Connect with us

Gemüsepflanzen

Paprika aus Samen ziehen – so gelingt es am besten

Veröffentlicht

auf

Paprika aus Samen ziehen - so gelingt es am besten

Paprika aus Samen zu ziehen, erfordert zwar etwas Geduld aber ist einfach. Mit dieser Anleitung gelingt es am besten.

Vorbereitung und Material

Für das Keimen der Samen sind verschiedene Mittel und Utensilien erforderlich. Bei diesen handelt es sich um:

  • Anzuchterde
  • Kamillentee
  • Pflanztöpfe
  • Folie oder Zimmergewächshaus
  • Sprühflasche
  • weiches Wasser

Die Samen werden zunächst für zwei Tage in lauwarmem Kamillentee eingeweicht. Hierdurch können sie vorquellen, was die Keimung begünstigt. Das Glas oder eine Tasse sollte warm aufgestellt werden, weil die Wirkung hierdurch verbessert wird.

Die Pflanzgefäße werden mit dem Substrat befüllt und somit auf die Aussaat vorbereitet.

Aussaat

Aussaat


Nach der Vorbereitung der Samen werden sie etwa einen Fingerbreit beziehungsweise einen Zentimeter tief in die Anzuchterde gedrückt. Das Substrat wird auf den Samen gegeben und leicht verfestigt. Im Anschluss wird die Erde gut durchfeuchtet, sollte jedoch nicht nass sein.

Ideal ist es, jeweils nur einen Paprikasamen pro Topf einzugeben. Hierdurch wird es einfacher, die Jungpflanzen umzutopfen oder auszusortieren.

Standort und Pflege

Standort und Pflege
Anfangs ist es wichtig, dass die Samen und anschließend die Jungpflanzen warm und hell stehen. Am Standort sollten 20 bis 25 Grad Celsius herrschen. Zudem muss das Substrat durchgängig feucht gehalten werden. Hierzu eignet sich beispielsweise gesammeltes Regenwasser sowie abgestandenes oder gefiltertes Leitungswasser.

Empfehlenswert ist das Abdecken mit einer Folie, Plexiglas oder das Einstellen in ein Zimmergewächshaus. Hierdurch wird die Verdunstung reduziert und das Substrat bleibt feucht. Allerdings muss einmal täglich gelüftet – die Abdeckung also abgenommen – werden. Andernfalls ist die Gefahr für Schimmel erhöht.

Dauer und Pikieren

Dauer und Pikieren
Nach ein bis drei Wochen sollten sich die ersten Keime zeigen. Ist das bis dahin nicht der Fall, kann der Samen entfernt und ein neuer Versuch gestartet werden. Es empfiehlt sich in jedem Fall, die Erde zuvor zu desinfizieren. Das ist beispielsweise in Backofen oder Mikrowelle durch das Erhitzen möglich.

Bei dem Pikieren handelt es sich um das Aussortieren der schwächsten Pflanzen. Einige der Gewächse werden nach der Keimung deutlich kleiner und damit auch schwächer sein als die anderen gezogenen Gewächse. Diese bringen in der Regel einen hohen Ertrag und zeigen sich häufig anfälliger für Krankheiten sowie Schädlinge. Besser ist es daher, diese von vornherein auszusortieren und nur die starken Keimlinge in frische Erde zu setzen. Der Rest kann entsorgt werden.

Auch hiernach lässt sich wieder ein neuer Versuch mit frischem Saatgut unternehmen, das Substrat sollte jedoch sterilisiert werden.

Weitere Pflege

Wenn die Samen gekeimt haben, wird zunächst die Folie oder sonstige Abdeckung entfernt. Das Substrat sollte dennoch weiterhin leicht feucht gehalten werden und die Gefäße müssen an einem hellen und warmen Ort stehen.

Sind sie zehn bis 15 Zentimeter hoch und haben mehrere Blätter ausgebildet, kann die Erde gewechselt werden.

Als neues Substrat eignet sich Pflanzenerde. Dieser kann Langzeitdünger zugefügt werden, um die Nährstoffversorgung sicherzustellen. Wichtig ist dabei, dass es sich um Gemüsedünger handelt, damit die Paprika im Anschluss bedenkenlos verzehrt werden können.

Kultur im Kübel

Paprikapflanzen sind zwar mehrjährig, lassen sich jedoch nicht im Freien überwintern. Bereits bei weniger als zehn Grad Celsius nehmen sie Schaden. Die Kultur im Kübel ist daher sinnvoll. Allerdings ist sie auch mit einem etwas höheren Pflegeaufwand verbunden.

Dazu gehören häufiges Gießen, Düngen und ein jährliches Umtopfen sowie eine frostfreie Überwinterung.

Expertentipp

Die Samen lassen sich sowohl direkt aus dem Fruchtgemüse gewinnen als auch im Fachhandel oder online kaufen. Damit sie selbst im Winter gedeihen können, ist die Anschaffung einer UV-Lampe sinnvoll.

Diesen Artikel bewerten

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Bildquellen:

© www.istockphoto.com/miriam-doerr

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gerade populär