Auf den Feldern wird Mais in den meisten Fällen als Viehfutter angebaut, allerdings gibt es auch leckere Sorten, welche im Garten kultiviert werden können. Ursprünglich stammt Mais aus Amerika und wird dort schon seit einigen Jahrtausenden angepflanzt. Er gehört wie auch Weizen, Roggen oder Hafer zu den Süßgräsern und kann eine Höhe von bis zu zweieinhalb Metern erreichen. Mais ist eine einjährige Pflanze und bringt körnerartige Früchte hervor, welche in Kolben heranwachsen. Seine Körner können gelb, rot oder schwarz sein. Für unseren Verzehr wird bevorzugt Zuckermais sowie Puff- und Popcornmais verwendet.
Vorziehen und Aussaat
Mais gilt als sehr frostempfindliche Pflanze und sollte daher erst dann im Freiland ausgesät werden, wenn keine nächtlichen Fröste mehr zu erwarten sind. Dies ist in der Regel ab Mai der Fall. Andernfalls benötigt er einen Kälteschutz in Form von Vlies. Um Mais auszusäen, werden ein bis zwei Maiskörner unter Berücksichtigung des empfehlenswerten Pflanzabstandes von zehn Metern in die Erde gelegt. Die Saattiefe sollte drei bis fünf Zentimeter betragen. Sobald die Jungpflanzen zwei bis drei Zentimeter hoch gewachsen sind, können sie innerhalb der Reihe auf einen Abstand von mindestens zwanzig Zentimetern vereinzelt werden.
Der geeignete Reihenabstand beträgt abhängig von der jeweiligen Sorte sechzig bis achtzig Zentimeter. Alternativ kann Mais bereits ab April auf der Fensterbank im Innenraum vorgezogen werden. Dazu werden die Körner in kleine Töpfchen ausgesät. Je nach Maissorte werden bei einer Umgebungstemperatur von zwanzig Grad Celsius die Keimlinge nach etwa vierzehn Tagen sichtbar.
Der optimale Standort

Mais benötigt einen warmen, halbschattigen bis sonnigen Standort, um optimal zu gedeihen. Weiterhin muss der Boden stets feucht und durchlässig sowie reich an Nährstoffen sein, da die Pflanze als überdurchschnittlicher Starkzehrer gilt. Es ist ratsam, das Beet vor der Pflanzung großzügig mit Kompost sowie einem Langzeitdünger vorzubereiten. Während der Sommermonate sollte von Zeit zu Zeit ein Flüssigdünger zugefügt werden. Um den einzelnen Pflanzen auch bei Wind einen stabilen Stand zu verleihen und diese bei der Bestäubung zu unterstützen, ist eine Kultivierung in Gruppen oder mindestens in zwei Reihen empfehlenswert.
Krankheiten und Schädlinge

Mais zeigt sich in der Regel besonders anfällig für Maisbeulenbrand. Weiterhin kann es zu einem Befall von Blattläusen kommen. Auch Schnecken und die Raupen des Maiszünslers finden oft den Weg auf die Pflanzen und können großen Schaden anrichten.
Ernte

Abhängig von der jeweiligen Sorte sowie dem Zeitpunkt der Aussaat wird Mais ab August geerntet. Die Erntereife erkennt man an den aus dem Kolben hängenden Fadenbüscheln. Sobald diese sich braun verfärben, können die Kolben mit einem scharfen Schneidwerkzeug abgeschnitten oder mit der Hand abgedreht werden. Mais wird zeitnah verzehrt, da der Zucker schnell abgebaut wird.
Expertentipp
Bevor Popcornmais geerntet werden kann, muss dieser vollständig ausreifen und kann erst genutzt werden, wenn sich die Kolben von selbst öffnen. Die Blätter werden dann vom Kolben abgestreift, nach oben gebunden und zum Trocknen aufgehängt. Die getrockneten Körner können anschließend in einem Topf je nach Geschmack mit Butter, Zucker oder Salz aufgepoppt werden.
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