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Bodendecker

Moos als Bodendecker – Pflegetipps

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Moos als Bodendecker - Pflegetipps

Moos ist vielen von uns als grünes Gewächs im Rasen oder auf Steinen bekannt, wobei es hierbei oftmals als ungewollter Störenfried gilt und daher entfernt wird. Mittlerweile entdecken aber auch immer mehr Gärtner die Vorteile des immergrünen Bodendeckers und pflanzen diesen gewollt in ihren Gärten an. Neben der weichen Konsistenz überzeugt das Moos auch durch sein schnelles Wachstum. Worauf bei der Pflege des Mooses zu achten ist, damit dieses saftig und grün bleibt, ist in den nachfolgenden Abschnitten übersichtlich zusammengefasst.

Der Standort

Da Moos keine Wurzeln ausbildet, kann es grundsätzlich überall wachsen. Neben dem Anbau auf Erde ist auch die Pflanzung auf Steinen oder Holz möglich. Im Vergleich zu vielen anderen Pflanzen bevorzugt das Moos nährstoffarme und saure Untergründe und sowie einen schattigen Platz. Eine zu hohe Sonneneinstrahlung führt zum Verbrennen der empfindlichen Blätter und zum Austrocknen der Pflanze, da diese keine wasserspeichernden Bereiche enthält.

Die Bewässerung

Die Bewässerung


Moospflanzen benötigen viel Feuchtigkeit, welche sie über die Luft oder die Blätter aufnehmen. Bei unzureichender Bewässerung entwickelt sich die prächtige grüne Farbe schnell zu einem unschönen Braunton, der das Vertrocknen des Mooses anzeigt. Um das Verfaulen der Blätter zu vermeiden, empfiehlt sich statt der herkömmlichen Wassergabe die Verwendung einer Brause, die das Wasser zerstäubt. Die auch für das Moos gefährliche Staunässe wird soweit möglich verhindert.

Die Düngung

Die Düngung
Das Moos benötigt für ein konstantes Wachstum keinen Dünger, was sich bereits in den bevorzugten Standortbedingungen widergespiegelt hat. Orte mit höherer Nährstoffversorgung werden vom Moos generell gemieden, da dort Konkurrenzpflanzen besser gedeihen und damit das Moos verdrängen. Insbesondere Pilze fühlen sich in feuchten und nährstoffreichen Gegenden sehr wohl und verbannen das Moos von diesen Plätzen.

Der Schnitt

Da die Moospflanzen von Natur aus auf einer niedrigen Wuchshöhe von maximal fünf Zentimetern verbleiben, ist ein regelmäßiger Rückschnitt oder das Mähen nicht nötig. Falls das Moos sich in der Breite zu weit ausgedehnt, können die entsprechenden Pflanzenteile bequem mit einem Spaten abgestochen werden.

Die Krankheiten

Das Moos zählt zu den robustesten heimischen Pflanzen und zeigt sich gegenüber den gängigen Schädlingen und Erkrankungen insbesondere durch aggressive Pilzsporen resistent. Ein gesonderter Schutz des Mooses ist daher in der Regel nicht erforderlich. Einzig gegenüber Schnecken, die für ihren unbändigen Hunger bekannt sind und speziell die jungen Triebe anfressen, müssen gegebenenfalls Schutzmaßnahmen wie das Ausbringen von Schneckenkorn ergriffen werden.

Die Vermehrung

Das Moos vermehrt sich natürlich über Sporen, die in separaten Kapseln in den Stängeln gebildet werden. Eine weitere Möglichkeit der Reproduktion stellt die Teilung dar, die idealerweise mithilfe eines Spatens erfolgt. Die abgetrennten Moosstücke werden daraufhin einfach an den gewünschten Standort gelegt, fest angedrückt und bewässert. Aufgrund des schnellen und unproblematischen Wachstums entwickelt sich aus den Teilstücken schnell ein Pflanzenteppich.

Expertentipp

Auch wenn das Moos optisch einmal den Anschein erweckt, vertrocknet zu sein, erholt sich die widerstandsfähige Pflanze durch die Gabe von zusätzlichem Wasser schnell wieder und gewinnt ihre bekannte grüne Farbe zurück.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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