Der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist eine beliebte, immergrüne Gartenpflanze, die mit fast jedem Standort zurechtkommt. Er stammt aus Südosteuropa. Er ist schnellwüchsig, schnittverträglich und pflegeleicht. Kirschlorbeer kann für Heckenpflanzungen oder als Solitär verwendet werden.
Bodenbeschaffenheit
Kirschlorbeer ist an und für sich relativ robust. Wächst er nicht, sollte die Bodenbeschaffenheit einmal überprüft werden.
Zu trockener Boden kann dazu führen, dass die Pflanzen in ihrem Wachstum stagnieren, und vermehrt gelbe Blätter bekommen. Hier sollte mit entsprechender Bewässerung Abhilfe geschaffen werden.
Dabei ist es wichtig, möglichst nicht direkt über die Blätter zu gießen, sondern das Wasser in den Wurzelbereich zu bringen. Bei der Beurteilung des Bodens ist es hilfreich, einmal spatentief zu graben. Ist im oberen Bereich kaum Feuchtigkeit zu finden, ist der Boden zu trocken und es sollte gegossen werden.
Ist der Boden matschig und treten faulige Gerüche auf, handelt es sich um Staunässe, vermutlich ausgelöst durch eine Bodenverdichtung. Diese kann verschiedene Ursachen haben. Vielleicht wurde der Boden vor der Pflanzung nicht tief genug gelockert, es finden sich Schotter- oder Lehmbänke darin, die nicht durchbrochen werden konnten. In diesem Fall sammelt sich das Wasser über einen längeren Zeitraum im Boden und beginnt zu faulen. Der schlechte Geruch ist ein Indiz für die Aktivität von Fäulnisbakterien.
Hier kann nachträglich versucht werden, die Ursache der Verdichtung zu beheben. Gelingt dies nicht, sollte ein anderer Standort gewählt werden.
Düngermangel

Düngermangel tritt beim Kirschlorbeer recht häufig auf. Ratsam ist es, bereits bei der Pflanzung etwas durchgereiften Kompost (älter als ein Jahr) oder Pflanzsubstrat mit hinzuzufügen.
Streut der Kirschlorbeer trotz ausreichender Wässerung gelbe Blätter, wird blasser in der Farbe und wächst deutlich langsamer, so liegt ein Düngermangel vor.
Bei akuten Mangelerscheinungen sollte mit einem mineralischen NPK- Dünger gedüngt werden. Dieser ist schnell pflanzenverfügbar und behebt die Mangelerscheinungen sehr schnell.
Dickmaulrüssler

Der Dickmaulrüssler ist ein ca. 4 mm großer, schwarzer, flugunfähiger Käfer, der vor allem nachtaktiv ist. Ein typisches Kennzeichen für diesen Schädling ist der Buchtenfraß an den Blättern. Hierbei werden vom Rand aus Buchen in das Blatt gefressen. Die Larven des Käfers sitzen in der Erde und schädigen dort durch ihre Fraßtätigkeit die Wurzeln.
Da sich der Dickmaulrüssler recht schnell vermehren kann, kann er einer Hecke schnell den Garaus machen und sollte unbedingt bekämpft werden.
Den Käfer erreicht man am besten mit einem systemischen Mittel, dass abends ausgebracht wird. Das Mittel verteilt sich in der Pflanze, bei Aufnahme des Giftes stirbt der Käfer ab.
Die Larven können entweder mit einem Gießmittel bekämpft werden oder durch die Ausbringung von Nematoden (Fadenwürmern) in den Boden. Die Nematoden werden als geimpftes Pulver geliefert und in Wasser aufgelöst in den Boden eingebracht. Werden Nematoden angewendet, sollte auf andere Spritzmittel verzichtet werden.
Expertentipp
Den Kirschlorbeer vor dem Winter noch einmal kräftig gießen, schützt vor Trockenschäden bei Frost.
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