkt darunter zu finden. Werden Kartoffeln lange gelagert oder Licht ausgesetzt, kann sich die Konzentration dieser Stoffe erhöhen. Werden Kartoffeln roh verzehrt, kann die Aufnahme von Solanin und Chaconin zu Vergiftungserscheinungen führen.

Erkennen giftiger Kartoffeln

Erkennen giftiger Kartoffeln
Um giftige Kartoffeln zu erkennen, sollte man auf äußere Anzeichen wie grüne Stellen, Keime oder Flecken achten. Diese können auf das Vorhandensein von Solanin und anderen giftigen Alkaloiden hinweisen. Sehen Kartoffeln verdächtig aus, sollte man sie nicht verzehren. Der Geruch kann ebenfalls ein Hinweis auf verdorbene oder giftige Kartoffeln sein. Sind Sie sich unsicher, ob eine Kartoffel noch essbar ist, sollten Sie sie vorsorglich entsorgen.

Korrekte Lagerung

Korrekte Lagerung
Um Kartoffeln frisch zu halten und den Gehalt an Solanin zu reduzieren, ist die richtige Lagerung von großer Bedeutung. Kartoffeln sollten ausschließlich an kühlen, dunklen und trockenen Orten gelagert werden, um das Keimen und ein vorzeitiges Verderben zu vermeiden. Temperaturen zwischen 4 und 8 Grad Celsius sind optimal.

Ideal geeignet sind Kellerräume oder eine Vorratskammer. Kartoffeln können jedoch auch im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wichtig ist dabei, dass man sie nicht in der Nähe von Äpfeln, Bananen oder Tomaten lagert, da diese Früchte das Reifen und Verderben der Kartoffeln beschleunigen. Weiterhin dürfen Kartoffeln nicht in Plastiktüten aufbewahrt werden, da das zur Bildung und zum Stau von Feuchtigkeit führt. Papiertüten oder ein Kartoffelkorb sind weitaus besser geeignet.

Richtige Zubereitung

Um sicherzustellen, dass man Kartoffeln essen kann, müssen sie richtig zubereitet werden. Sie sollten gekocht oder gebacken werden, um den Gehalt an Solanin und Chaconin zu reduzieren. Rohe Kartoffeln oder Exemplare mit grünen Stellen sollten gemieden werden, da sie höhere Mengen der giftigen Substanzen enthalten.

Beim Kochen von Kartoffeln sollte man darauf achten, dass sie vollständig gegart sind und keine rohen Stellen aufweisen. Bereitet man Kartoffeln in der Mikrowelle zu, sollte man sie zuvor mehrmals mit einer Gabel einstechen, um zu verhindern, dass sie platzen. Kartoffeln sollte man nicht in Aluminiumfolie wickeln, da das die Bildung des giftigen Solanins fördert.

Expertentipp

Um den Kartoffelanbau zu optimieren, empfiehlt es sich, Mischkulturen einzusetzen. Durch die Kombination von Kartoffeln mit anderen Pflanzen können Schädlinge reduziert und die Bodengesundheit verbessert werden. Beliebte Kartoffelmischkulturen umfassen Bohnen, Kohl und Salat. Bei der Auswahl einer Mischkultur ist es wichtig, darauf zu achten, dass sich die Pflanzen nicht gegenseitig beeinträchtigen und ähnliche Boden- und Klimabedingungen benötigen.

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