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Gemüsepflanzen

Kartoffeln vorkeimen

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Kartoffeln vorkeimen

Ab Mitte Februar lassen sich Pflanzkartoffeln vorkeimen. Das verschafft den Knollen eine kleine Starthilfe, denn sie werden dadurch nicht nur schneller reif, sondern sind auch weniger anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Mit ein paar wichtigen Dingen, die es zu beachten gibt, lassen sich Kartoffeln ganz leicht selbst anbauen.

Kartoffeln vorkeimen – die wichtigsten Infos

Kartoffeln vorkeimen - die wichtigsten Infos


Mit dem Vorkeimen der Kartoffeln sorgen Sie dafür, dass die Knollen eher erntereif werden und weniger anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlingen sind. Der beste Zeitpunkt, um mit dem Vorkeimen zu beginnen, ist Mitte Februar. Ein gutes Hilfsmittel sind Eierkartons oder Eierpaletten. Als Ort für das Vorkeimen eignet sich ein heller kühler Platz, hier keimen die Kartoffeln binnen weniger Wochen. Ab Ende März bis April können die Knollen dann ins Freiland umziehen.

Diese Sorten eignen sich zum Vorkeimen

Diese Sorten eignen sich zum Vorkeimen
Wenn Sie auf der Suche nach einer passenden Pflanzkartoffel sind, sollten Sie ausschließlich auf unbehandelte Sorten zurückgreifen. Normale Kartoffeln aus dem Supermarkt sind somit weniger geeignet, denn diese werden meistens mit Mitteln behandelt, welche die Keimung hemmen sollen. Im Prinzip eignen sich alle Kartoffelsorten für das Vorkeimen und die Anpflanzung. Es gibt Sorten, die werden früh und welche, die werden spät geerntet.

Zu den beliebten Frühsorten zählen zum Beispiel:

  • Agata,
  • Amalia,
  • Gloria,
  • Princess,
  • Hela oder
  • Karat.

Zu den späten Sorten zählen unter anderem:

  • Granola,
  • Datura,
  • Palma und
  • Aula.

Kartoffeln richtig vorkeimen

Kartoffeln richtig vorkeimen
Für eine Beetfläche von zehn Quadratmetern benötigen Sie etwa drei Kilogramm Pflanzkartoffeln. Der Ertrag, den Sie erwarten können, liegt dann je nach Sorte beim Neun- bis Zwölffachen. In Eierkartons oder Eierpaletten lassen sich die Kartoffeln gut vorkeimen. In die Mulden passen diese sehr gut hinein, zudem zersetzt sich die Pappe, wenn sie feucht wird, ziemlich schnell. Eine gute Alternative sind auch Multitopfplatten oder Töpfe aus gepresstem Torf. Es ist auch möglich, einfach in eine Kiste etwas Anzuchtsubstrat zu geben und die Kartoffeln auf die flache Seite dort hineinzulegen.

Beginnen können Sie mit dem Vorkeimen Mitte Februar. Die Anzuchtschalen werden am besten in eine Anzuchtschale oder in ein Frühbeet mit einer transparenten Abdeckhaube gestellt. So bleibt die Luftfeuchtigkeit stets erhalten. Als Substrat eignet sich reifer Kompost gemischt mit feinkörnigem Sand und Erde. Der Kompost wird vor der Verwendung gesiebt. Nun können Sie die Kartoffeln in die Schalen geben, und zwar so, dass sie aufrecht stehen. Die Seite mit den Augen zeigt dabei nach oben.

Nun füllen Sie das restliche Substrat zwischen die Kartoffeln, wichtig ist, dass die Töpfchen komplett mit Erde gefüllt sind. Jetzt gießen Sie die Erde noch einmal kräftig an und stellen die Kartoffeln an einen möglichst hellen Platz, der aber nicht zu warm ist. Am besten eignet sich ein Raum, der unbeheizt, aber schön hell ist. Ideal sind Temperaturen von 12 bis 15 Grad Celsius.

Haben Sie die Kartoffeln im Fensterbrett eines Wohnraumes stehen, ist dort die Lichtstärke im Februar noch recht schwach. Sind aber die Temperaturen dementsprechend hoch, bilden die Kartoffeln blasse lange Keime, die ziemlich schnell abbrechen können. So ist es sehr schwierig, die Kartoffeln mit ihren zarten Keimen unbeschadet einzupflanzen. Achten Sie daher sowohl auf eine gute Belichtung als auch auf eine kühle Umgebungstemperatur, dann bilden sich auch hellgrüne und kräftige Triebe.

Wenn Ihre Pflanzkiste direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, können Sie auf eine Abdeckung verzichten. Das würde dann im Inneren zu hohen Temperaturen führen. Kontrollieren Sie nun die nächsten Tage und Wochen regelmäßig das Substrat. Es sollte immer leicht feucht sein und niemals ganz austrocknen. Bei Bedarf ist immer etwas nachzuwässern.

Sehr gut dosieren lässt sich das Wasser mit einer Sprühflasche, so feuchten Sie auch gleich die Kartoffeln etwas mit an. Wer seine Kartoffeln im Keller oder Vorratsraum lagert, wird festgestellt haben, dass Kartoffeln von ganz alleine keimen. Im Prinzip benötigt es dazu nicht mal Erde, Sie können die Kartoffeln auch in eine Kiste legen und an einem hellen und kühlen Ort vorkeimen lassen.

In der Landwirtschaft wird das bei den Massen an Kartoffeln, die dort anfallen häufig so praktiziert. Beim Vorkeimen ohne Erde sollte aber nicht eher als vier Wochen vor der Auspflanzung begonnen werden.

Vorgekeimte Kartoffeln auspflanzen

Wann genau die vorgekeimten Kartoffeln ausgepflanzt werden, hängt von der jeweiligen Region ab. Sie werden von Ende März bis Mitte April ausgepflanzt, meist sind die Anzuchtschalen oder Eierkartons dann schon sehr durchweicht und durchwurzelt. Hier reicht es nur das Gröbste vorsichtig abzuschneiden. Bei Kunststoffbehältern wird der Wurzelballen vorsichtig herausgedrückt. Auf keinen Fall darf an den Kartoffeln gezogen werden, denn dann reißen die Wurzeln sehr schnell ab. Haben Sie die Kartoffeln in Kisten mit Substrat vorgekeimt, können Sie die durchwurzelte Erde mit einem scharfen Messer abschneiden. Setzen Sie die Kartoffeln so tief in die Erde im Freiland, dass sie ein paar Zentimeter mit Erde bedeckt sind.

Die neuen Keime sollten auch ein paar Zentimeter mit Erde bedeckt sein. Das macht man aus dem Grund, da es bis zum Mai noch Nachtfröste geben kann. Wenn die Knollen dann tief genug in der Erde sind, schützt sie das gut vor Frost und Kälte. Zwischen den einzelnen Reihen, die Sie für die Kartoffeln anlegen, bleiben jeweils 70 Zentimeter Abstand. Die Kartoffeln werden dann mit einem Pflanzabstand von mindestens 40 Zentimetern gepflanzt. Nach der Pflanzung werden die Kartoffeln gut angegossen, zudem können Sie das Beet mit Vlies abdecken. Das schützt zum einen vor Frost und führt auch noch zu einer früheren Ernte.

Kartoffeln nach der Ernte lagern

Nach der Ernte haben Sie nun einen ganzen Haufen Kartoffeln vor sich. Natürlich lassen sich diese nicht alle mit einmal verarbeiten, das heißt, sie müssen richtig gelagert werden. Kartoffeln sind dann lagerfähig, wenn ihre Schale schön dick und fest ist. Zum Test können Sie mit Ihrem Fingernagel drüber rubbeln. Wenn die Schale dann unversehrt bleibt, ist sie widerstandsfähig genug. Übrigens sind die Knollen reif, auch wenn sie noch recht klein sind. Sie gewinnen nur noch an Größe, wenn sie länger in der Erde bleiben. Um nachzuschauen, wie es um die Kartoffeln steht, kann einfach etwas Erde beiseitegeschoben und ins Pflanzloch geschaut werden. Sind sie noch nicht fertig, wird das Loch einfach wieder zugemacht.

Expertentipp

Ärgerlich ist es, wenn die Kartoffeln beginnen zu keimen, obwohl man diese eigentlich noch essen möchte. Das ist aber kein Grund, sie einfach wegzuschmeißen. Wenn die Keime noch klein sind und die Knollen fest, können die Keime einfach abgeschnitten und die Kartoffel bedenkenlos weiterverarbeitet werden. Wichtig ist, dass die Keime großzügig herausgeschnitten werden und keine grünen Stellen mehr zu sehen sind.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange brauchen Kartoffeln zum Keimen?

Mit dem Vorkeimen wird circa sechs bis acht Wochen vor dem geplanten Pflanztermin begonnen. Frühe Sorten bilden ihre Keime schon ab Februar, spätere Sorten erst ab März.

Lassen sich (aus Versehen) gekeimte Kartoffeln auch einpflanzen?

Keimende und schrumpelige Kartoffeln, die sich nicht mehr zum Verzehr eignen, müssen keineswegs entsorgt werden. Diese können einfach eingepflanzt werden, solange Kartoffeln unbehandelt sind, eignen sie sich immer als Pflanzkartoffel.

Lassen sich Kartoffeln auch ohne Erde vorkeimen?

Das funktioniert, indem die Kartoffeln vier Wochen vor dem Auspflanzen immer wieder mit Wasser besprüht werden. Die Kartoffeln sollten dabei an einen hellen Ort mit maximal 15 Grad gelagert werden.

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