Löwenzahn ist mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet und es gibt unzählige Arten, welche sich durch ihre Korbblüten in den verschiedensten Gelbtönen voneinander unterscheiden.
Pflanzung
Da der Löwenzahn auch in der Küche zur Zubereitung diverser Speisen immer beliebter wird, wird er vermehrt in den heimischen Gärten gezielt angebaut. Löwenzahn benötigt einen nährstoffreichen und gut belüfteten Standort, damit er optimal gedeihen kann. Er sollte ausreichend Sonnenlicht bekommen, aber auch mit einem halbschattigen Platz kommt der Löwenzahn zurecht. Die Aussaat erfolgt von März bis Mai, alternativ kann man ihn auch im Herbst aussäen. Da es sich bei dieser Pflanze um einen sogenannten Lichtkeimer handelt, werden die Samen nicht zu tief in die Erde gegeben. Die empfohlene Pflanztiefe liegt bei einem Zentimeter. Verwendet man hochwertige Aussaaterde, so sind die optimalen Startbedingungen für den Löwenzahn erfüllt.
Vermehrung
Durch die aus dem Löwenzahn entstehenden Pusteblumen vermehrt er sich von ganz allein, sobald ein wenig Wind weht. Die Samen werden weggetragen und bohren sich mit dem spitzen Ende in die Erde, sobald sie auf den Boden auftreffen. Möchte man Löwenzahn gezielt aussäen, so löst man die Samen aus dem Samenstand, bevor diese durch den Wind davongetragen werden. Es ist möglich, die Pflanze auch im Frühjahr bereits vorzuziehen, eine direkte Aussaat in die Erde ist jedoch ohne Probleme machbar. Dabei ist es wichtig die Samen nach der Aussaat stets feucht zu halten. Die optimale Keimtemperatur liegt bei fünfzehn bis zwanzig Grad Celsius. Nach etwa zwei bis vier Wochen werden die ersten Keimlinge sichtbar.
Pflege

Der Löwenzahn ist eine sehr pflegeleichte Pflanze und benötigt nicht viel Zuwendung, um zu gedeihen. Er bevorzugt einen stickstoffreichen Standort, eine zusätzliche Düngung ist nicht notwendig. Der Löwenzahn selbst eignet sich aber zur Herstellung eines natürlichen Düngers in Form einer Pflanzenjauche und versorgt andere Pflanzen mit den nötigen Nährstoffen.
Ernte

Unabhängig davon, ob man in freier Natur Löwenzahn ernten möchte oder die Ernte des selbst angebauten Krautes vornehmen möchte, sollte man beachten, dass sowohl die Blüten und Blätter als auch die Wurzeln des Löwenzahns gesammelt und weiterverwendet werden können. Die Blätter sollten noch vor Anbruch der Blütezeit geerntet werden, solange diese noch sehr jung sind. Der beste Zeitpunkt dafür liegt im April oder Mai. Erntet man diese zu spät, so erhalten sie einen bitteren Beigeschmack und eignen sich nicht mehr für die Weiterverarbeitung in einem Salat.
Die Wurzeln können jedoch auch noch im Herbst geerntet werden. Sammelt man Löwenzahn auf der Wiese ein, so gilt es verschiedene Punkte zu beachten. Von einer Ernte von einer frisch gedüngten Weide sollte man absehen, da die Pflanzenteile noch von Gülle oder Jauche überzogen sein können. Löwenzahn, der unmittelbar neben einer viel befahrenen Straße wächst, sollte ebenfalls nicht verwendet werden, da er durch die entstehenden Abgase belastet ist.
Expertentipp
Da der Milchsaft des Löwenzahns hartnäckige braune Flecken hinterlässt, sollte man bei der Ernte unbedingt alte Kleidung tragen, die auch schmutzig werden darf. Zusätzlich sollten Handschuhe verwendet werden, da auch an den Händen derartige Verfärbungen auftreten können.
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