Minze im Haus oder in der Wohnung zu kultivieren ist praktisch. Für Salate, Tees und andere Getränke, Desserts und Saucen ist sie wunderbar geeignet und verleiht den Gerichten ein frisches Aroma. Doch leider finden die Versuche sie erfolgreich zu züchten meist spätestens im Winter ein jähes Ende. Warum das so ist und wie es dennoch funktionieren kann, zeigen wir hier.
Minze nicht im Supermarkt kaufen
Ebenso wie andere Würzkräuter aus dem Supermarkt geht die Minze nach dem Kauf häufig schnell ein. Verantwortlich dafür sind die teils langen Transportwege, verbunden mit erheblichen Temperaturschwankungen und fehlendem Licht. Auch ein Wassermangel kommt in Frage.
Besser ist es daher, die Minze selbst zu ziehen. Samen oder Ableger beziehungsweise Stecklinge sind dafür geeignet. Alternativ kann eine Pflanze in der Gärtnerei gekauft werden. Diese Exemplare sind in der Regel optimal gepflegt, dadurch gesünder und robuster.
Pflanzgefäß richtig wählen
Die Wurzeln der Minze breiten sich stark aus. Dadurch benötigen sie ausreichend Platz und Substrat. Der Topf sollte daher wenigstens einen Durchmesser von 30 Zentimeter aufweisen. Umtopfen und ein Wechsel des Substrats sind erforderlich, wenn die Wurzeln aus den Abflusslöchern des Topfes wachsen. Das ist etwa aller zwei bis drei Jahre der Fall.
Standort richtig wählen

Minze benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Pralle Sommersonne ist nicht empfehlenswert, Lichtmangel ist im Haus jedoch ein häufiges Problem. Eine Fensterbank gen Osten oder Westen ist im Sommer günstig. Im Winter darf es auch der Süden sein.
Zeigt die Pflanze dennoch Anzeichen von einem stark verminderten Wachstum oder geht sogar ein, ist der Einsatz einer Pflanzenlampe angeraten. Sie versorgt das Gewächs mit ausreichend Licht und gestaltet die Wahl des Standortes deutlich freier.
Gießen und Düngen

Von Frühjahr bis Herbst wird die Minze aller zwei bis drei Tage leicht gegossen. Wichtig sind ein Wässern nach Bedarf und ein guter Ablauf, um Staunässe zu vermeiden.
Zudem sollte kalkarmes, weiches Wasser verwendet werden. Andernfalls wird die Aufnahme von Nährstoffen gestört. Spezieller Kräuterdünger oder eine Gabe von Kompost im Sommer reichen aus, um die Minze ausreichend zu versorgen. Die Düngung sollte direkt vor dem Wässern erfolgen. Hierdurch verteilen sich die Nährstoffe gleichmäßiger und chemische Verbrennungen an den Wurzeln werden vermieden.
Schneiden und Ernten
Für einen fülligen und dichten Wuchs muss die Minze regelmäßig verschnitten werden. Dabei werden jeweils nur die Triebspitzen gekürzt, um eine Verzweigung anzuregen. Blätter und Stängel, die bei dieser Maßnahme anfallen, können frisch in der Küche verwendet oder durch Trocknen haltbar gemacht werden.
Bei der Ernte verhält es sich anders. Es sollten dann nicht nur Triebspitzen oder einzelne Blätter abgenommen werden, sondern der ganze Stängel. Hierdurch entstehen weniger Wunden an der Pflanze und das Risiko für Krankheiten sinkt.
Expertentipp
Minze findet sich in mehr als 500 Arten beziehungsweise Züchtungen. Diese haben jeweils unterschiedliche Ansprüche an die Pflege, den Standort und die Temperaturen. Auch wenn diese vergleichsweise gering ausfallen, sollten sie Berücksichtigung finden. Denn nur dann ist eine erfolgreiche Kultur im Haus möglich. Die zahlreichen Aromen sind den Aufwand jedoch wert.
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