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Gemüsepflanzen

Paprika – Bewässerung, Umtopfen, Düngergaben, Schädlinge, etc.

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Paprika - Bewässerung, Umtopfen, Düngergaben, Schädlinge, etc.

Paprika (Capsicum annuum) sind aufgrund des hohen Vitamin- und des geringen Kaloriengehalts beliebt, lassen sich vielseitig zubereiten und können das ganze Jahr über kultiviert werden. Welche Besonderheiten zu berücksichtigen sind und mit welchen Schädlingen man rechnen muss, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Aussaat und Anzucht

Aussaat und Anzucht


Paprika können jederzeit aus Samen gezogen werden. Verwenden Sie Anzuchterde, die Sie durch Besprühen mit kalkarmem Wasser durchgängig leicht feucht halten. Die idealen Keimtemperaturen liegen zwischen 22 und 25°C. Gut geeignet sind helle Standorte, die sich nicht in der Nähe von Fenstern, Türen oder Heizungen befinden.

Unter passenden Bedingungen keimen Paprika nach ein bis zwei Wochen. Haben die Jungpflanzen Wuchshöhen von etwa zehn Zentimetern erreicht und mindestens zwei Blattpaare gebildet, können sie pikiert und in Gemüseerde umgesetzt werden. Halten Sie das Substrat weiterhin leicht feucht. Stecken Sie Pflanzstäbe in die Töpfe und befestigen Sie die jungen Triebe daran, um deren Umknicken zu verhindern.

Anzuchttöpfe aus kompostierbaren Materialien erleichtern das Umtopfen und schonen die Wurzeln, da sie samt Anzuchtsubstrat in größere Pflanzgefäße oder ins Freie gesetzt werden können.

Wasser- und Düngergaben

Wasser- und Düngergaben
Das Substrat sollte nie vollständig austrocknen, wobei sich Staunässe nicht entwickeln darf. Gießen Sie nach Bedarf einmal pro Tag oder alle zwei Tage, sodass das Substrat leicht feucht bleibt. Verwenden Sie kalk- und salzarmes Wasser. Aufgefangenes Regenwasser eignet sich optimal. Unbehandeltes Teichwasser oder abgestandenes Leitungswasser kommen ebenfalls infrage.

Die erste Düngergabe erfolgt bereits beim Umsetzen in Gemüseerde. Verwenden Sie Langzeitdünger in Granulatform oder reifen Kompost, der mit dem Substrat vermischt wird. Bis zur Bildung der Blüten reicht es aus, die Pflanzen über die Blätter mit Brennnesselbrühe zu versorgen, um gleichzeitig Schädlinge fernzuhalten. Sobald Früchte gebildet werden, kann man dem Gießwasser Flüssigdünger für Tomaten- oder Gemüsepflanzen zusetzen. Düngergaben im Abstand von zwei Wochen sind während dieser Phase ausreichend.

Während der Blütezeit gilt, dass weniger mehr ist. Eine Überdüngung in dieser Zeit fördert vor allem das Blattwachstum. Als Folge werden die Pflanzen buschig, sind dicht belaubt, tragen jedoch wenige Früchte. Gehen Sie mit Düngemitteln sparsam um und gießen großzügig, um das Verbrennen der Wurzeln zu vermeiden. Zudem werden Nährstoffe auf diese Weise besser verteilt und können schneller aufgenommen werden.

Schädlinge und Krankheiten

Schädlinge und Krankheiten
Gut gepflegte und ideal versorgte Paprikapflanzen sind widerstandsfähig und robust. Die beste Vorbeugung gegen Parasiten und Krankheiten sind angepasste Pflegemaßnahmen. Trotz dessen können Erkrankungen auftreten. Dabei handelt es sich häufig um:

  • Blattläuse
  • Pilzinfektionen
  • Rote Spinnmilben
  • Thripse
  • Weiße Fliegen

Sowohl Schädlinge als auch durch Pilze entstandene Krankheiten lassen sich mit Hausmitteln behandeln. Sie schonen zum einen die Umwelt und wirken sich zum anderen nicht negativ auf die Verwendung der Früchte aus. Eine gute Belüftung, regelmäßige Kontrollen und der Einsatz von Brennnesselbrühe zum Besprühen der Gewächse wirken vorbeugend und unterstützend zugleich.

Bei der Kultur in Innenbereichen besteht ein deutlich geringeres Risiko für einen Befall mit Parasiten. Überprüfen Sie die Gewächse dennoch regelmäßig und stellen Sie sie nicht zu dicht nebeneinander. Pilze bilden sich vor allem in feuchtwarmen Bereichen. Die Blätter sollten deshalb schnell abtrocknen können.

Expertentipp

Ins Freiland gepflanzte Paprika werden häufig einjährig angebaut. Ziehen Sie das Gemüse in Kübeln, bietet sich die Überwinterung an. Abhängig von der jeweiligen Sorte müssen Sie angepasst vorgehen. Einige Arten werden warm überwintert. Sie sollten bei 20 bis 25°C und an hellen Standorten wie gewohnt gepflegt werden. Setzen Sie Pflanzenlampen ein und befruchten Sie die Blüten von Hand, können Sie ganzjährig ernten. Bei anderen Sorten ist es sinnvoll, sie kühl bei etwa 10°C, jedoch hell zu überwintern und die Düngergaben einzustellen.

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