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Beetpflanzen

Lavendel richtig schneiden

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Lavendel richtig schneiden

Der Lavendel ist eine beliebte Pflanze, die in zahlreichen Gärten blüht. Damit das Gewächs auch nach mehreren Jahren ein kompaktes Wachstum sowie eine üppige Blüte besitzt, ist ein regelmäßiger Schnitt nötig. Wir verraten, wie der Lavendel zu schneiden ist, damit er über viele Jahre in voller Pracht gedeiht.

Das Wichtigste zum Lavendel

Ursprünglich stammt der Lavendel aus dem westlichen Mittelmeerraum. Dort wurde die Pflanzen bereits vor Jahrhunderten landwirtschaftlich angebaut. Sie diente als Stoff für die Herstellung von Parfümen. Heute gedeiht der Lavendel, den bereits die alten Römer kannten, in zahlreichen Gärten in Deutschland.

In hiesigen Gärten ist der Echte Lavendel sehr beliebt. Schließlich ist diese Pflanze eine der beliebtesten Rosenbegleiter. Daher ziert solcher Lavendel bereits seit dem Mittelalter barocke Gärten in Mitteleuropa. Als anspruchslose und sonnenhungrige Pflanze benötigt solcher Lavendel nur wenig Aufmerksamkeit.

Ein nährstoffarmer, sandiger und feuchter Boden ist für das Wachstum besonders wichtig. Ideal ist der windgeschützte und sonnige Standort im Süden. Unter solchen Umständen dient die Pflanze vielfach als Beeteinfassung oder als Pflanzstreifen. Als duftende Bereicherung von Senkgärten und in Steinbeeten lässt sich Lavendel gleichfalls gut nutzen.

Rückschnitt für Blütenpracht

Rückschnitt für Blütenpracht

Damit diese Pflanzen in einer kompakten Form bleiben und damit sie eine prächtige Blüte entwickeln, ist die regelmäßige Pflege in Form des Rückschnitts durchzuführen. Dann entwickelt der Lavendel oft eine bezaubernde Blüte, die im Sommer als wichtiger Anziehungspunkt von Schmetterlingen und anderen Insekten dient.

Vorjährige Triebe sind schon Ende Februar mit einer Hecken- oder Gartenschere stark zurückzuschneiden. Ein weiterer Rückschritt erfolgt gemeinhin nach der Blüte. Für eine besonders starke Verjüngung von Lavendel eignen der Juni und Juli am besten. Damit die Pflanze erneut gut austreibt, ist der Schnitt ins mehrjährige Holz unbedingt zu vermeiden.

Wie der Rückschritt funktioniert

Wie der Rückschritt funktioniert

Für eine gute Entwicklung von Lavendel müssen Besitzer ihre Pflanze jedes Jahr kräftig stutzen. Das sorgt für ein kompaktes Wachstum sowie eine üppige Blüte. Falls die Pflanzen über mehrere Jahre ungeschnitten wachsen, verkahlen sie von unten und fallen meist sogar auseinander. Aus den verholzten Astwerk wachsen dann keine Triebe. Selbst nach einem Rückschritt treibt solcher Lavendel nur noch mit Widerwillen aus.

Die sogenannte Ein-Drittel-Zwei-Drittel Methodik bewährte sich für einen guten Schnitt von Lavendel. Der erste Rückschnitt dieser Pflanzen erfolgt nach der Blüte. Sämtliche Triebe sind so zu schneiden, dass rund ein Drittel verbleibt. Alle verwelkten Blütenstände müssen entfernt, aber die Zweigabschnitte weitgehend erhalten bleiben.

Der Beginn des Frühjahrs ist ein guter Zeitpunkt für den zweiten Schnitt, bei dem rund zwei Drittel des Triebes zurückbleiben. Der optimale Zeitpunkt kommt, wenn kein dauerhafter Frost mehr zu erwarten ist. Die zweite Beschneidung ist nötig, damit der Lavendel kompakte Formen behält. Außerdem sorgt dieser Eingriff für eine optimale Verzweigung der Pflanze. Auch beim zweiten Rückschnitt ist darauf zu achten, dass ein Abschnitt des letztjährigen Triebes erhalten bleibt, damit die Pflanze gut austreibt.

Wie der Rückschritt funktioniert

Manchmal bleibt die wichtige Pflege des Lavendels aus. Ohne Rückschnitt entstehen die auseinander gefallenen Lavendelsträucher, die sich durch verholzte und sperrige Haupttriebe unansehnlich von der kompakten und gepflegten Variante abheben. Leider sind solche Pflanzen vielfach auch dann nicht mehr zu retten, wenn ein starker Verjüngungsschnitt erfolgt.

Im Zweifelsfall lohnt sich solch ein Versuch dennoch, weil mancher Lavendel durch die Arbeit in neuer Blütenpracht erstrahlte. Ein Erfolg solch eines Rückschnitts hängt mit dem richtigen Termin zusammen. Nach Ansicht von vielen Hobbygärtnern sind der Juni und der Juli der richtige Zeitraum für den starken Rückschnitt. Manche Gärtner berichten, dass die stark zurückgeschnittene Pflanze noch im selben Jahr neu austrieb, wobei eine Blüte im darauffolgenden Sommer erfolgte.

Expertentipp: Lavendel überwintern

Weltweit existieren rund 30 Arten und weitaus mehr Sorten des Lavendels, den bereits die alten Römer verwendeten, um besondere Bade-Essenzen zu gewinnen. Heute gedeiht die pflegeleichte Pflanze, die einen sandigen Boden liebt, in zahlreichen Gärten. Wer sicherstellen möchte, dass seine Pflanzen gut durch kalte Winter kommen, der nutzt am besten den sogenannten Echten Lavendel. Schließlich ist Lavandula Angustifolia starken Minustemperaturen von bis zu 15 Grad gewachsen.

Andere Arten des Lavendels sind leider nicht winterhart. Sie brauchen – je nach Region – meist einen Schutz aus Zweigen, Laub oder Reisig. Alternativ können solche Lavendelpflanzen den Winter in einem Kübel überstehen. Als Standort lässt sich ein heller Raum nutzen, wobei dort Temperaturen von fünf bis zehn Grad herrschen sollten.

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© www.istockphoto.com/mauro_grigollo

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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