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Gemüsepflanzen

Kürbis richtig lagern

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Kürbis richtig lagern

Der Kürbis hat seinen Weg ursprünglich aus den tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas in unsere Gefilde gefunden. Zum Glück, denn das Fruchtgemüse (Diese Bezeichnung wurde vergeben, da sich der Kürbis weder Obst noch Gemüse zuordnen lässt), kann vielseitig verwendet werden, schmeckt hervorragend und ist auch noch ziemlich gesund. Drei gute Gründe in der nächsten Kürbis-Saison zuzugreifen. Wie die richtige Lagerung aussieht, verrät der nachfolgende Beitrag.

Schon gewusst? Winterkürbisse werden von Sommerkürbissen unterschieden

Schon gewusst Winterkürbisse werden von Sommerkürbissen unterschieden


In der Familie der Kürbisgewächse wird differenziert, denn es gilt zwischen Sommer- und Winterkürbissen zu unterscheiden. Sommerkürbisse umfassen alle Arten, welche bereits im Frühjahr geerntet werden und dabei noch unreif sind. Zu den bekanntesten Vertretern zählt die Zucchini. Denn auch dabei handelt es sich tatsächlich um einen Kürbis, welcher jedoch eine sehr weiche Schale aufweist. Das ermöglicht das problemlose Verarbeiten, sodass die Schale einfach mitgegessen werden kann.

Auch im rohen Zustand. Winterkürbisse weisen dagegen eine harte Schale auf. Diese kann in den meisten Fällen nicht verzehrt werden. Winterkürbisse brauchen mehr Zeit für ihr Wachstum und werden vollreif im Herbst geerntet. Werden sie anschließend an einem kühlen Ort gelagert, können sie über Monate aufbewahrt werden. Das betrifft zum Beispiel den Hokkaido-Kürbis, welcher aus Asien stammt und einer der wenigen Winterkürbisse ist, dessen Schale nach dem Kochvorgang mitgegessen werden kann. Auch der Riesenkürbis, welcher gigantische Ausmaße annehmen kann, ist ein Winterkürbis.

Kann der Kürbis direkt nach der Ernte eingelagert werden?

Kann der Kürbis direkt nach der Ernte eingelagert werden
Wenn der Kürbis zum Zeitpunkt der Ernte bereits reif ist, dann ja. Anders verhält es sich, wenn der Kürbis zu früh geerntet wird. Nach der Ernte noch unreife Kürbisse müssen speziell vorgelagert werden. Das betrifft insbesondere große Sorten, welche eine lange Lagerung nicht überstehen würden, ohne dabei zu faulen. Schimmel ist dann vorprogrammiert und der Kürbis damit ungenießbar. Bevor der Kürbis gelagert werden kann, muss er einer Aushärtungsphase unterzogen werden. Diese Zeit wird quasi dafür genutzt, um das Fruchtgemüse ausreifen zu lassen und damit auf die Lagerung vorzubereiten. Damit der Kürbis diese Phase gut übersteht, sollten folgende Punkte beachtet werden:

Der Kürbis muss zum Ausreifen an einer warmen Stelle aufbewahrt werden. Dafür bietet sich beispielsweise ein Gewächshaus an. Der Stiel des Kürbis hat dann die Gelegenheit, schnell auszutrocknen und zu verkorken. Bei der Vorlagerung sollte darauf geachtet werden, dass ein Luftaustausch stattfindet. Ein natürlicher oder alternativ ein technisch gesteuerter Luftumschwung hindert den Kürbis daran, Feuchtigkeit aufnehmen zu können. Ist der Kürbis vollständig ausgereift, kann dieser umgelagert werden. Den ausgereiften Zustand erkennt man gut daran, dass sich die Schale mit den Fingernägeln nicht mehr einritzen lässt.

Achtung:

Die Lagerphasen dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Selbst kleinste Unterschiede in den Bedingungen der Lagerung können dafür sorgen, dass der Frische-Zustand deutlich beeinflusst wird. Das bedeutet, dass der Kürbis während der Aushärtungsphase an einem warmen, luftigen und trockenen Ort gelagert wird, während es in der eigentlichen Lagerphase gilt, einen kühlen, luftigen und trockenen Ort auszuwählen

Wie geht es nach dem Kürbiskauf weiter?

Wie geht es nach dem Kürbiskauf weiter
Wer selbst Kürbisse in großem Ausmaß anbaut oder beim Einkauf ordentlich zugelangt hat, muss sich keine Sorgen machen, denn das Fruchtgemüse ist quasi dafür prädestiniert, aufbewahrt zu werden. Sie können über Monate haltbar gemacht werden und stehen somit das ganze Jahr für die Speisenzubereitung zur Verfügung. Je länger der Kürbis gelagert werden soll, desto reifer sollte er sein. Wer im Supermarkt herausfinden möchte, ob der Kürbis reif ist, macht einfach den Klopftest. Und so geht’s:

Auch wenn es verwirrend klingen mag, aber ein reifer Kürbis lässt sich mit dem Klopftest gut daran erkennen, dass er sich innen leicht hohl anhört. Auch ein holziger Stil ist ein wesentliches Merkmal für einen reifen Kürbis. Wenn der Stil noch weich ist, kann der Kürbis nicht eingelagert werden. Dies hat den einfachen Hintergrund, dass Bakterien freie Bahn über den Stil haben und in das Fruchtfleisch gelangen können. Dabei kann der Kürbis von innen austrocknen und somit ungenießbar werden.

Außerdem ist es wichtig, dass der Kürbis vor der Lagerung nicht gewaschen wird. Des Weiteren sollten nur die Kürbisse eingelagert werden, welche keine Beschädigungen aufweisen. Beim Kauf im Supermarkt oder im Bioladen ist deshalb darauf zu achten, dass das Fruchtgemüse frei von Dellen, Kratzern und anderen Schäden ist.

Wurde der Ort für die Lagerung bestimmt, gilt es dort die richtige Temperatur zu schaffen und für eine angemessene Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Während sich die optimale Lagerungstemperatur zwischen 10 und 14 Grad bewegt, sollte die Luftfeuchtigkeit einen Wert von 60 Prozent nicht übersteigen. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich auf der Kürbisschale kein Kondenswasser bildet.

Kürbis fühlt sich zur Lagerung in luftigen Kisten besonders wohl. Diese lassen sich auch hervorragend übereinanderstapeln. Die Stapel sollten jedoch nicht zu groß gebaut und die Sichthöhe auf 80 Zentimeter begrenzt werden. Alternativ bietet sich auch ein höheres Holztablett an, welches im Keller oder an einem anderen dunklen und trockenen Ort in der Wohnung gelagert wird. Die ideale Lagerung definiert sich über ein luftdurchlässiges Netz, welches im trockenen Keller hängt. Ist der Kürbis beschädigt, kann dieser trotzdem haltbar gemacht werden. In Stücke geschnitten, passt er gut ins Eisfach, sodass er jederzeit zubereitet werden kann.

Die Lagerfähigkeit richtet sich entscheidend nach der Kürbisart. Es gibt Sorten, welche sich besonders gut zur Lagerung eignen. Das betrifft vor allem den hierzulande so beliebten Hokkaido-Kürbis, welcher sogar bis zu einem Jahr aufbewahrt werden kann.

Welche Faktoren beeinflussen die Lagerung von Kürbissen?

Wer einen Kürbis im Geschäft gekauft hat, kann sich nicht immer auf ein intaktes Produkt verlassen, welches sich zur Lagerung eignet. Auch wenn bei der Lagerung alles richtig gemacht wird, kann es trotzdem passieren, dass der Kürbis anfängt zu faulen. Schließlich gibt es Punkte, auf die man selbst keinen Einfluss hat. Zum Beispiel, wenn der Kürbis zu früh geerntet wurde. Wer das Fruchtgemüse im Supermarkt gekauft hat, muss davon ausgehen keine Antwort auf die Frage nach dem Erntezeitpunkt zu bekommen. Hier ist es sinnvoller, den Kürbis beim Bauern oder im Hofladen zu kaufen, wo man genauere Auskunft erhält. Auch die Länge des Stils unterliegt nicht unserem Einfluss. Nach dem Ernten sollte der Stil auf einen Zentimeter gekürzt werden.

Geht die lange Lagerung zu Lasten der Nährstoffe?

Sofern der Kürbis unter den richtigen Bedingungen gelagert wird, bleiben alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Kürbis ist reich an:

  • Beta-Karotin
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Vitamin A

Diese sorgen für ein starkes Immunsystem und schützen unseren Körper vor freien Radikalen. Sie bleiben im optimal gelagerten Kürbis erhalten und halten uns in der kalten Jahreszeit fit.

Expertentipp

Beim Kauf sollte der Kürbis ganz genau geprüft werden. Jede Delle und jeder kleine Kratzer können dafür sorgen, dass das Fruchtgemüse während der Lagerung fault. Fällt ein Kürbis herunter, sind die Beschädigungen in der Regel nur minimal. Deshalb sollte sowohl optisch, als auch durch Berührung des Kürbisses geprüft werden, ob das Produkt wirklich unversehrt ist und sich damit für die Lagerung eignet.

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